Getackerte Beuten

  • Wenn ich es richtig gesehen habe waren die Zargen geschraubt, nur der Griff war getakkert. Für mich saubere Arbeit, auch das Bienenhaus und jeder entscheidet für sich selbst. Gut das man mal sieht, was es alles gibt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hab angefragt (Seber und Lang), wird alles geleimt und dann getackert. Geschraubt wird nur gegen Aufpreis.
    Ein Imker erzählte mir, seine getackerten Beuten (von wo weiß ich nicht) hätten sich heftig verzogen und er hat sie verfeuert.


    MiG André

  • Hi,

    Zitat

    Ein Imker erzählte mir, seine getackerten Beuten (von wo weiß ich nicht) hätten sich heftig verzogen und er hat sie verfeuert.

    Das Verziehen von Beuten, liegt mit Sicherheit nicht an den geleimt und getackerten Beuten. Da wurde m.E zu frisches/feuchtes Holz verarbeitet. Ich wüsste nicht, wo es einen Unterschied zwischen getackerten u. geschraubten Beuten, bezüglich des Verziehens geben sollte.


    -Schumi

  • Das Verziehen liegt daran, dass die Klammern zu schwach sind um ein Verziehen zu verhindern. Schrauben sind schon nicht so optimal, aberr natürlich günstig im Vergleich zu teuren Holzverbindungen. Ich würde das Tackern von Beuten als nicht fachgerechte Arbeit bewerten und diese Beuten gar nicht kaufen oder, wenn sie denn so günstig sind, zu Schrauben und Akku greifen und selbst Hand anlegen.
    Holz bewegt sich immer, soll heißen, dass es immer Feuchte aus der Luft aufnimmt oder an die Luft abgibt und damit sein Volumen/seine Form verändert. Das kann man durch gar nichts verhindern. Natürlich sollte man davon ausgehen dürfen, dass der Hersteller kein Holz verbaut, das über 12% Holzfeuchte aufweist. Das wäre fachlich falsch und hat starkes Schwinden und u.U. Risse zur Folge.


    Gruß Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  • Ich lasse mir momentan von einem befreundeten Schreiner Beutenteile baun.
    Der hält eher nichts von "Tackern". Er leimt und Schraubt die Teile. In Kombination hält das bombenfest.
    Beim Tackern sind die Stifte meist recht dünn. Daher sind sie den Belastungen die z.B. beim tragen einer vollen Honigzarge entstehen eher weniger gewachsen. Außerdem rosten solche Stifte wenn sie nicht aus Edelstahl sind recht schnell durch. Ich würde dir die Schrauben empfehlen :daumen:


    Liebe Grüße,
    Die Feuerwehrbiene

  • Hallo,
    Sicherlich sind Schrauben gut und haben auch viele Vorteile.
    Jedoch ging es doch um das verziehen von zusammengetackerten Beuten. Wenn die dünnen Klammerdrähte aus gebr.Albrechts Sortiment kommen und auch noch viel zu kurz sind, wird das auch nicht halten können.
    Bei Verwendung von guten, starken, industriellen Klammern in ausreichender Länge, sehe ich keine Nachteile bezüglich des Verziehens.
    Fehlwüchsiges Holz, daß sich naturgemäß schon stark verwindet, würde ich gar nicht erst verbauen. Das macht bei jeder Holzverbindung Probleme.
    Eine Fachgerecht vom Tischler hergestellte Beute, wäre dann auch nicht nur stumpf zusammengeschraubt, sondern hätte zusätzliche Holzverbindungen.


    -Schumi

  • früher waren Beuten (und auch anderes) noch mit "richtigen" Holzverbindungen hergestellt. Das kann aber leider keiner mehr bezahlen.
    Aber zusammengetackerte Zargen??????
    Meine Eigenbau sind nicht stumpf und trotzdem geschraubt. Nach ca. 6 Wochen im Einsatz hab ich das Schraubbild geändert und noch eine Schraube mehr eingeplant, weil auch ich mich verschätzt hatte. Bei Zargen ist der Leim sowieso nur Show, der bringt eigentlich nicht viel, aber Schrauben halten sehr gut (an der richtigen Stelle, in den richtigen Abmessungen und in ausreichender Anzahl).
    Tackernägel halten nicht lange!

  • Warum schraubt ihr die Beuten nicht selbst zusammen? Das ist doch kein großer Akt aber man hat wenigstens die Hand drauf, wie das Holz miteinander verbunden ist.
    Meine Beuten von Weber waren übrigens schon fertig zusammen gebaut - geschaubt wohl gemerkt. Letztes Jahr waren die von anderen Herstellern in Einzelteilen. Mir ist das im Grunde egal.
    Grüße
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Moin Imkers,
    Wenn schon das Schrauben in Hirnholz problematisch sein kann, habe ich beim Tackern in selbiges absolute Zweifel. Die "passende" Holzschraube stellt eine formschlüssige Verbindung her, tackern entspricht in etwa dem nageln. Da bräuchte es dann schon einen "übersuper" Klebstoff, der das Ganze zusammen hält.
    Andererseits denke ich, dass die Hersteller der getackerten Beuten wissen was sie tun und sie haben diese Methode hoffentlich auch getestet bevor sie auf den Markt gegangen sind.
    "Versuch macht kluuch" :roll:


    schön Tach auch
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Habe bislang nur schlechte Erfahrungen mit getackerten Ablegerkisten. Das Holz zog die Tacker aus dem Holz. Außerdem war an manchen Stellen der Tacker so gesetzt, daß er das Holz spaltete.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • @ Schumi - nee, die Tackerklammern verdunsten nicht, sondern wie Henry es schreibt, die ziehen sich raus. Es werden da auch keine Klammern verwendet (weil nicht lang genug) sondern Stifte (@ Schumi - ich meine keine Azubis - die könnten ja verduften), Nägel ohne Kopf, wenn die sich nicht rausziehen, dann ziehen sie sich in Ermangelung eines Kopfes durch das Holz durch.