Bergwinkel - Beute für DNM - aber welche???

  • Hilfe,
    ich imkere seit zwei Jahren auf "geerbten" Beuten mit DNM, habe in der Imkerschule jetzt die Beuten von Bergwinkel kennengelernt und möchte mir so peu a peu neue Beuten leisten. Welche würdet ihr mir empfehlen? Ich möchte bei DNM bleiben, weil ich alle Rähmchen in diesem Format habe. Es gibt bei Bergwinkel Beuten in a) DNM mit Griffmulden b) Zander nach Herold für 12 DNM c) Herold mit 12 Rähmchen DNM und d) Magazinbeute auch für 12 DNM.
    Praktisch erscheint mir bei den anderen außer der DNM-Beute die Griffleiste zu sein. Als Frau braucht man doch etwas Power zum Anheben. Das gelingt - glaube ich - mit den Leisten besser. Gibt es sonst noch Argumente für oder wider die ein oder andere Beute?:Biene:
    Bin schon sehr gespannt auf Eure Antworten.
    LG
    Maggy

    Man sollte sich nicht über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann !

  • Hallo Maggy,
    Griffmulden halte ich persönlich für unpraktisch.
    Mir macht es keinen Spaß, schwere Magazinzargen nur mit den Fingernägeln zu balancieren.
    Die kombinierten Zargen (10 Zander, 12 Normalmaß) haben den Nachteil, das sie Querbau haben.
    Die Waben schlagen beim Heben, etwa bei den vielbeschworenen Kippkontrollen zur Schwarmstimmungerkunung, gegeneinander.
    Zudem ist im Längsbau die Überwinterung einfacher, da die Bienen besser die Waben wechseln können.
    Zwölf Waben je Zarge halte ich für zuviel, weniger ist mehr!
    Also: Griffleisten, höchstens elf Waben, Längsbau.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Maggy,


    Zander und Langstroth haben pro Zarge fast die gleiche Wabenfläche. Wir haben uns daher für Zargen entschieden, die 10 - 11 Langstroth oder 12 - 13 DNM fassen. Derzeit nutzen wir die Zargen so, dass DNM im Kaltbau/Längsbau stehen, was bei uns nur durch den Boden beeinflusst wird.


    Nachteil ist, dass Du von August bis April ein geteiltes Brutnest durch die beiden Magazine hast, was bei strenger Bio-Imkerei nicht zulässig ist.


    Vorteil ist, das Du durchgängig mit 2 Zargen im Betrieb auskommst. Bei starker Tracvht brauchst Du eine zweite Honig-Zarge. Insgesamt also pro Volk 4 Zargen um eine zum Wechseln in Reserve zu haben.


    Griffleisten würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen, da damit auch der Einsatz einer Hebehilfe recht einfach ist.


    Grüsse sendet


    Petra

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  • Gibt es sonst noch Argumente für oder wider die ein oder andere Beute?


    Hallo Maggy!


    Ich habe selbst auch zwei Bergwinkelbeuten mit DNM im Einsatz. Und zwar
    a) DNM mit Griffmulden
    Was mir daran gut gefällt:
    - Professionell gebaute leichte Magazine.
    - Waben im Kaltbau angeordnet
    - Hoher Boden mit Belüftung von unten möglich
    - Mit dem Kauf von Bergwinkelbeuten fördere ich die Behindertenwerkstätten im Bergwinkel (Schlüchtern)


    Nachteil aus meiner Sicht:
    - Bodenrückseite ebenfalls mit Lüftungsgitter
    Da ich die Magazine in Freilandaufstellung nutze, habe ich das hintere Lüftungsgitter am Boden durch eine geschlossene Leiste getauscht, die ich mir selbst gebaustelt habe. Es gibt bei Freilandaufstellung sonst zu viel Lichteinfall von der Rückseite und die Bienen suchen dann ständig dort nach einem Ausgang.


    Falls dir die Griffmulden speziell beim Heben schwerer Honigräume Probleme bereiten, kannst du dir doch einfach selbst noch Griffleisten seitlich dranschrauben. Nach meiner Erfahrung sind die Griffmulden aber (selbst für meine großen Männerhände) tief genug. Ich hebe damit die Magazine nicht "nur mit den Fingernägeln", sondern die Auflagefläche an den Fingern ist ähnlich groß wie bei Griffleisten.


    Ich habe die Beuten vor Ort in Schlüchtern persönlich abgeholt und mir dabei die verschiedenen Möglichkeiten für DNM angesehen. Bei allen Formen, die komibiniert für DNM und Zander gebaut sind, ist DNM nur im Warmbau (d.h. Waben verlaufen in der gleichen Längsrichtung wie das Flugloch) möglich. Ich möchte jedoch keinesfalls im Warmbau imkern. Deshalb sind diese Beutenformen für mich von vornherein ausgeschieden.


    Ich habe mich schlußendlich noch für den Kauf von Blechdeckeln von der größeren Form Zander/DNM entschieden. Diese Deckel haben bei den kleineren DNM-Beuten einen Dachüberstand, von dem das Regenwasser gut abtropft und dadurch die Fläche der Beute sowie der Eingangsbereich am Flugloch eher trocken bleibt.


    Gruß, Sammler

  • Es gibt keine ideale Beute. Bergwinkel hat Details, die bei anderen Anbietern besser gelöst sind und umgekehrt. Ich bin für ein Mischen von Beutenteilen verschiedener Anbieter, was nicht immer einfach ist. Bergwinkel zB. hat bei bestimmten Beuten Details, die einem einen Umstieg auf andere Anbieter erschweren. Zufall?

  • Bergwinkel hat Details, die bei anderen Anbietern besser gelöst sind und umgekehrt. Ich bin für ein Mischen von Beutenteilen verschiedener Anbieter, was nicht immer einfach ist. Bergwinkel zB. hat bei bestimmten Beuten Details, die einem einen Umstieg auf andere Anbieter erschweren. Zufall?


    Hallo Summ,
    ich denke das haben andere Hersteller auch. Versuch doch mal Magazineteile von Weber und Wagner zusammen zu verwenden ! Die Maßabweichung von 520/420 aif 509/426 ist da nicht das Problem ! Beim einen ist es der Boden wo die Zarge des anderen nicht draufpaßt, dann die Verrutschsicherungsleiste an der Zarge, dito Absperrgitter im Holzrahmen etc....
    Dabei wollte ich, das alles zusammen paßt.
    Grüße
    Thomas

  • Vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe mich jetzt tatsächlich für die Zander-Beute von Bergwinkel nach Herold entschieden und werden derzeit erstmal mit DNM darauf imkern. Bin selbst sehr gespannt, wie das läuft. Laut Pia Aumeier ist es den Bienen egal, ob Kalt- oder Warmbau. Mal sehen.
    Die Beuten sind jetzt eingetroffen, werde die Bienen beim nächsten guten Flugwetter umsetzen. Hat jemand Tips, wie sich das am besten bewerkstelligen lässt? Mit Propolis einschmieren, vielleicht?
    LG
    Maggy

    Man sollte sich nicht über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann !

  • Hallo,


    gaaanz einfach. Alte beute zur seite versetzen. Neuen Boden so aufstellen das ehemalieges und neues Flugloch ungefähr an gleicher stelle liegen. Dann bei der alten Beute mit den Rähmchen aus der untersten Zarge beginnen, also alte Beute öffnen, obere Zargen bei seite. Dann die Waaben einzeln oder im 3er Block umsetzen. Dabei auf die Position achten, Waaben nach möglichkeit nicht vertauschen. Das umsetzen einzelner Waaben hat den Vorteil das du jede Waabe genau betrachten kannst. Das umsetzen im 3er Block hat den Vorteil das die Bienen meiner Meinung naach ruhiger bleiben beim Umsetzen.
    Dann 2. zarge auf neue Beute setzen, nächste Waaben umsetzen. Solange wiederholen bis alle waaben umgesetzt sind. Nun die restlichen Bienen aus den alten Zargen in die neue Beute abstoßen. Wen Deckel schon zu reicht auch vor die Beute.
    Ein behandeln der Neuen Zargen ist meines Wissens nicht norwendig. Mein Vater und Opa aben aber die Bienenkörbe für einen neuen Schwarm immer mit Gras ausgewischt. Aberumsetzen ist ja nicht einschlagen....



    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Miteinander,
    mit Gras auswischen habe ich auch noch gelernt.
    Soll den Holzgeruch angenehmer für die Bienen machen.
    Warum nicht, ist ja nur etwas Mehrarbeit, aber fällt nicht allzusehr ins Gewicht.
    Minze geht auch ganz gut dafür.
    Viele Grüße
    Lothar

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    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Doch Summ,
    normalerweise ziehen Bienen doch in Modderholz,
    nicht dieses staubtrockene und frisch riechende Holz.
    Auch ein Grund, warum man früher lieber gebrauchte Beuten oder Körbe nahm.
    Viele Grüße
    Lothar

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