Neue Taktik im Umgang mit Imkern

  • Hallo,


    mir fehlt in dieser Diskussion der Hinweis, dass Jeder und Jede ein wenig dazu beitragen kann, dass es in diesem Land überhaupt noch vernünftige Landwirtschaft gibt, indem er und sie z.b: auf Biolebensmittel, möglichst aus der Region, zurückgreift. Es wäre doch grotesk, hier über die bösen PSM zu schimpfen und sich dann das Schweineschnitzel für 3,99 das Kilo einzuführen, oder tut der Imker sowas nicht?


    Fragt
    Berlepsch

  • [quote='Berlepsch','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=227976#post227976']
    ...Es wäre doch grotesk, hier über die bösen PSM zu schimpfen und sich dann das Schweineschnitzel für 3,99 das Kilo einzuführen, oder tut der Imker sowas nicht?


    Aber natürlich nicht...
    Ich kenne genug Menschen, die sich vermeintlich nah der Natur fühlen und trotzdem soetwas tun. Immer schön selektiv denken und per Tunnelblick durch's Leben. Ganzheitlich ist nicht so einfach, aber machbar!

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von zonia () aus folgendem Grund: kl. Änderung

  • Genau das sind die Worte der Landwirtschaftsberater !!!!!!!
    Ihr seid doch selbst Schuld.
    Wir müssen Massentierhaltung und Monokultur haben.!!!
    Deshalb können wir nicht mehr zurück !!!
    Deshalb brauchen wir immer giftigere Pestizide !!
    Deshalb können wir keine Rücksicht auf eure Bienen nehmen !
    Deshalb springen wir zusammen mit offenen Augen in den Abgrund.
    Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei ?
    Oder zuerst vernünftige Landwirtschaft mit Bienen, ohne Hungernot
    oder Monokulur und Massentierhaltung ohne Bienen mit verhungernder Menschheit.


    Die Argumente sind richtig, mein lieber Berlepsch, aber auch Argumente um Kritiker zum Schweigen zu bringen !
    Siehe Überschrift dieses Freds : Neue Taktik im Umgang mit Imkern
    Lies diesen Fred nocheinmal von Anfang an, es sei denn du bist Landwirtschaftsberater(der weiß wie man die Moralkeule schwingt.)


    Gruß
    Helmut

  • Hallo Helmut,


    dazu aus " Die Saat des Bösen " Seite 95:
    Während zwischen 1964 und 1979 der Verbrauch von chemischen Düngemitteln auf 1243,2%;
    von Pflanzenschutzmitteln auf 421,2% und von Traktoren auf 389,1% anstieg,
    hat die Produktivität der 15 bedeutendsten kultivierten Pflanzen lediglich um 4,9% zugenommen.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • Hallo Miteinander,
    schon vor 1970 hat Alwin Seifert ("Ackern, Gärtnern ohne Gift") den Ertrag der Felder mit der Wirtschaftsweise vor Beginn der modernen Landwirtschaft mit den Ertrag dieser verglichen.
    Nach Umrechnung kam er auf gleiche Hektarerträge...
    Demnach, wenn ich Schillings Aussage mitberücksichtige, ist wirklich nur der Aufwand und die Kosten zur Erzielung des Ertrages gestiegen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,
    na da gibts ne Menge Literatur drüber, sofern Du Sie noch irgendwo bekommst und Sie nicht in irgendwelchen Schubladen gelandet sind.
    Es ist wie das Arbeiten mit Pferden, wird ja als antiquiert und rückständig beschreiben. Aber selbst Hohenheim hat vor einigen jahren eine Studie gemacht, bei der herauskam, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb in BW mit Pferden bis 70 Ha mit Pferden günstiger zu bewirtschaften ist als mit Schlepper und teurer Technik. Wenn man weis wie, dann gehts. In Amerika wirds vorgemacht, und beileibe nicht nur von den Amishen. Nur will das hier kaum jemand hören oder Wissen. Leider geht immer mehr Wissen und Können dadurch verloren und muss in ein paar Jahren dann wieder mühsam zusammen getragen werden, wir werden es erleben.


    Ist eben wie bei der Varroa, erst wenn nichts mehr geht, mit dem Rücken zur Wand, dann wird die Katze aus dem Sack hüpfen.


    Wie war das doch:"Arbeitest Du schon mit Pferden, oder fährst Du noch Traktor ?!"


    Eben mal so zum Nachdenken.
    Sonnige Grüsse und hoffentlich bald sonnigere Zeiten für Biene, Mensch und Mitwelt,
    Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Hallo Markus,
    um mal aus der Mottenkiste ein Zitat unseres Kaisers Wilhelm II rauszusuchen:
    "Ich aber setze auf das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Mode".
    Letztes Jahr habe ich mal hier so eine Pferdevorführung angeschaut.
    Es gibt durchaus moderne Arbeitsgeräte für Pferdebetrieb.
    Die Rückkehr von Arbeitspferden auf die Höfe ist durchaus vorstellbar.
    Aber wr sind weit abgeschweift vom Thema...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin,
    ja, schon wieder vom Thema weg.


    Es geht um den neuen Umgang mit uns.
    Es wird nichts mehr beschönigt und verheimlicht.
    Wir haben ja alles herausgefunden
    Die Lobby hat alle Hebel unumkehrbar umgelegt !
    Man verzichtet bewusst auf uns.
    Man braucht uns nicht in der industriellen Landwirtschaft.
    "Gefahr im Verzug" hat immer Vorrang.
    Es ist wie es ist, und Basta !
    Sucht euch ein anderes Plätzchen, ihr stört uns nur.
    Gruß
    Helmut



  • Interessanter Link Bernhard.
    Beim Lesen erinnerte ich mich an einen Satz von Daniela Dahn der sinngemäß so lautete: "Wann wird aus einer Demokratie mit oliogarchischen Tendenzen eine Oligarchie im demokratischen Mantel ?"

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • "Während zwischen 1964 und 1979 der Verbrauch von chemischen Düngemitteln auf 1243,2%;
    von Pflanzenschutzmitteln auf 421,2% und von Traktoren auf 389,1% anstieg,
    hat die Produktivität der 15 bedeutendsten kultivierten Pflanzen lediglich um 4,9% zugenommen."



    mag sein. Doch die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft macht nunmehr nur noch so um die 1% der Gesamtbeschäftigung aus. Es waren mal, ich glaube so um 1900, 80%.


    Nun ja. Damals fand wohl jeder zumindest in der Heuernte einen kleinen Verdienst...


    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)