Endlich +16°c

  • Hallo,
     
    ich habe an den letzten Tagen alle Völker auf Weiselrichtigkeit und Futtervorrat kontrolliert.
    Alle 7 Einzarger und 7 Doppelzarger haben den Winter überstanden.
    Allerdings habe ich bei einem Volk eine ungezeichnete! Königin mit Drohnnbrut festgestellt, das war eindeutig.
    Wie in jedem Frühjahr gibt es stärkere und schwächere Einheiten, aber keine Ausfälle wegen Varroa.
    Einige Ableger werde ich verkaufen, alle Kaufwünsche konnte ich aber nicht befriedigen.
     
    Ich werde deshalb meine Strategie gegen die Varroa beibehalten:
     
    - Drohnenwaben verdeckelt schneiden (6-8 St., die Drohnen der 1.Wabe schlüpfen lassen)
    - 2 Ableger/Volk mit vorwieg. verdeckelter Brut bilden und nach Schlupf behandeln (OS oder MS)
    - nach Abschleuderung sofort AS mit Schwammtuch,Einfütterung,AS,Einfütterung,AS, Einfütterung...
    Windelkontrolle ergab im letzten Jahr 4 x AS von Mitte August bis Mitte September
    - Winterbehandlung! mit OS aber nicht schon im November dezimiert die Varroapopulation auf ein
    Minimum
    - Drohnenwaben verdeckelt schneiden (6-8 St., die Drohnen der 1.Wabe schlüpfen lassen)
    .....
     
    Bei der Durchsicht in diesem Jahr musste ich feststellen, dass minimalst ! kleine aber vorwiegend verdeckelte Brutflächen in allen Völkern vorhanden waren. ( Am 26./27.2. war mäßiger Bienenflug und danach sehr kaltes Wetter bis letzten Dienstag +2°C am Tag im wärmsten Teil von Sachsen )
    Durch den langen Winter hat die Bruttätigkeit sehr gelitten und ich kann nur hoffen, dass die phänologische Entwicklung nicht wieder wie im letzten Jahr verstärkt am 1.April einsetzt.
    Wer hat ähnliche Beobachtungen gemacht ?

  • Bin etwa 50 km von dir entfernt und habe vergleichbare Ergebnisse vorgefunden. Jedoch kann ich sagen, dass die Völker, welche sehr stark sind offensichtlich im letzten Februardrittel in Brut gegangen sind und diese Brut jetzt ausläuft. ( habe am 18.03. nachgesehen). Jedoch danach eine völlige Brutlücke aufgetreten ist und zum Kontrolltermin fast ausschließlich Stifte, keine offenen Maden vorhanden waren. Also die nächsten 3 Wochen werden die Völker nur zusammenrutschen. Hoffen wir das sie trotz der anstehenden natürlichen Reduktion ein ausreichend großes Brutnest halten können um noch in Tritt zu kommen.

  • Ich habe 11 Ableger (einzargig) und zwei Altvölker zweizargig überwintert. Ein Ableger war bei der Durchsicht weisellos, aber schon drohnenbrütig.
    Die anderen zeigen ein ähnliches Brutbild wie Du beschrieben hast: wenig verdeckelte Brut, kaum Larven und handtellergroße Flächen auf 2-3 Waben bestiftet (18.3.).


    6 Ableger waren ziemlich stark (8-9 Gassen), so dass ich da keine Bedenken beim Massenwechsel habe. Die anderen 5 sitzen auf je 4-6 Gassen - hatten z.T großen Totenfall (Ursache ist fraglich: der einzige Ableger, den ich auf geschlossenem Boden überwinterte hatte den meisten Totenfall - evtl. Ursache für hohen Totenfall ?).


    Interessant: Ich habe im Sommer drei Königinnen von einem befreundeten Imker von rund 100km zugekauft, um eine Inzucht an meinem Stand zu vermeiden. Diese Völker sind merklich nicht so gut aus dem Winter gekommen (hinsichtlich Volksstärke, aktuelle Bruttätigkeit). Ein Argument für Lokal"rassen" oder nur Zufall ?


    Meine Varroabehandlung: Kein Drohnenschneiden, AS-Schwammtuch sofort nach Abschleuderung (2-4 mal je nach Bedarf), Thymovar im Herbst und dann Oxalsäure (Träufelmethode) am 24.12. Varroafall liegt jetzt bei 1-2 pro Woche.


    Weiter werfe ich konsequent jede dunkle Wabe raus.

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