Woher kommt der Nektar?

  • Auch bei mir war heute bei sonnigen 15°C großes Fliegen angesagt - optimale Bedingungen um endlich mal reinzuschauen weil ich doch nach diesem langen und heftigen Winter echt Sorge hatte.
    Quintessenz: Die Sorge war unbegründet - die Völker sind stark, offensichtlich gesund (keine Hinweise auf Nosema o.ä.) und hatten noch erstaunlich große Futterreserven. Hätte ich nicht gedacht - schließlich waren nur die hier üblichen 14 kg Apiinvert eingefüttert worden; allerdings hatten sie sicherlich in den großformatigen Waben noch einige Kilo guten Honigs gelagert.
    6 der 8 Völker sind wirklich stark; zwei sind schwächer aber scheinen auch trotz Königin kaum Brut zu haben - womöglich ein paar Spätzünder. Habe sie mit ein paar Pollen- und Futterwaben gepäppelt.
    Beim Ziehen überschüssiger Futterwaben war ich sehr überrascht daß sich in den Völkern erstaunliche Mengen offenbar dünnflüssigen Nektars befand - angesichts des Umstandes, daß sie zuletzt am 25.2. flogen und die Temperaturen ansonsten im Keller waren.
    Woher haben die den nur? Was blüht den so früh?


    Heute kamen sie mit erstem Pollen rein, der ist offensichtlich von Krokussen (tief dottergelb) aber die Weiden kommen bestimmt auch bald. Es ist wahrlich eine Freude diese Frühlingsboten zu sehen (auch wenn sie überall Kotspritzer hinterliessen...besonders der frisch geputzte Smoker zog sie magisch an...)


    Melanie

  • kann es sein, dass die sich jetzt mit Wasser einen Teil ihrer Vorräte "aufbereiten"? An Necktar glaube ich eigentlich nicht...


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Wieviel fütterst du ein? 14 kg? Ich habe etwa 7 kg Zucker eingefüttert. Die Völker haben noch etwa 3 Waben Futter. Trotzdem haben gute Volker etwa 4 -5 Waben Brut und offensichtlich trotz des kalten Wetters der vegangenen Tage durchgängig gebrütet denn es ist ne Menge verdeckelte Brut, gerade schlüpfend dabei. Ich hoffe sie verarbeiten dieses Winterfutter möglichst schnell um dann sauberen, zuckerfreien Honig zu bekommen. Aber wie soll das bei soviel Winterfutter gehen wie du anbietest?

  • 7 kg.


    Dann wären meine lange tod. Beendigung der Einfütterung 12. 09. 09.
    Bis 27. 02. 10 tws. 10-13 kg verbraucht. Das Gros in der Zeit Sept. bis Nov.


    Arbeitest Du im Hinterbehandler, einräumig übern Winter?


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Erzgebirgler () aus folgendem Grund: Sorry. 27.02. statt 27.3. !! Soweit sind wir noch nicht..

  • Ich habe Oberbehandlungsbeuten mit Nomalmaß. Ich überwintere immer nur mit 9 Waben. Wenn sie zur Behandlungszeit mit AS im Herbst zu stark sind und nicht rein passen stelle ich noch eine leere Zarge auf, ohne Waben. Darein kommt die Flasche mit AS. Der Honig aus der Spättracht und das Futter füllen in der Regel alle Waben. Heute habe ich sogar jedem Volk eine noch volle Wabe entnommen und durch eine angefeuchtete Leerwabe ersetzt, direkt ans Brutnest dran gehangen.
    Daneben kommt eine aufgerissene Futterwabe, auch mit warmen Wasser eingesprüht. So hoffe ich um den 10. -15. 04. dann den Honigraum geben zu können. Wer das nicht schafft wird entfernt.
    Alle haben noch Futterteig aus Rapshonig bekommen. Nun muß ich warten. Aber mir sind noch nie die Völker verhungert und ich arbeite so seit 1972. Solche großen Futtermengen bekomme ich garnicht in diese 9 Waben. Wie stark sind denn deine Völker? Was machst du mit dem Überschuß das verdirbt doch den Honig.

  • Hallo Melanie,
    könnten das entdeckelte Flächen sein?
    Irgendwann müssen die Mädels ja an ihre Vorräte.
    Viele Grüße
    lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Bienenhalter,
    dafür brauchen wir aber nicht jetzt mit Rapshonigfutterteig an die Völker...
    Was hättest Du gemacht, wenn das Wetter jetzt nicht umgeschlagen hätte?
    Ich kann mich auch an eine Wetterlage erinnern, wo wir bis Mitte Mai jeden Tag Frost hatten.
    Standard ist doch heute zweizargige Überwinterung, pro Wabe etwa ein Kilo Futter plus Eigenvorräte.
    Und lieber vor der Frühtracht Futterwaben entnehmen, als Nachfüttern.
    Nachfüttern verbraucht zu viele Altbienen, die man doch lieber in der Tracht verbraucht.
    Zu den Futtermengen hier :
    Melanie hat einandhalbhohe Normalmaßwaben.
    Da braucht man schon mehr Futter.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    der Futterteig ist nicht notwendig als Nachfütterung, trotz der Menge von ca. 7kg, sind noch 2 -3 Waben Winterfutter da. Wie schon gesagt ich nehme immer jetzt überflüssiges Futter raus, bzw. öffne die Verdeckelung und gebe Futterteig. Die aufgerissenen Waben tragen sie innehalb von 1 -2 tagen um und bringen Futterkränze in ihr Brutnest. Der Futterteig ist für dieTage danach. Bisher konnte ich die von dir beschriebenen Nachteile noch nicht feststellen.

  • Stimmt schon Meli!


    Konnte heut auch schon frischen Nektareintrag sehen. Krokuse geben auch Nektar ab und evtl. kann auch schon ein wenig Weide dabei sein. Voriges Jahr, trugen sie Ende März viel Weidennektar ein, so daß man schon in der 1. Aprilwoche die Honigräume geben konnte. Die Natur explodiert nun, ich glaub ich hab meinen ersten Sonnenbrand auf der Platte.


    Gruß Simon

  • @ Bienenhalter
    Ich habe heute einen Teil der Futterwaben entfernt - mit 14 kg liege ich allgemein eher niedrig; viele Kollegen empfehlen 28 kg!


    @ Lothar und Hagen
    Zunächst dachte ich auch es seien offene Futterwaben - kurios aber, daß die Waben weit aussen lagen; zum Teil waren es nur teilweise ausgebaute Mittelwände. Als ich eine dieser Waben abstoßen wollte schwappte die "Suppe" aber dünnflüssig auf den Boden. Einmal verkostet - süß!
    Meine bisher beste Erklärung ist daß es sich um Waben handelt, die von den Bienen bereits geleert wurden aber die noch einen Rest Winterfutter enthielten der bei der feuchten Wtterung kräftig Wasser zog - da im Außenbereich liegend wurden diese Waben weder erwärmt noch leergefuttert; die Traube saß ja auf der anderen Beutenseite.
    Das hat natürlich leider auch tierisch Räuberei ausgelöst als diese süße Kleckerei passierte - da mußte ich mich eilen alles erstmal ins Bienenhaus zu schaffen und jetzt ist da aufräumen angesagt.


    Herzliche Grüße
    Melanie

  • :lol: Yepp, ich wollt's grad schreiben: das ist offenes Futter, was Wasser gezogen hat....:wink:
    Hier sind die Salweiden noch nicht mal halb offen, und die Krokusse brauchen auch noch zwei solcher Tage...und die Vorhersage sagt Regen...:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich habe Oberbehandlungsbeuten mit Nomalmaß. Ich überwintere immer nur mit 9 Waben. ...... Der Honig aus der Spättracht und das Futter füllen in der Regel alle Waben. ......


    o. k., wenn Du auf 9 Waben und mit Spättracht überwinterst, dann kann das vielleicht hinkommen. Leider sehe ich nicht im Profil, wo Du imkerst. Zwei Völker von mir hatten auch nach dem Einfüttern noch Zuwachs... vielleicht aus der balsamine, vielleicht aber auch aus den Nachbarvölkern.
    Spättracht ist hier nichts ausser Balsamine. Trotz 560 Höhenmeter werden die Wiesen 3 mal gemäht, nochmals beweidet und Restflächen geschlegelt, damit "keine Wildnis" entsteht.


    Ich selbst, da Neuling, habe mir die einräumige Überwinterung nicht zugetraut und wollte mit 2 Zargen und genügend Futter sicher gehen, auch bei den Völkern, die ich hätte vielleicht auf eine Zarge einengen können. Bis jetzt hat es funktioniert. Alle noch da. Futter muss natürlich raus... aber noch nicht jetzt. Erstmal muss der Schnee, der auch heute tws. noch 25 cm hatte, weg sein und ein bisschen was blühen.


    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Erzgebirgler,


    ich imkere in Naumburg, also Südzipfel von Sachsen Anhalt. Als ich 1972 mir die ersten Bienen zugelegt habe, gab es hier eigentlich keine Magazine, meist nur Normbeute 52 Hinterbehandlung und alle haben in einem Raum überwintert. Ich habe mir dann alte Oberbehandlungsbeuten besorgt, welche ich bis heute nutze. Zugegeben meine Völker sind nicht riesig groß, aber zur Rapsblüte sitzen sie auf 2 Zargen und im Jahr 50 - 60 kg haben sie bisher jedes Jahr gebracht.

  • Nun, freut mich, wenn Du spät noch Tracht hast. Von 50-60 kg werde ich wohl nur träumen. (Habe ich auch schon, riesige Mengen Honig liefen aus der Schleuder, ich hatte keinen Eimer zum auffangen mehr...).


    Mein Imkerpate erzählte mir von seinen Anfängen nach dem Krieg, wie sie 15 Pfund Zucker als Zuweisung erhielten und damit auch hier überwinterten. Natürlich Hinterbehandler, einräumig. Welches Maß er damals hatte, weiss ich allerdings nicht.


    Mal sehen, bis jetzt haben meine allem Unbill getrotzt, ich hoffe, das selbe noch in 6 Wochen sagen zu können. Zwei Völker habe ich sogar recht exponiert an einem Feldrand stehen, dort liegt der Nordwest ziemlich an. Und die unterscheiden sich nicht von denen, die geschützter stehen, allenfalls kommen sie etwas später aus dem Flugloch.


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)