Langstroth 2/3 oder 3/4 ?

  • Hallo liebe Forenmitglieder,


    ich bin neu im Forum, und einigermaßen neu in der Imkerei (1,5 Jahre Erfahrung). Nachdem ich bis jetzt mit DNM und Styroporbeuten Erfahrungen gemacht habe, habe ich mich entschieden, mein System auf Langstroth auszurichten.
    Nun komme ich aber zu keinem richtigen Schluss, für welche Zargengröße ich mich entscheide.


    1/1 hat den Vorteil, dass es groß und somit effizient ist. Anderseits schreckt mich das vollbehonigte Zargengewicht von 42 kg mächtig ab. Davon abgesehen habe ich Zweifel an einer zügigen und einheitlichen Honigreife.


    1/2 ist definitiv zu klein, da ich nicht mit unterschiedlichen Rähmchenmaßen arbeiten möchte.


    Bleibt also die Wahl zwischen 2/3 und 3/4 ...
    Unterscheide sind vorhanden im Gewicht (28 gegen 32 kg bei vollen Waben) sind vorhanden, für mich aber nicht so relevant.



    Nun also meine Frage an Euch


    Welches von beiden ist das gängigere / handlichere / verbreitetere Maß
    mit welchen gegebenen Vorteilen und Nachteilen?


    Was würdet ihr raten?


    Herzlichen Dank


    Benno

  • Bleibt also die Wahl zwischen 2/3 und 3/4 ...


    Kommt natürlich schon auch etwas auf das Trachtgebiet und die angestrebte Betriebsweise an.


    Farrar also 2/3 sind, wie Du schreibst, die handlicheren Honigräume. Und in Kombination mit Jumbo-Zargen im Brutraum entspricht das am ehesten Dadant. Ich denke die 2/3 sind gängiger. Weltweit gesehen sind sie es sicher.

  • Hallo, serbski, hallo benno,


    ich arbeite mit 4/3 Zander als Brutraum und mit 2/3 Zander als Honigraum.
    Wenn man die Honigwaben ansieht, erscheinen sie klein, eine Zarge wiegt nicht
    über 22 kg. Viele Vorteile hast du, wenn du das so willst.
    Du kannst Sortenhonige anbieten und den Honigraum dadurch öfter draufgeben.


    Liebe Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo Leute,
    man sollte bedenken, dass unterschiedliche Maße für Brut- und Honigraum nicht besonders sinnvoll sind. Man muß alles doppelt haben. Dann lieber alles auf 2/3 oder 3/4 und 2 Bruträume 1 Honigraum. Dann braucht mann nur 1 Rämchenmaß und ist rel. flexibel.
    Ich habe Langstroth 1/1 mit 1Brut- 1Honigraum, gehe mit ner Wabenkiste in die 8 Waben passen ernten. Hebe die Waben einzeln raus, sehe durch und was voll ist kommt in die Kiste. Dann kann die Leerzarge abgenommen werden, der Brutraum durchgesehen werden.
    Alles auf Anfang und frische MW`s oder ausgeschleuderte Waben rein, Deckel zu und gut.
    Knäcke

  • Guten Morgen! Ich frage mich schon lange ob Mutter Natur sich auch so viele Sorgen um die Wabengröße macht wie viele Imker. Die Handlingsunterschiede zwischen den Maßen sollten doch für Hobbyimker von minimaler Bedeutung sein. Er muß so oder so sich um seine Völker bemühen und hat meist nicht den Leistungsdruck einer professionell und hauptberuflichen Betriebsweise.
    Wenn dies so ist, warum dann immer wieder diese vielen Überlegungen. In unserer Hobbyimkerei ist nur eins wichtig, ein einheitliches Wabenmaß auf dem Stand, der Rest ist meistens regulierbar und unter dem absolten Leistung - und Ertragsdruck steht ja wohl keiner, denn sonst wäre es ja kein Hobby!!

  • serbski ,
    nimm doch gleich Dadant (wenn es die ums Gewicht geht 10er), dann hast du bei der Nachschau bloß einen BR zu kontrollieren und die HR sind im Halbmaß also gerade noch zu stemmen.
    Also wenn es um den rationellen Einsatz mit möglichst wenigen Eingriffen im BR und damit verbundenen Zargenstemmen geht, ist Dadant unschlagbar.
    Ist aber auch meine subjektive Meinung, schlagt mich nicht gleich mit den Langstroth- DM-Zander- rähmchen.
     
    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo,


    Vielen Dank für die vielen Antworten und vor allem für das Stichwort "Farrar". Das, was ich auf die Kürze recherchieren konnte, unterstreicht die gute Händelbarkeit der 2/3 Zargen, Sowohl für Einwinterung als auch für Honigernte.
    Den großen BR ala Dadant oder Jumbobeuten wollte ich eben vermeiden, weil hier die unterschiedlichen Rähmchen anfallen. Gleichzeitig finde ich das Verfahren der Kippkontrolle zur Schwarmverhinderung ganz sinnvoll. Geht ganz bestimmt auch bei einer großen Zarge mit ungeteiltem Brutraum, aber da muss man sich doch viel weiter bücken - so zumindest meine naive Vorstellung.


    Einen schönen Tag wünscht


    Benno


  • Hast su schon Bienen, Benno?

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • So, bin wieder aktiv.


    Ja, hab schon Bienen.


    @Knäcke: Hm, war nach meinem bisherigen zugegebenermaßen stark theorielastigen Kenntnisstand der Kippkontrolle eigentlich angetan.



    Grüße, Benno

  • Bienenhalter :

    Zitat

    In unserer Hobbyimkerei ist nur eins wichtig, ein einheitliches Wabenmaß auf dem Stand


    Warum?
    Ich hab DNM BR und halbe DNM HR - die halben HR sind viel schneller voll und verdeckelt als größere Flächen (Ich könnte so fast jede Sorte nacheinander einzeln abgreifen....)
    Allerdings ist für mich Honig aus bebrüteten Waben nicht akzeptabel, und Honigwaben als Brutwaben auch nicht - Naturbau überall, also eh nur ein Theorieproblem.:wink:
    Zusätzlicher Aufwand ist das nicht wirklich mit den 2 Maßen (zumal wir anders drahten und eben keine MWs verwenden), das rechnet sich auch, eben über die Sortenreinheit, und die Arbeitszeiteinsparung.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen