Bitte ansehen: Entwurf neuer Probenahme-Anleitung

  • Hallo Bernhard,
    mir kam das merkwürdig vor. Ohne mit mir gesprochen zu haben, ohne das chemische Ergebnis zu wissen, wurde ich amtlich darauf hingewiesen, dass es nicht gesagt sei, dass es ein PSM sei. Die Richtung war schon klar. Dann musste ich mir von Ministeriumseite mir anhören, dass es nicht einfach für einen einfachen Imker wäre den Befund und den Kommentar zu lesen. Der "einfache Imker" hat ein Staatsexamen in Biologie. Auf meine Fragen habe ich nie Antwort aus Braunschweig bekommen.


    Ich finde, wenn Genehmigung/Empfehlung von PSM und Nachweis einer Vergiftung und das herunter bis zum Landratsamt in einer Hand ist, dann muss man schon eine Fragezeichen dahinter setzen.


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Herbert,


    hier fehlt eindeutig die Gewaltenteilung und Kontrolle, wie sie in einer Demokratie angebracht wäre. Der Zulasser (JKI,BVL) müsste zugeben, dass sie bei der Genehmigung Fehler gemacht haben. Nur wer gesteht sich schon gern selbst Fehler ein?


    Nicht zu verachten ist auch der Einfluß der Bundesregierung, welche ja einen großen Riegel vor die Kommunikation zwischen Imker und Behörden geschoben hat - so mein Eindruck. Auch wenn Vergleiche hinken, so finde ich die Situation vergleichbar mit den Mißbrauchsvorfällen. Alle möglichen Institutionen spricht ÜBER die Opfer, aber keiner MIT den Opfern. Die Opfer in diesen Spielen, bei uns die Bienen und deren Fürsorger (Imker), dürfen dann von außen zuschauen.


    Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und hat nach meinem Verständnis nichts mehr mit Demokratie zu tun.


    Ich kann nur an alle Imker appelieren, die eigenen Bienen gut zu beobachten und das Thema nicht totzuschweigen.


    Freundliche Grüße


    Bernhard

  • Moin.


    Habt Ihr noch inhaltliche Verbesserungsvorschläge? Sonst würde ich das jetzt so eintüten, formatieren und pdfen..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Moin,
    habe heute das chemische Untersuchungsergebnis meiner eingesendeten Bienen,-und Pollenprobe erhalten :
    Das Probenmaterial wurde auf 250 zugel. und nichtzugel. Pflanzenschutzmittel untersucht ......
    Es wurden keine PSM -wirkstoffe, Biozide oder Varroazide nachgewiesen.
    Ein Zusammenhang des Bienenschadens mit der Anwendung von PSM ist nicht nachweisbar.
    Ist das nicht schön,aber schneller gings allemal.
    Nur etwas nelkenöl, was ich nie benutzte.


    Mein Imkerfreund hat auch heute schnelle Antwort bekommen:
    Bienen : Fipronil 2,0 ug/kg
    Pollen aus der Wabe : Fludioxonil 11,7 ug/kg
    Flufenacet s. Anm.
    Imkereiwirkstoffe :
    Bienen:Benzylbenzoat, Thymol
    Pollen : selbiges
    (Hat aber weder mit Thymol oder Nelkenöl gearbeitet)
    EinZusammenhang des Bienenschadens mit der Anwendung von PSM ist nicht nachweisbar.


    Auf jeden Fall haben sie diesmal recht schnell gearbeitet
    Gruß
    Helmut

  • Ein Zusammenhang des Bienenschadens mit der Anwendung von PSM ist nicht nachweisbar.


    Ich werde da immer skeptischer und würde Dir eine zweite Analyse in einem privaten Labor empfehlen - da gibt es einige fähige Labore. Adressen gerne über Bernhard oder mich.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter


  • Bienen : Fipronil 2,0 ug/kg
    ...
    Ein Zusammenhang des Bienenschadens mit der Anwendung von PSM ist nicht nachweisbar.


    Ein schlechter Scherz, wenn in Bienen Fipronil als Insektizid nachgewiesen wird. Fipronil wird auch im Pflanzenschutz eingesetzt.

    Siehe:

    Zitat

    Die Ködergranulate bestehen vor allem aus Zucker, versetzt mit dem Giftstoff Fipronil und einem Bitterstoff, der Kinder, Haustiere und Vögel von der Aufnahme abhalten soll. Die insektizide Wirkung von Fipronil tritt dabei mit einer Verzögerung ein. Bevor sie verenden, geben die Tiere einen Teil der aufgenommenen Substanz an Artgenossen weiter. Vor allem Ameisen füttern auch ihre Brut mit dem Gift und fressen die Kadaver ihrer vergifteten Artgenossen, wodurch die gesamte Kolonie ausgerottet werden kann.



    Zitat

    Fipronil war und ist in Deutschland und Österreich nicht als Pflanzenschutzmittel zugelassen. In der Schweiz ist es als Wirkstoff in einem Beizmittel zum Schutz von Getreide- und Mais-Saat vor dem Befall mit Drahtwürmern enthalten. Im Jahre 2004 wurde in Frankreich ein Verkaufsstopp für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Fipronil verhängt, der immer noch besteht (Stand: Mai 2007). Sie waren in den Verdacht geraten, Ursache für ein Bienensterben gewesen zu sein.


    Die EU hat Fipronil im August 2007 mit der Richtlinie 2007/52/EG in die Liste jener Wirkstoffe aufgenommen, die Pflanzenschutzmittel im Prinzip enthalten dürfen. Für Fipronil darf nur die Verwendung zur Saatgutbehandlung zugelassen werden.[5] Mehrere Bienenzüchter-Verbände haben am 8. November 2007 eine Klage gegen diese Richtlinie eingereicht.[6]


    http://de.wikipedia.org/wiki/Fipronil





    Bernhard

  • Hi Bernhard,
    Die Menge Fipronil 2,0 sowiso ist zu gering um Bienen zu töten.(0,0002 millionstel Gramm/Biene)schreiben sie.
    Den Toyota-Schütteltest kann ich nicht machen.
    Ob das rote Beizmittel das erlaubte Mesurol ist ,
    oder das verbotene Clothianidin bringt die Bienen soundso um.
    Aber die Ausbringung(oberirdisch) ist schon ein starkes Stück
    Gruß
    Helmut

  • Aprospros Maiskörner,
    OT, aber: habt Ihr gewusst, das der vor einigen Jahren illegal angebaute Genmais als Wildfutter entsorgt wurde?
    So kommt dieser, oder kann wieder, durch evtl. Aufgehen (nicht alles wird gefressen) wieder in den Bestäubungskreislauf.
    Mal abgesehen, das dieser an Nutztiere nicht verfüttert werden darf, dann sich mit seiner "Gen-Tech" im Wild wiederfindet.
    Wieder ein Hintertürchen?
    Wenn diese "Verbindungen" schon in Wildtieren zu finden sind, was spricht dann noch gegen Fütterung damit bei Nutztieren, schlussendlich beim Menschen?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.