Angeordnete Varroabehandlung

  • Obwohl ich kein Jurist bin, weiß ich, dass es bei Medikamente kein Heilerfolgsversprechen gibt. Damit auch keine Erstattung bei nicht erfolgter Heilung. Egal ob jemand dich bei der Durchführung überprüft oder nicht, auch wenn es angeordnet ist.
    :roll:



    Also bei Medikamentenbehandlung stirbt man an den Nebenwirkungen des Medikamentes oder ohne Medikament an der Krankheit oder an Komp. aus beidem. Was schneller geht hängt von dem zu behandelten Wesen, der Krankheit und den Medikamenten ab. Sicher ist nur der Tod. Todsicher :wink:

  • Hallo Bernhadt und Walter,
    es wird nicht gehaftet, es bestehen keinerlei Ansprüche! Das Problem ist unter Landwirten bekannt, bei denen eine Zwangsimpfung gegen die Blauzungenkrankheit durchgeführt wurde.


    Gruß Andreas

  • Hallo Werner,


    das ist eine interessante Frage. Vor allem interessiert mich, warum die Schäden einer angeblichen Seuche nicht durch die Tierseuchenkasse abgedeckt ist?



    Hallo Bernard,
    bei der Tierseuchenkasse muß immer im Hinterkopf gehalten werden, das die Ländersache sind, d.h. in jedem Bundesland ist die Rechtslage anders. Und wenn in einem Bundesland z.B. Varroa Mittel bezuschußt werden, ist das nicht automatisch in allen Bundesländern so.


    Ebenso zahlen nicht in allen Bundesländern die Imker in die Tierseuchenkasse ein, und da wo sie es tun, ist der Beitrag von Land zu Land unterschiedlich oder ruht zur Zeit, da hohe Reserven aufgelaufen sind.


    Hier in NRW zahlen die Imker seit einigen Jahren Beiträge in die Tierseuchenkasse.
    Grund waren die hohen Schadenssummen durch Faulbrutfälle. Vorher wurden die direkt vom Land bezahlt. Durch die Beiträge wird jetzt unter anderem das Faulbrut Monitoring bezahlt. Ebenso die Weiterbildung der Imker.
    Die Höhe der Beiträge wird jedes Jahr neu festgelegt, entsprechend der Höhe der Rücklagen. Zur Zeit glaube ich mindestens 10,- Euro pro Jahr und 1,- Euro pro Volk. (Ohne Gewähr)


    Die Varroa war bei Ihrem Auftreten Ersatzpflichtig in der Tierseuchenkasse. Als sie sich jedoch rasant ausbreitete wurde sie herausgenommen. Grund: Die Kosten


    Wenn man sie heute wieder hereinnehmen würde, müßten die Beiträge pro Imker, entsprechend der zu bezahlenden Verluste drastisch erhöht werden.


    Das gäbe ein Hauen und Stechen unter den Imkern.




    Gruß Hubert

  • Hallo,
    Fakt ist, dass ich in den vergangenen Jahre mich über Pollenbrtter beim Ausschmelzen geärgert habe. Dieses Jahr kann ich mich nur an eines erinnern.


    Für die Theoretiker, gerade sprach ich mit einem Imker. Er hat von 12 noch 2 hat aber bei einem Kollegen auch behandelt und dort leben alle noch und sind stark. Es kann also wohl kaum am Behandler liegen, denn er ist mir als gewissenhafter Mensch bekannt. Eine Zwangsbehandlung wird das Problem nicht lösen können, das sollte man einigen ins Handbuch schreiben.
    Gruß
    Remstalimker


    mit dem Perizinfläschchen:wink:

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,
    Fakt ist, dass ich in den vergangenen Jahre mich über Pollenbrtter beim Ausschmelzen geärgert habe. Dieses Jahr kann ich mich nur an eines erinnern.



    Hallo zusammen, hallo Herbert,


    das kann ich nur bestätigen: in meinen toten Völkern viel Futter, wird ne Schweinerei beim Ausschmelzen, aber sehr wenig bis gar kein Pollen. Die Mädels waren aber im Sept. noch im Springkraut. Wo ist das geblieben?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • @Hubert:
    nicht viele AFB-Fälle waren die Ursache, das man in NRW jetzt auch als Imker in die Tierseuchenkasse einzahlen muss,
    wir "sanieren" die Kasse nach der Schweinepest hierzulande.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo all,


    nochmals zur Haftung.


    Vor kurzem hatte ich ein Telefonat mit dem Beamten, also dem Vertreter des Staates, und bat ihn um Rat.


    Unter anterem riet er mir, bzw. meinen Schülern, sich gegen FSME impfen zu lassen. Dies sei eine vom Land empfohlenen Impfung und deshalb haftet das Land auch bei evt. Komplikationen. Sagte mir ein Vertreter meines Staates, dann wird es wohl stimmen. Die Sache mit der Haftung ist also nicht so einfach vom Tisch zu schieben. In diesem Fall ist es nur eine Empfehlung, bei der Varroabekämpfung währe es nach Klaus seinem Gehörgang ein Zwang.


    Nochmal die Frage an die Juristen, wen mich jemand zu etwas zwingt und ich halte mich oberkorrekt daran, müsste der Zwänger haften?!


    Hypotetisches Beispiel: Ich sitze auf dem Beifahrersitz eines Autos. Ich zwingen den Fahrer unter schlimmsten Androhungen geradeaus zu fahren, obwohl klar ist das ein Schaden, an was auch immer, nicht auszuschließen ist. Ist dann der Fahrer schuld oder ich, der ihn gezwungen hat?


    Zum ernsthaften Nachdenken
    Werner

  • Ist dann der Fahrer schuld oder ich, der ihn gezwungen hat?
    Zum ernsthaften Nachdenken Werner


    Frag doch mal Herrn Kachelmann:cool: :wink:


    .....:wink: dugg und wech

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Nun ja, der Vergleich hinkt aber ganz schön. Im Auto sind nur Fahrer und Beifahrer. An einem Bienenstand, an dem die Behandlung angeordnet und durchgeführt wird, sind Unsicherheitsfaktoren. Z.B. in Form der imkerlichen Nachbarschaft, es kann nicht ausgeschlossen werden, daß nicht noch andere und unbekannte Imker in der Nachbarschaft sind, von denen niemand etwas weiß. Oder weitere Stressoren, die mit hinein spielen wie PSM und/oder schlechte Versorgung der Bienenvölker mit Nektar und Pollen oder andere Kranheiten.


    Mit einer flächendeckend angeordneten Varroabekämpfung kann man nur den Faktor Varroa beeinflussen, aber nicht den Rest.


    Aber ich finde, daß das schon eine ganze Menge ist.


    Gruß, Klaus

  • Werner, sowohl bei den Impfungen und auch der Varroa glaube ich nicht,
    dass der Staat sich in die Haftpflicht nehmen läßt, selbst wenn es einen Behandlungszwang gäbe und
    dieser kaum zu kontrollieren wäre. Wie wolltest du im Ernstfall nachweisen,
    dass deine eigene Behandlungsweise deine Bienen vor Schaden bewahrt hätte?
    Wenn dir, beim Ausbruch einer Epidemie, nachgewiesen werden könnte, dass du der Verursacher bist weil du nicht Zwangsbehandelt hast
    , wirst du zur Rechenschaft gezogen.
    Etwa wie beim 0,5°% Alkohol, du darfst sie haben, passiert ein Unfall waren sie dennoch zu viel.


    ABER ich glaube das es die Zwangsverordnung nie geben wird, denn würde sie Erfolg haben
    dann hätten die Giftpanscher ein wichtiges Argument weniger und die haben eine starke Lobby.


    Ich denk mal, da wird nicht viel kommen, vielleicht irgend so ein Wischi-Waschi-Ding.


    "Wie beim Fastnachtsspiel, wo man dreinschlägt das es nur so klatscht und man etwas zu tun scheint, obwohl man gar nichts tun möchte."
    (Goethe/Egmont)


    schön Tach auch noch
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

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  • Wentorfer schreibt:

    Zitat


    Ist das jetzt die gleichstellungskonforme Formulierung??


    Im Entwurf war es sogar ein Orakelspruch ohne Wiederholung. Ein paar Völker werden durch die Varroabehandlung eingehen und es wird wahrscheinlich auch einen Wandel in den Untersuchungsergebnissen geben.

  • @Hubert:
    nicht viele AFB-Fälle waren die Ursache, das man in NRW jetzt auch als Imker in die Tierseuchenkasse einzahlen muss,
    wir "sanieren" die Kasse nach der Schweinepest hierzulande.
    Viele Grüße
    Lothar


    Hallo Lothar,
    die einzelnen Kassen sind meines Wissens strikt getrennt.
    Da zahlt jeder für sein eigenes Viehzeug.
    Das merken z.B. gerade die Schafhalter, die in diesem Jahr stark erhöhte Beiträge wegen dieser Impf Geschichte im letzten Jahr haben.
    Gruß Hubert