Angeordnete Varroabehandlung

  • alfons ,
    letztes Jahr war die Sommerbehandlung aber eher nicht aussagekräftig und viele haben sich wohl in Sicherheit gewogen, da im Juli eher weniger Milben gefallen sind. Der lange warme Herbst und die damit lang anhaltenden Brutzyklen waren für die Milbe optimal. Wer da nicht genau aufgepasst hat, dem sind die Völker zusammengebrochen. Eine nicht zu leugnende Veränderung stellen meiner Meinung nach die Viren dar, die eine viel stärkere Rolle gespielt haben. Bienen die infeziert sind, stecken über den Futtersaft die Laven schon mit Viren an und dann schlüpfen schon kranke Bienen, die zu Beginn oder während des Winters nicht genug Wiederstandkraft haben.
    Ich höre von sehr vielen Imkern, dass starker Totenfall bei vielen Völkern zu beobachten ist.
    Da müssten die Institute ihr Augenmerk darauf richten. Ich denke das da die Umweltbedingungen (Insektizide) starke Auswirkungen haben.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von beehead () aus folgendem Grund: RS

  • Deshalb fordere ich die Zwangsbehandlung für alle, die über Völkerverluste durch Varroa jammern. Wenn man sich erst mal selbst eingesteht vielleicht einen oder mehrere Fehler gemacht zu haben, wird man es das nächste mal besser machen. Wer uneinsichtig sich keine Fehler eingesteht, der braucht mehrere Jahre Zwangsbehandlung, damit er es kapiert.
    Viele Grüße
    Pappnase Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • @A... Der lange warme Herbst und die damit lang anhaltenden Brutzyklen waren für die Milbe optimal. Wer da nicht genau aufgepasst hat, dem sind die Völker zusammengebrochen. Eine nicht zu leugnende Veränderung stellen meiner Meinung nach die Viren dar, die eine viel stärkere Rolle gespielt haben. Bienen die infeziert sind, stecken über den Futtersaft die Laven schon mit Viren an und dann schlüpfen schon kranke Bienen, die zu Beginn oder während des Winters nicht genug Wiederstandkraft haben.
    Ich höre von sehr vielen Imkern, dass starker Totenfall bei vielen Völkern zu beobachten ist.
    Da müssten die Institute ihr Augenmerk darauf richten. Ich denke das da die Umweltbedingungen (Insektizide) starke Auswirkungen haben.


    beehead


    Hallo,
    dann wird doch hoffentlich auch jeder importierte Kunstscharm einzeln auf Virenbefall etc. geprüft. :wink:
    Oder glaubt man in BW das sei weniger wichtig?
    Grüße
    Thomas

  • ... Oder glaubt man in BW das sei weniger wichtig?
    Grüße
    Thomas


    Richtig! Das ist dann das Thema im nächsten Jahr ...
    ... Da will man ja schließlich auch noch Arbeit haben wenn die Varroa auf der roten Liste steht!:daumen:


    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo Zusammen,
    das ist es was ich an unserem Forum so liebe.
    Einer springt vor (" Information aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen") und eine ganze Herde springt hinter her. Oder fällt drauf rein? War einer von denen dabei als es angekündigt wurde?


    Ich zitiere einmal aus meinem Aufschrieb:
    Das Varro-Bekämpfungskonzept BW wird für 2010 optimiert.
    Optimierung bedeutet dabei dass feste Termine im Konzept genannt werden:
    1. AS Behandlung spätestens am 31.7. (Verdunster)
    2. AS-Behandlung spätestens am 30.8. (Verdunster)
    3. OX-Träufel spätestens 30.11.
    Die zweite AS auf jeden Fall durchführen auch wenn bei der AS vermeintlich keine oder wenige Milben abfallen.
    Alleine bei Völker in einer späten Tannentracht könnte etwas später? mit der 1. AS Behandlung begonnen werden.


    Der WUNSCH der Konzeptväter ist, dass es eine ALLGEMEIMVERFÜGUNG der Veterinärbehörde hier zu geben SOLLTE.


    Ich glaube keiner der Konzeptväter denkt an die unrealistische Möglichkeit, dass die Vorgaben dieses Konzeptes behördlich überwacht werden sollen bzw. überwacht werden können. Dies ist und kann nur ein Appelle an die Imker sein, entsprechend diesem Konzept zu verfahren.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Servus Icebird,

    danke für die Klarstellung.
    Das liebe ich auch an dem Forum, da gibts immer wieder einen der alle wieder auf den Boden der Tatsachen holt.:-D

    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Nun, da fehlt zum Beispiel folgende Aussage von Dr. Rosenkranz:


    "Das System Varroa-Biene ist empfindlicher geworden, die Varroa wird virulenter." Das Bekämpfungskonzept funktioniere grundsätzlich, eine Optimierung sei aber notwendig. Nun wird darüber nachgedacht, die Bekämpfung per Allgemeinverfügung durch die Veterinärämter vorzuschreiben. "Dann können wir uns die Imker, die nichts machen, zur Brust nehmen."


    Ich hoffe da auf den letzten Satz.


    Und mal nebenbei, ich habe letztes Jahr an einem Stand die Faulbrut gehabt. 30 Völker insgesamt, im Naturschutzgebiet mit Stadtrandlage ohne Landwirtschaft gelegen. Der Stand wurde noch im späten Frühling per KS-Verfahren saniert, gleichzeitig mit OS entmilbt und später im Juli/August noch mit AS behandelt. Auch da fiel im Spätsommer eine Milbenmenge, die es so nicht hätte geben dürfen.


    Natürlich immer mit Begleitung des VetAmtes und BSV. Im Herbst war Heike Aumeier da und sah im Oktober noch den kompletten, durchschnittlich auf 8-10 Dadantwaben sitzenden Völkerbestand. Zwischen Weihnachten und Neujahr erfolgte die OS-Behandlung i.S. Restenmilbung. Es fielen etwa 100 - 200 Milben.


    Letzten Freitag war der Vet-Amtsleiter samt weiterem Amtstierarzt plus BSV da und es sollten zur Abschlußuntersuchung die Futterkranzproben gezogen werden.


    Von einstmals 30 eingewinterten Völkern lebten noch 14, davon fünf in einem akzeptablen Zustand. Der Rest hyperaggressiv und nervös von den Waben laufend. Es war in allen Völkern genug Futter vorhanden, keines ist verhungert.


    Die fünf Völker, die im vergleichsweise akzeptablem Zustand waren (von "gut" ist nicht die Rede!), haben kaum handtellergroße Brutflächen und sind von 8-10 besetzten Dadantwaben auf 5 zusammengeschmolzen.


    Über die Faulbrut bin ich im nachhinein sogar froh, denn dadurch sind alle Maßnahmen in Absprache und Kontrolle mit den zu beteiligenden Stellen durchgeführt worden.


    Sie bestätigten mir am Freitag ausdrücklich, daß sie in den von mir durchgeführten Maßnahmen und imkerlichen Tätigkeiten nicht auch nur den geringsten Anhaltspunkt sehen, aufgrund dessen ein solcher Verlust hätte auftreten dürfen. Wohl aber sehen sie es ähnlich, was die Qualität der Varroabehandlung durch die Imkerschaft betrifft.


    Deswegen finde ich es gut, wenn erst einmal der offensichtliche Fehler (mangelhafte Varroabehandlung der Umgebung) angegangen wird.


    Gruß, Klaus

  • denn dadurch sind alle Maßnahmen in Absprache und Kontrolle mit den zu beteiligenden Stellen durchgeführt worden.


    Sie bestätigten mir am Freitag ausdrücklich, daß sie in den von mir durchgeführten Maßnahmen und imkerlichen Tätigkeiten nicht auch nur den geringsten Anhaltspunkt sehen, aufgrund dessen ein solcher Verlust hätte auftreten dürfen. Wohl aber sehen sie es ähnlich, was die Qualität der Varroabehandlung durch die Imkerschaft betrifft.
    Deswegen finde ich es gut, wenn erst einmal der offensichtliche Fehler (mangelhafte Varroabehandlung der Umgebung) angegangen wird.
    Gruß, Klaus


    ....korrigiere mich bitte wenn ich Dich falsch verstehe.
    Deine Ausführungen in einem Satz zusammengefasst heißt : mangelhafte Varroabehandlung der Umgebung ....sprich : Schuld sind die anderen.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ach Klaus,...


    ... Du hast ganz recht !


    Die Welt ist ganz erbärmlich schlecht . :cry:
    Ein jeder ist ein Bösewicht,
    ... nur Du und ICH natürlich nicht.


    gruß Finvara :wink:

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Herr Maresch, Herr Maresch,


    wenn die Behandlung so super war, das Ergebnis aber unter suboptimal,
    dann......könnte es vielleicht an einer nicht angepassten Biene liegen:u_idea_bulb02:.


    Nicht soooooviele Kunstschwärme aus Südeuropa einsetzen:lol:.


    Rät ein Mitbioländler.

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.