Verbreitungsgebiete einzelner Rassen und Zuchtlinien

  • Guten Tag!
     
    Mich treibt seit geraumer Zeit eine Frage um, gibt es abgesehen von den Schutzgebieten um die Belegstellen herum, eine Übersicht in welchen Bereichen Deutschlands welche Rassen und Linien hauptsächlich vertreten sind und einen entsprechende Haltungsempfehlung für einzelne lokale Bereiche.
    Oder ist in der Bienenhaltung auf diesem Gebiet ein völliger Wildwuchs und eventuelle gute Linien welche gezüchtet wurden werden über kurz oder lang in einer undefinierten Gemengelage verschwinden?


  • Oder ist in der Bienenhaltung auf diesem Gebiet ein völliger Wildwuchs und eventuelle gute Linien welche gezüchtet wurden werden über kurz oder lang in einer undefinierten Gemengelage verschwinden?


    Du gibst dir selbst die Antwort.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Guten Tag!
     
    Mich treibt seit geraumer Zeit eine Frage um, gibt es abgesehen von den Schutzgebieten um die Belegstellen herum, eine Übersicht in welchen Bereichen Deutschlands welche Rassen und Linien hauptsächlich vertreten sind und einen entsprechende Haltungsempfehlung für einzelne lokale Bereiche.
    Oder ist in der Bienenhaltung auf diesem Gebiet ein völliger Wildwuchs und eventuelle gute Linien welche gezüchtet wurden werden über kurz oder lang in einer undefinierten Gemengelage verschwinden?


    Hallo,


    schreibst mal wo du imkerst und was bei dir sich so bewährt hat? Merci recht!

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Wenn ich mir selbst die Antwort gebe, dann sollte es nicht ein Ziel sein eine Bestandsaufnahme zu machen und lokal gebundene Empfehlungsrichtlinien zu erarbeiten und in die Fläche zu bringen?? Wenn es ist wie du schreibst kann man sich dann damit zufrieden geben? Ich habe mir vorgenommen in diesem Jahr meinen Bestand z.B. auf die TWS 68 Linie um zu stellen , da hier schon früher eine Reihe Imker damit gearbeitet haben. Wenn in den einzelnen Gebieten nur einige Imker gezielt mit arbeiten und konsequent sind, dann wird auch Schritt für Schritt der Wildwuchs eingedämmt. Oder sehe ich das falsch? Wenn ich von gekörten Völkern jedes Jahr Nachzucht bringe und die dann an Imkerfreunde im Territorium wenns sein muß auch verschenke, denn es ist Hobby und kein Geschäft!!! dann sollte sich doch gewisse Linienmerkmale über eine entsprechende Zeit durchsetzen.

  • ...gute Linien welche gezüchtet wurden werden über kurz oder lang in einer undefinierten Gemengelage verschwinden?


    Warum sollten sie verschwinden?

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Bienenhalter deswegen wird ja von einigen Seiten empfohlen zu züchten (z.B. die Basiszüchter). Es wird wohl nichts dagegen sprechen es so zu machen wie du schreibst. Ich kann mir vorstellen, dass die, welche standbegatten lassen, einen Vorteil davon bekommen könnten.
    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich es schätze die Bienenrasse meiner Wahl halten zu dürfen.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich habe nicht gegen das Halten der Rasse die jeder Imker sich selbst aussucht. Aber eines ist doch logisch, wenn ich über welchen Weg auch immer in den Regionen eine bestimmte Linie als sogenannte Basislinie definiere und diese gezielt bekannt mache, z.B. als Empfehlung auch an Jungimker ausspreche, dann sollte in einer kontinuierlichen Arbeit über Jahre hinweg auch ein Ergebnis sich in der Fläche einstellen. Wer gegen diesen Trend seine eigene Linie hält kann sich dagegen sicher sein daseine Standbegattung in der F1 bzw. später entsprechende Einkreuzungen hat und kann sich entsprechend verhalten und sich im Klaren was auf ihn zukommen kann, ein regelmäßiger Reinzuchtnachkauf, oder der offene Vergleich seiner Lieblinge mit denen der anderen Imkerkollegen.

  • Naja das ist doch jedem klar oder nicht? Der Ideologie der Basiszüchter nach tut jeder Imker auslesen nach bestimmten Kriterien und wenn er seine Drohen fliegen lässt verteilen sich Teile des Erbmaterials.
    Ich bin jetzt etwas verwirrt auf was du hinaus willst aber vielleicht bin ich auch der Falsche für das Thema :)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Zur Frage wo ich meine Tierchen halte, im Burgenlandkreis. Hier wurde seit mindestens 30 Jahren als Belegstelle bevorzugt Gehlberg, bzw Oberhof genutzt und da diesen Weg mehrere Imker in der Region gegangen sind, hat sich dieses genetische Material hier recht verbreitet.
    Leider sind aber die damals aktiven Kollegen in die Jahre gekommen und kaum noch aktiv. Ich denke der "Verwässerungseffekt" wird sich immer stärker herausbilden. Deshalb werde ich in diesem Jahr meinen Bestand auf die Linie TWS 68 umstellen und die Nachzucht auch in Gehlberg zur Begattung bringen.
    Es bleibt die Frage welche mich zum Beispiel interessiert wo und in welchem Bereich in meiner Umgebung experimentiert noch jemand mit dieser Linie bzw. welche anderen Linien sind hier vorhanden bzw. sehr dominant? Das ist dann auch eine Frage was bei Standbegattungen für Ergebnisse zu erwarten sind.
    Vielleicht ist es ja möglich auf dieser Plattform eine Möglichkeit einzurichten, welche sich zu einer " Übersichtskarte" weiterentwickeln läßt und Neueinsteigern die Möglichkeit gibt sich den für sie lokalen Bedingungen zu nähern!

  • Lieber Bienenhalter,
    es ist zuerst mal ein Problem zu wissen wo du wohnst. Ich schätze Burgenlandkreis ? Oestereich. Gehe ich mal davon aus. Es soll dort wohl Länder geben, in welchen nur Carnica gehalten werden darf. Ob sich daran alle halten ist fraglich. Ich bin BSV in drei Orten und weiß nur von wenigen, welche Rasse sie halten. Ein Teil der Bienenhalter sind mir persönlich nicht bekannt. Sollten da noch Anfänger mit Btatsch dabei sein ist so ziemlich alles möglich.


    Reinzuchtgebiete sind heute nur noch in engen Köpfen erwünscht, weil sie zur Genverarmung führen. Wer eine bestimmte Rasse halten will besucht eine Belegstelle und hat dann die Richtung. Züchten kann er nur bedingt, denn dazu fehlt 99,9% aller Imker die Anzahl der Völker zur Auslese. Trotzdem muss ich sagen, die Besucher der Belegstellen haben in der Regel leistungsfähigere Völker. :lol:


    Seit diesem Winter gilt viel nicht mehr.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker! Danke für die Antwort.
    zurErläuterung der Burgenlandkreis ist der südlichste Zipfel von Sachsen - Anhalt und grenzt an die Bundesländer Thüringen und Sachsen. Deshalb wurden hier vor 20 Jahren fast ausschließlich die Belegstellen Gehlberg und Oberhof besucht, welche im Thüringer Wald liegen. Also die Vorzüge vo Östereich können wir hier leider nicht geniessen.

  • gibt es abgesehen von den Schutzgebieten um die Belegstellen herum


    Ähm, die Schutzgebiete um die Belegstellen herum dienen ja gerade der Reinzucht und der Linienzucht. Wer seine Zuchtmütter nicht kontrolliert begattet, tut sich keinen Gefallen. Gute Zuchtmütter liefern ja meistens sehr gute Wirtschaftsköniginnen, wenn man die Töchter standbegatten lässt. In solchen Wirtschaftsvölkern sind sehr verschiedene Väter eher ein Vorteil.


    Entweder man züchtet mit kontrollierter Begattung, das ist ohne KB nur im Schutzgebiet möglich oder man muss sich überhaupt keine Gedanken machen, was sonst noch in der Gegend herumfliegt. Man kann dann sowieso nur reagieren und die unbefriedigenden Völker fortlaufend auflösen.


    Nur als Reinzüchter kann man (ohne Gentechnik) die Eigenschaften der Nachkommen planen. Stichwort: BLUP

  • Seit diesem Winter gilt viel nicht mehr.


    Hallo Remstalimker,
    Kannst Du mir Deine Aussage verdeutlichen? Bin mir im Klaren eine Klammer aufzumachen , die vom Thema abweicht, aber die Winterverluste sind z.T. katastrophal, mit zumindest bei mir, stets demselben
    Refrain: Volle Vorratswaben, ca. 40-50 tote Bienen am Beutenboden, etwa ebensoviel tot auf einer Wabe
    Wo sind die anderen, ob tod oder lebendig geblieben ? In Frankreich startet die "abeille de France" im
    März-Heft eine Umfrage. Keiner weiss, was richtig passiert ist.


    Danke, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.