Bautrockner, Raumentfeuchter

  • wenn Du sie erntest, wenn sie reif sind und dann zügig verarbeitest gibt es keine Probleme.


    Bist Du Dir da ganz sicher?


    Ich habe bei der letzten Schleuderung jede einzelne Wabe vor dem Schleudern mit einem Refraktometer gemessen, und zwar im Randbereich, wo die Feuchte am höchsten sein soll. Die Messungen ergaben 15.7% bis 17.7%. Da alle Fachbücher behaupten, in der Wabenmitte wäre die Feuchte niedriger als im Randbereich, hatte ich schon auf einen super-guten Honig gehofft. Irgendwas um die 16% herum hatte ich mir erhofft :cool:.


    Die Ernüchterung: nach der Schleuderung, gemessen mit demselben Refraktometer, hatte ich 18.1% :roll:.


    Die Schleuderung erfolgte in einer sauberen Küche und dauerte nur ca. 3 Stunden. Natürlich haben wir aus hygienischen Gründen Wasser verwendet, um Werkzeuge zu säubern. Diese Werkzeuge wurden aber auch sofort wieder gründlich abgetrocknet.


    Ich kann mir diesen Effekt immer noch nicht erklären. Für 2% Feuchtezunahme müsste man 20g Wasser pro Kilogramm Honig zugeben. Das ist ein volles Schnapsglas :eek:. Auf 100kg sind das zwei Liter. Von einer gewaschenen und abgetrockneten Entdeckelungsgabel kann das nicht kommen. Wo soll denn die Feuchte hergekommen sein, wenn nicht aus der Luft?

  • Hallo Joew,


    ich habe bisher in 3 verschiedenen Räumen geschleudert (Küche, gefliester Lebensmittelraum, Neubaukeller).
    Da der Honig vom Entdeckeln an (Heißluftfön) nur wenige Minuten Kontakt zur Raumfeuchte hat, kann er m.M.n. nicht soviel Luftfeuchte aufnehmen, zumal er ja nach der Eimerfüllung nur noch Kontakt über die Oberfläche zur Luftfeuchte hat.
    Wenn der Eimer dann zu ist, ist damit auch Schluß.


    Bisher hatte ich keine Probleme damit.
    Eine Erklärung habe ich nicht.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Die Schleuderung erfolgte in einer sauberen Küche...


    Wie waren denn...


    Raumtemperatur?
    Relative Luffeuchte?


    In der Luft steckt viel Wasser. Ein Schnapsglas ist da gar nix.

  • Wie waren denn...


    Raumtemperatur?
    Relative Luffeuchte?


    Hatte ich nicht gemessen, sorry...


    Zitat

    In der Luft steckt viel Wasser. Ein Schnapsglas ist da gar nix.


    Naja, das ist ja auch ein Schnapsglas pro Kilogramm. Bei 100kg sind das schon 2 Liter.


    Was auch seltsam ist: ich hatte die Waben beim Schleudern sortiert, so dass die ersten Eimer die Waben mit besonders niedrigem Wassergehalt kommen sollten. Den letzten Eimer wollte ich dann zu Met verarbeiten :cool:.


    Das Seltsame: ausnahmslos alle Eimer hatten 18.1%. Die Sortierung der Waben hatte also keinerlei Effekt.

  • Von durchschnittlich 16,7 auf 18,1 ist 1,4% Anstieg. In der Kueche wird immer viel mit Wasser hantiert. Feuchte steckt da ueberall, nicht nur in der Luft. Der Honig nimmt Wasser ueber die Oberflaeche auf. Also Exposition vermeiden. Neben zuegigem Arbeiten auch z.B. lieber kurze Wege, dicke Stroeme, als lange duenne Faeden beim Abfuellen.


    Auf dem Refraktometer wird der Honig doch ausgestrichen, oder? Also ganz duenne Schicht mit relativ riesiger Oberflaeche. Koennte mir schon vorstellen, dass das in feuchter Umgebung andere Werte gibt, als in trockener. Ist nur so eine Idee. Habe leider keine eigene Erfahrung mit Refraktometern.


    Fuehle mich in trockener Luft, also z.B. heissem, trockenem Wetter auch besser bei der Honigernte als bei Schwuele oder sogar Regen.


    Notfalls wuerde ich etwas heizen und zwischendrin mal lueften. Bei gleicher absoluter Feuchtigkeit ist warme Luft trockener als kalte, weil sie mehr Wasser bindet, also nicht so leicht abgibt. Deswegen gibt's ja diese Wasserverdampfer an Heizkoerpern.

  • ... mit einem Refraktometer gemessen ...


    Mit oder ohne Temperaturkompensation?


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Hallo, ein Freund von mir hat sich letztes Jahr zum Schleudern einen Luft Entfeuchter gekauft und während des scheuderns 5 Liter Wasser aus der Umgebungsluft geholt. Er war begeistert von dem Gerät.
    Viele Grüße, Heiner

  • Zum Thema fiel mir DAS ANGEBOT von Aldi heute in die Hände.


    Im Vergleich zu den Angaben der Leistung und den Kosten in #11 hier liest sich das ganz ordentlich.


    Wo die Bemühung, kein Wasser in den Honig gelangen zu lassen übergeht in die, welches herauszuholen ist sicherlich fließend...:roll:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo beetic,


    genau das Teil habe ich mir gegönnt und gestern auch Honig gesiebt. (Bei der Süd-Filiale gab's das schon letzte Woche)
    Dazu zuvor die Luftfeuchte im Raum mit dem Gerät von 55% auf 35% runtergesetzt in 2 Stunden. Ich denke, beim Sieben ist der ausgesprochen hygroskopische Honig mit sehr großer Oberfläche sehr lange der Luft ausgesetzt, da schadet es nicht, die Luft vorher ein wenig zu trocknen.


    Frevel sehe ich darin nicht, eher Qualitätssicherung.


    Kleiner Tip:
    Neue Geräte vorher woanders eine Zeitlang laufen lassen, damit kein Gerätegeruch in den Honig gelängt.
    Bei älteren Geräte vorher die Filter reinigen, nicht damit man erst recht irgendwelchen Dreck in den Raum bläst.


    Gruß
    hornet

  • Zum Thema fiel mir DAS ANGEBOT von Aldi heute in die Hände.

    Ist das das.
    http://www.testberichte.de/p/a…feuchter-testbericht.html


    Ich erwäge das hier anzuschaffen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder