Angeordnete Varroabehandlung

  • Hallo Christian,
    achte dochmal genau auf die Entwicklung der Volkstärke im Raps und lauf mal öfters durch blühende Felder!



    Ich kann von den letzten Jahren nichts negatives über Raps berichten. Ganz im Gegenteil, die Völker sind im Raps erst richtig erstarkt. Aber vielleicht habe ich auch nur Glück gehabt, wer vermag das schon zu sagen?
    Das ich Glück bis jetzt habe hoffe ich aber nicht, denn ich kann dem Raps hier in meiner Gegend nicht "entkommen" und hoffe daher, dass sich nichts negatives für meine Bienen im Raps befindet.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo Sabine, Hallo Drohn,


    mein Beileid für Eure Völker.
    Mein letztes von 5 hatte vor 4 Wochen den Löffel abgegeben.:-(


    Wenigstens weiß ich, daß es mein Fehler war und kein Gift.
    Macht weiter - es geht nicht ohne!
    Auch nicht ohne euch...


    Ich habe heute 1 Volk abgeholt. Das laß` ich erst mal bis Mai in Ruhe.
    Dann bekomme ich noch eines.
    Und dann dieses Jahr nur Ableger machen und Ausschau nach Schwärmen halten.
    Mit den Feuerwehren umliegender Orte spreche ich noch.
    Baue mir eine Variation des Schwarmfanggerätes a la Henry. (Bring ich zum IFT 2011 mit).
    Auf `ne Leiter geh ich nicht mehr - es sei denn, die steht sehr fest.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Sorry und meine Anteilnahme an alle, die wie ich in diesem Winter starke Verluste hatten und noch haben. Im nächsten Jahr wird alles besser, bestimmt. Noch was an Klaus. 3o Völker an einem Stand ohne Massentracht sind zuviel. Warum muss ich als Anfänger dir sagen? und der Rest ist vielleicht schlechtes Carma. Du sendest das ganze Jahr so unglaublich viel schlechte Strahlung aus, irgendwann erfasst das auch die Bienen. Und genau so, wie sie Angstschweiß riechen, bemerken die auch eine schlechte Aura. Dann noch mieses Carma dazu und Jing und Jang sind komplett durcheinander. Frag mal jemanden, der sich damit auskennt.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sich damit nicht auskennt

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Natürlich, jetzt kommen fernöstliche Ideen ins Spiel. Ist genauso zu bewerten wie der Vorschlag eines "Imkers", ich möge Dächer in Pyramidenform auf die Bienenkästen setzen. Damit könne man die kosmische Strahlung einfangen und dann stimme der energetische Haushalt im Bienenvolk wieder. Infolgedessen hätten Varroamilben keine Chance.


    Was den Stand betrifft, so überlass das mal meiner Beurteilung. Den Stand habe ich seit über zehn Jahren, fast immer mit hervorragenden Honigernten. Wär schon komisch, wenn ich als auf gute Ernten bedachter Erwerbsimker an einen Platz mehr Bienenvölker stellen würde als es der Platz verträgt.


    Gruß, Klaus

  • Hallo Klaus!
    Bei deinen Beschreibungen deiner Situation interessieren mich vor allem 2 Dinge.
    1. wo war der Infektionsherd für die Faulbrut, auf deinem Stand und wenn ja wie hast du dir die Sporen 7 Erreger auf den Stand gebracht?
    2. woher kommt die von dir angegebene permanente Varroabelastung, wenn du wie geschrieben dagegen behandelst?

  • In Zeiten immer knapper werdender Geldmittel erübrigt sich eine solche Diskussion ohnehin von selber, wer soll das denn bezahlen, alle Imker zu kontrollieren? Und wie wollen die mir nachweisen, das ich nicht behandelt habe?
    Und wenn ich doch kontrolliert würde, dann hätte die Behandlung halt aus iregend einem mir unbegreiflichen Grund nicht gegriffen.


    Was mich etwas erschreckt ist die Genugtuung und der Genuss, mit dem Klaus die ganze Sache hier im Forum bringt.


    Da ist wie so oft im Leben ein großer Teil von "ich hab Recht und nur darum gehts" dabei. Und dabei grinst er breit vom Bildschirm.:roll:


    Klaus, glaubst Du wirklich, die Anderen sind schuld? Wir hier haben die größten Zauberer dabei, was die Varroabehandlung betrifft.
    Da wird irgendwann behanelt, zeitlich wird nichts abgestimmt. Ich und ein paar wenige behandeln Anfang Juli, ein Teil Ende Juli und einige sogar erst im August um ja jeden Tropfen Waldhonig zu kriegen.


    Auch heuer wieder so gut wie keine Verlusste und das nicht nur in unserem Verein sondern auch in den Nachbarvereinen.
    Das liegt bestimmt nicht am Können der Imker, was die Varroabehandlung betrifft denn das Druchschnittsalter dürfte so bei 70 Jahren liegen.


    Ich denke, es liegt eher daran, das es bei uns keine Massentrachten gibt. Kein Raps, kaum Mais, oder ähnliches. Pollen gibt es von Ende Jänner bis Ende September ohne Unterbrechung.


    Ich bin grad richtig froh, das ich in Österreich lebe. Unser Land ist ja auch dafür bekannt für Bürokratie offen zu sein aber so was :confused:

  • Hallo,
    zur Zwangsbehandlung möchte ich folgendes sagen. In unserem Kreis werden die Völker kartiert, mit Angaben der Koordinaten. Doch halt, die Anordnung des Veterinärs geschah vordem Bekanntwerden der Schäden. Grund war wohl die von den BSVs geforderte Kartierung wegen der Faulbrutfälle. Da von anderen Kreisen nichts bekannt ist, scheint das nur eine RM-Kreis-Sache zu sein. Von Zwangsbehandlung durch den BSV oder sonstigen Personen ist mir (noch) nichts bekannt. Man sollte keinen ....parolen aufsitzen, denn es hätte nur einen Sinn, wenn dies gleichzeitig geschehen würde. Das ist schlicht nicht durchführbar. Es werden auch nur Standplätze von willigen Vereinmitglieder erfasst. "Wilde" Imker und solche, welche noch nie Zuschuss für Behandlungsmittel beantragt haben wurden noch nie erfasst. Also alles Kokolores.


    Interessanter ist bei mir folgende Beobachtung. In den vergangenen Jahren waren die Pollenbretter beim Einschmelzen ärgerlich. In diesem Frühling, ich sehe noch mal durch, nicht der Rede wert. Bei mir sind verstärkt Ableger abgegangen. Ich hatte sie zum Teil spät gebildet. Ich habe bei zwei Völker beobachtet, dass zei trotz vorhandener Königin vor 4 Tagen noch nicht brüten, trotz feister Königin, aber massiv Pollen fliegen.


    Ärgerlich ist, dass sich Institute bedeckt halten. Wenn wir letztes Jahr so schlau gewesen wären, wie sie in zwei Jahren wissen werden. Dann wären wir nicht so doof. Nächsten Monat ist Konferenz, da wissen wir hoffentlich mehr.


    Das hier propagierte Nichtbehandeln war wohl nicht das optimale. Mit 20 Völkern kann man keine Auslese betreiben, wenn sie auch noch teilweise nebeneinander stehen.


    Hallo Honig, Perizin wurde in BW aus der Förderung gestrichen und im Moment für die meisten Imker nicht greifbar. Man sollte nicht die Leute mit Vermutungen verunsichern. In meinem Falle haben die Thymolvölker die höchsten Verluste. Was gefördert wird bestimmen die Landesverbände.


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Remstalimker () aus folgendem Grund: Gruß an Honig

  • Hallo Werner,
    ich verstehe dich nicht. Die Kampagne im Sommer fand ich kontraproduktiv und habe geschwiegen. Das war mein Fehler. Ich finde, dass wir im Moment sehr alleine stehen und die vielen Verdächtigungen nicht weiter helfen. Will man varroaresistente Völker suchen, müsste man sie einzeln stellen, dass sie sich nicht gegenseitig beeinflussen können. Auch hier wäre nur ein kleiner Fortschritt möglich. Ein Varroavolk killt oft sein Nebenvolk, jedoch nicht immer. Mein stärkstes Volk bekam nach meiner Auffassung Personal eines abgegangenen Volkes im August und hat dies ertragen. Jubelt nicht. Die Imker in unserem Verein haben bei unserer Bienendichte diese Möglichkeit schlicht nicht. Mein vergiftetes Volk lebt noch? Doch die Königin hat das legen gerade eingestellt, fliegt aber massiv Pollen.


    Wenn du das meinst, ich habe von 21 Völker noch 15. Zum Teil nur auf drei Waben. Ist das Gold oder Silber?


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Herbert,


    inzwischen musste ich einsehen, dass komplexe Ideen nicht im einem Forum in abgehackten Stücken sinnvoll weitergegeben werden können. Es braucht den Dialog, und zwar den leibhaftigen, face to face. Dazu bin ich auch jederzeit bereit.


    Ich habe weder die Zeit, noch die Kraft und schon gar nicht die Lust mich gegen irgendwelche Anschuldigungen, seien sie direkt oder indirekt, zu wehren, dann hab ich halt keine Bienen mehr. :wink: Wer sich mit mir vernüftig austauschen will, weiß inzwischen wie ich zu erreichen bin und schafft es auch mich zu erreichen.


    Und deshalb gilt für diesen Platz hier meine obige Aussage.


    Gruß
    Werner
    der mal schnell zu den Bienen seiner heute Abend zu gründenden Imker-AG geht und ihnen beim Polleneintrag zuschaut. Das beruhigt.:cool:

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von honig ()

  • Hallo Werner,


    ich fand einfach im vergangenen Sommer, den Aufbruch: Wir behandeln einfach nicht mehr und die Übertragung amerikanischer Erkenntnisse nicht gut. Hier diskutieren viele Anfänger und die mussten den Eindruck haben. Es geht auch so und die Alten sind halt doof. Mir wäre es auch lieber gewesen, euer Ansatz hätte zum Erfolg geführt. Trotzdem wünsche ich dir und Drohn die Kraft für einen Neuanfang.


    Wenn ich dich persönlich beleidigt habe bitte ich um Nachsicht. Entschuldigungen, habe ich von Dauertätern zu viele gehört und geben keinen Sinn.


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ich glaub, ich habe vergessen einige Smilis zu setzen, ich hole es nach, find aber keine für verschmitzt schauen, ich nehm mal diesen hier:wink:.


    Vielleicht hätte ich auch zwei anstatt einer Zeile schreiben sollen, dann hätte man besser zwischen den Zeilen lesen können.:u_idea_bulb02:


    Gruß
    Werner

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Hallo Herbert,


    Du stempelst hier ab - zu Unrecht. Imker verlieren ihre Völker mit und ohne Behandlung. Und die Symptome sind sehr atypisch.


    Ich kenne Imker, die mit verschiedenen Behandlungsmitteln arbeiten, Perizin, Ameisensäure, Oxalsäure - und auch an verschiedenen Ständen mit unterschiedlichen Behandlungsmitteln. Diese Imker hatten bis vor ein-zwei Jahren Null Verluste. Kein Volk gingen diesen Imkern ein, weil sie schon 20, 30 und mehr Jahre mit hohen Völkerzahlen imkern. Über 50 und 80 Völker.


    Die Verluste sind daher nicht einseitig auf der Seite der Nichtbehandler zu verbuchen, sondern auch bei Behandlern und bei Falschbehandlern.


    Den schwarzen Peter auf die Nichtbehandler zu schieben, ist eher politischer Natur - weil es einen Sündenbock geben muss.


    Die Amerikaner sind nicht dumm und wenigstens forschen sie wissenschaftlich weiter an den Ursachen. Bisher deutet alles darauf hin, dass der Cocktail an Varroaziden und Pflanzenschutzmittel einfach zu viel ist für die Bienen.


    Siehe:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=20133&p=225730#post225730


    Sind solche Ergebnisse nicht aussagekräftig? Die Behandlungspflicht hat das Potential die Bienen entgültig auszuradieren, wenn es stimmt, dass die Varroazide Teil des Problems sind.


    Die Bemühungen ernsthafter und aufrichtiger Menschen hier, sind also nicht in der Art zu diffamieren.


    Viele Grüße
    Bernhard