Was passiert mit den Milben im Stock?

  • Moin,
    da die Frage im anderen Thread nicht beantwortet wurde, hier nochmal:
    die Vermehrungsrate der Milben ist ja atemberaubend, aber mit diversen Behandlungen erwischt man ja immer nur die 20%, die grad nicht in verdeckelten Zellen sitzen, nach den gängigen Theorien; sprich von 3000 nur 600, oder von 20.000 nur 4.000, als Beispiel.
    Trotzdem hört man nur äußerst selten von "dunkelbraunen Bodeneinlagen" nach Behandlungen, auch nicht im brutfreien Zustand, wenn es wirklich fast alle runterhauen müßte.
    Und hier geht es ja nicht um 100 oder 200, die vielleicht die Ameisen entsorgt haben, sondern um tausende.
    Und nein, die können nicht ausgewandert sein, denn dann müßte jemand in der Nähe ja viel, viel mehr haben - aber der hat auch nur wenig auf seinen Einlagen.


    Frage: wo bleiben diese Milben, die theoretisch da sein müßten, es aber nicht sind?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne ,
    meiner Erfahrung nach und der einiger anderer Kollegen, sind Milbenpopulationen im Tausender bereich eher die Ausnahme geworden.(gibts nur noch vereinzelt zumindest bei mir bekannten Imkern)
    Es gibt aber Völker die trotzdem zusammenbrechen. Bei einem mir bekannten Imker, waren es Viren (von Milben übertragene festgestellt bei Dr. Ritter). Sicherlich spielen hier die örtlich gegebenen Umweltbedingungen auch eine Rolle. Je gesünder die Umgebung und das Pollenangebot, desto besser für die Bienen.
    Ob wir durch unsere Behandlungsstrategie besonders wiederstandfähige, virulente Milben "gezüchtet" haben, kann ich nicht 100%ig sagen, nur vermuten. Mir fehlt dazu die Möglichkeit dies zu überprüfen.
     
    beehead

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  • Sabine, ich verstehe nicht worauf du hinauswillst.


    Bei einer funktionierenden AS-Behandlung geht man von einem Behandlungserfolg von mindestens 90% aus, eher mehr.
    AS wirkt bekanntermassen auch in die verdeckelte Brut.
    Bei funktionierender OS-Behandlung in brutfreiem Zustand ist problemlos durchzuführen und bietet auch mindestens 95% Behandlungserfolg.


    Wie kommst du auf 20%?

  • beehead : mir geht es hier nicht darum, ob und wann Völker zusammenbrechen, sondern wo die Milben bleiben, die eigentlich da sein müßten...
    Vermehren die sich jetzt deutlich langsamer, oder wie?
    Ich kann es nicht nachvollziehen - am Anfang der Varroazeit war oft die Rede von 10.000 und mehr, und heute nicht mehr?
    Irgendwas muß doch da passiert sein...:confused:

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  • sam : auch, wenn du nur mit 100 Milben aus dem Winter kommst, hast du nach gängigem Populationsmodell in drei Monaten locker 8-10.000 - die liegen aber nirgends auf den Einlagen.
    Wo sind die?

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  • Nach meiner Beobachtung verlassen viele Milben die Beute wärend der Behandlung mit As.Finde manchmal auch nicht wenige in Ritzen zwisch Zargen, verendet auf der Flucht. Bei der Hinterbehandlung sind ebenfalls oft massig welche zu finden hinter den Fenstern und Kissen.Aber, ich gebe dir recht, das kanns auch noch nicht sein.Ich glaube aber auch,daß durch die Einstellung der Betriebsweisen und möglicherweise durch die Bienen selbst, es heute einfach auch weniger sind.Durch unsere selektion von Vieren usw und psm verwischt sich ja auch die Schadschwelle und so wirklich wissen wir doch garnicht mehr, wieviele eigentlich drin sind.Vielleicht ist Vierenfracht auch teilweise sehr schädigend für die Milbe und sie wird im laufenden Betrieb rausgetragen.
    Mir persönlich wäre es am liebsten, sie werden entkeimt und an die Brut verfüttert :-)
    Bin gespannt auf deine eigene Idee dazu, die du ja bestimmt hast und uns bald hier wissen lässt...

  • :lol: Nein, sorry, bislang hab ich noch keinen blassen Schimmer, deshalb frag ich ja euch....:p_flower01:
    Wer hat noch konstruktive Ideen?
    Ich meine, wenn Herbert, der wo der Remstalimker ist :liebe002:, aus den Anfangsjahren von "zehntausenden" Milben spricht, und heute 3000 als superextrem viel gelten, MUSS irgendwas passiert sein...

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  • Also ich hab die Zeiten auch erlebt, als die Unterlagen braun vor Milben waren. Was allerdings passiert ist, weiß ich auch nicht. Mein Imker- Opa und Menthor meint, daß es andere Milbenstämme sind.
    Diese Aussage kann ich nicht belegen, er glaub ich auch nicht.
     
    beehead

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  • Hallo Sabiene,
    ein Großteil der Milben wird wohl mit den Bienen abfliegen und an Windschutzscheiben kleben, als Vogelfutter dienen oder einfach nur zu Humus...
    Gruß Schwarzgelb

    Das Leben ist ein schleichender Prozeß...

  • Dann meinst Du Varroen könnten Ammenbienen von Sammlerinnen unterscheiden, oder wie soll ich das verstehen? Jede flugfähige Biene mit ner Milbe im Gepäck fliegt mal aus und kommt niemehr zurück....

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