• Hi,


    von meinen 3 Völkern ist ja nur noch eins übrig geblieben nach dem Winter. Heute hab ich einen der Trauerfälle abgeräumt und zu mir nach Hause geholt. Neben den Leichen im Boden waren kaum Tote auf den Waben zu sehen. Die meisten Bienen scheinen abgeflogen zu sein. Zum Jahreswechsel waren sie noch aktiv, hatten aber massiven Milbentotenfall.
    An einer Stelle auf einer Wabe sind welche verhungert, steckten zumindest noch kopfüber in den Zellen. Das waren aber nicht viele, 50-60 Stück vielleicht. Die untere Zarge ist fast leergefressen, in der oberen stecken noch jede Menge volle, zum Teil nicht verdeckelte Futterwaben.


    Auch im verstorbenen zweiten Volk: einige Tote auf dem Boden und jede Menge Futter in den Waben, zum Teil auch nicht verdeckelt. Nun stellt sich die Frage, wohin mit den Waben? Wenn sie komplett verdeckelt wären, könnte man sie nochaufbewahren, oder? Hab überlegt, ob ich sie einschmelze (mit nem Dampfentsafter). Würde wohl eine klebrige Angelegenheit werden. Oder dem verbliebenen Volk hin und wieder eine Wabe davon geben? Aber eigentlich sollten die noch genug haben (hab mich aber auch noch nicht getraut, intensiver in die Kiste zu gucken). Ausschleudern wäre noch eine Möglichkeit. Kann man diesen "Futterhonig" bis zur nächsten Fütterung lagern?


    Was meint ihr?


    Gruß
    Dirk

  • ... Kannst du.
    Die Völker sind , nach deiner Beschreibung zu urteilen, ein Opfer der Varroa.


    Schleudere die Waben aus, vorher ein /zwei Tage ins warme stellen, und lagere das ganze wie Honig . ( Wenn der Wassergehalt stimmt !!! Sonst mußt du einfrieren.) So hast du gleich fertig invertiertes Winterfutter für dieses Jahr.


    Ich mache das in solchen Fällen allerdings so das ich die Waben gründlich zerkleinere. ( Leerstellen werden ausgeschnitten.) Den ganzen Matsch friere ich in kleinen Portionen ein, ( Gefrierbeutel ) . So habe ich stets einen Vorrat an hochertigem Reiz und Startfutter insbesondere für Schwärme , Ableger usw. .
    Auf diese Art bleibt der Pollen den die Bienen im Herbst eingelagert haben im Honig was den Nährwert und die Reizwirkung enorm erhöht. Bei Bedarf schneide ich einen Beutel oben auf , stelle ihn in eine Schale und die Bienen trennen von allein Wachs und Honig. Das was übrigbleibt wird dann eingeschmolzen.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Bei unklaren Todesursachen eines Volkes würde ich die Waben bienendicht verpacken. Und in den Müll werfen.
    Wegen welches minimalen Gegenwertes einer Futterwabe ein weiteres Volk riskieren? Und volle Futterwaben auszuschmelzen? Nee, danke. Dann lieber klare Kante.
    Wir wissen noch so wenig um die Zusammenhänge der Völkerverluste, aber definitiv genug, um die nicht immer pauschal auf die Varroa schieben zu können.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich habe diese Waben komplett in großen Plastiktüten eingefroren und
    anschließend meinen Ablegern zugehängt
    (meine Ableger leben alle noch :oops: )

  • (meine Ableger leben alle noch :oops: )


    Glaube ich ja gerne. Ich meinte mit meinem Einwand auch eher unklare Fälle. Das muss halt jeder selber beurteilen. Und in den wahrscheinlich vielen nicht eindeutigen Fällen lieber weg mit dem Zeug.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hi,


    Waben einfrieren wird leider nicht gehen, da unser Gefrierschrank 1. meistens ziemlich voll ist, 2. da auch nicht besonders viele Waben reinpassen würden und 3. ich dann wohl auch ein Veto von meiner mir Angetrauten bekommen würde.


    Heute kam ein Newsletter aus Celle, in dem eine "Leichenschau" beschrieben wurde (auswaschen im Marmeladenglas), um rauszufinden, ob Völker an Varroa gestorben sind. Meine Probe war negativ. Keine einzige Milbe zu sehen. Ich vermute also, daß zumindest bei Volk 2 eher geringe Volksstärke und kein Kontakt mehr zum Futter die Todesursache war.


    Ein Kollege vermacht mir seine alte Schleuder, vielleicht dreh ich die Waben da mal durch. Den Wassergehalt des Futters krieg ich raus. Ich arbeite ja für ein Lebensmittellabor, die sehr viel Honiganalysen machen. Und die waren ganz heiß drauf, mal Futterhonig zu analysieren.


    Gruß
    Dirk

  • So wie du die Ausfälle beschrieben hast sind die für mich zu 100 % an der Milbe gestorben.
    Das heisst für mich die Waben sind problemlos weiter zu verwenden.
    Da du in zwei Monaten Ableger machst oder welche kaufst freuen die sich über ein gewisses Startkapital.
    Ich würde und habe oft die Waben Bienendicht verstaut.Die werden bis dahin nicht schlecht und die Motten gehen an Futterwaben nicht ran . Den Rest einschmelzen oder sogar verbrennen.Vor allen Dingen die mit den Toten Bienen.
    Deine Varroabehandlung gehört überdacht.
    Gruss
    Jürgen

  • Hallo zusammen,
    da meine Völker anscheinend doch eher an zuviel Viren zusammengebrochen sind, soll ich die Futterwaben vor der weiteren Verwendung mit 60 %-iger Essigsäure besprühen. Hat das schon jemand gemacht? Bleiben da keine Rückstände? Habe insgesamt ca. 160 kg Futter aus insgesamt 10 Völkern.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi