Schneller Frühling

  • Liebe Mitimker,
     
    ich möchte meine Sorgen mit euch teilen.
    Ich zitiere aus meinem Tagebuch vom 30.April 2009:
    >April übermäßig warm und schön, alles blühte auf einmal.
    Oft über 20 Grad. Keine Fröste.
    Natur so grün, wie sonst Mitte Mai.<
     
    Irgendwas ist aus dem Ruder gelaufen, wobei ich nicht an Erderwärmung
    denke.
    Es war nicht die langsam kontinuierliche Entwicklung der Bäume und
    Sträucher wie sonst üblich. Es ging alles Knall auf Fall.
    Die Bienen kommen in der Entwicklung nicht nach, sie brauchen ihre
    Zeit in der Brutentwicklung.
    Es ist auch nicht das erste Mal, in den letzten Jahren hatten wir öfter
    diese Situation.
    Und ich befürchte für dieses Jahr das Gleiche.
    Die Haselblüte ist rasch, dann kommen Kirschen und Äpfel.
    Ehe man sich umguckt, ist die Frühtracht vorbei.
    Meistens verbrauchen die Bienen das zum Aufbau. Da bleibt für
    Honig für den Imker nicht viel übrig.
    Der Raps, wer ihn hat, kommt zeitgleich. Und schnell.
     
    Ich hätte lieber die Hasel im Feb/März, alle anderen Bäume folgerichtig,
    aber das stelle ich infrage.
    Liebe Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hey Udo,
     
     
    Wie du richtig sagtest Geduld ist gefragt und ob bei den Bienen die Entwicklung die gleiche ist wie im letzten Jahr mal abwarten. Glaub ich nicht, letzes Jahr war es schnell zu Ende, vielleicht profitieren wir vom langen Winter und es gibt an den Standorten die letztes Jahr vertrocknet sind viel Sommerhonig, okay alles Spekulatius, aber Optimismus ist das Salz des Lebens und Gedanken sind Materie, also nicht so negativ denken.. :wink: 
     
    Mein Standort hatte 2009 eine super Weidentracht, dass hat m.e. die Grundlage gelegt, nach dem Obst war richtig Schleudern notwendig, hier hats viel Obst, die Robinie hat gut gehonigt und mit der Linde war ich auch zufrieden, von mir aus kann es dieses Jahr so weiter gehen.
     
    Als Hobbyimker ist es mir aber nicht so wichtig, viel Honig macht viel Arbeit, dieses Jahr gibts ohnehin andere Prioritäten und so hat jeder Imker seins...und das ist auch gut so...Amen :cool::liebe002::p_flower01:

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Was sollen wir also tun?


     
    stell dich auf den Kopf und versuch mit den Ohren zu wackeln, wenns dann nicht wärmer wird fällt mir was neues ein :p Bitte Fotografieren und hier einstellen...
     
    Es gibt auch schamanistische Regenmacher, vielleicht benötigen wir einen Frühlingsmacher, Udo scheint mir geeignet...Udo verzeih aber bitte nicht so bierernst :wink:
     
    Atoubiene duckt sich weg und fliegt davon :Biene:

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Udo : :roll: WIR können gar nix tun - außer den Natur ihren Lauf zu lassen.
    Ändern kannst du eh nix, also warum zetern?
    Bringt doch nix.
    Egal, was kommt, vermehren und gut ist's.
    Landwirtschaft ist immer wetterabhängig - wer das nicht vertragen kann, soll sich einen Bürojob suchen.
    Und *ich* sehe NICHT den Honigertrag im Vordergrund, sondern das gesunde Überleben der Bienen.
    Hättest du lieber wie in der Kleinen Eiszeit im Mittelalter im Juni noch Schnee und Überflutungen?
    Wir haben keinen Grund zu meckern - keine Feuersbrünste, keine Erdbeben, keine Vulkanausbrüche, keine Epidemien - uns geht's doch gut.


    Schau nach Haiti oder Chile (oder Afrika) - uns geht es gold.
    Dann ein paar Kilo Honig zu haben oder nicht zu haben, ist doch wohl wirklich völlig unbedeutend.:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,


    wie Recht Du hast.... Genau diese Worte habe ich jetzt gebraucht! Danke, mir gehts schon viel besser!:liebe002:


    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo,
    die Bienen sollten mit unterschiedlichem Wetter keine Probleme haben. Das ist schon seit tausenden von Jahren so. Die Bienen in unterschiedlichen Klimazonen haben sicherlich unterschiedliche Anpassungen an das Klima vollzogen. Natürlich kann es sein. das durch Auswahl des Menschen an den Bienen und Einfuhren aus anderen Klimazonen manche Völker Probleme bekommen. Das läßt sich dann aber nicht ändern und die Vermehrung aus überlebenden Völkern schaft auf Dauer auch besser angepaßte Bienen an welches Wetter auch immer.
    Dieser Winter ist doch sehr bienenfreundlich. Mir geht die Kälte zwar auf den Keks, aber doch sicher nicht den Bienen. Eine zu schnelle Erwärmung sieht man bei uns noch nicht. Es schneit wieder. Hauptsache es wird überhaupt Sommer.
    Grüße
    Thomas

  • Hallo Leute,


    Sabi(e)ne hat recht, uns geht es allen richtig gut und wir sollten nicht bejammern was uns fehlt sondern geniesen was wir haben !!
    Bald werden die Temperaturen steigen und wir werden hoffendlich ein gutes Bienenjahr erleben.


    Grüße Celine

    Wenn zwei Imker einer Meinung sind, hat einer von ihnen keine Ahnung.....

  • Es soll lt. wetter.com langsam wärmer werden. Ich glaube an einen "richtigen" April. Wechselhaft, nicht so trocken. Egal wie, wir und die Bienen müssen es aushalten.


    "Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht."


    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hola Udo,
    mach' Dir nicht so viele Sorgen über die Zukunft, es kommt eh, wie es kommt. Die Natur ist nicht berechenbar- ich find's gut so, wär's anders, hätten wir ein Thema weniger über das wir orakeln könnten. Deine Bienen machen das schon, hab' Vertrauen!
    Gruß,
    zonia

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Liebe Imkerfreunde,
    ihr habt schon alle recht, Geduld mit dem Scheißwetter und Geduld mit den Bienen,
    wir können nichts tun.
    Liebe Grüße Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Sicher, ändern kann man nichts aber man darf doch hoffen und wünschen, oda?


     
    Ola Herr Beetle
     
    Vorsicht beim Umgang mit Wünschen, der Kosmos erfüllt sie alle, er kennt aber keine Zeit und auch die Art der Wunscherfüllung ist oft so humorvoll dass der Wünschende es nicht rafft dass er "nur" seinen eigenen Wünschen begegnet. Ich fürchte das gilt auch für Ängste, da wird einfach nicht differenziert :wink:
     
    Will sagen: Das Leben ist ein Wunschkonzert :u_idea_bulb02:
     
    Beste Grüße
    Atoubiene

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)