• 2 Fragen: wieso 14-tägig? Es gerade jetzt viel zu tun an den Völkern, da ist wöchentlich auch recht abwechslungsreich. Oder machst Du die Arbeiten zwischendrin allein? Wieviel Zeit hast Du mit den Kindern zur Verfügung? Eine oder 2 Schulstunden? Für eine Schulstunde ist der Weg zu den Völkern zu lang. Unsere Völker stehen direkt auf dem Grundstück, das hat auch den Vorteil, dass die Kinder mal unter der Woche nach den Völkern schauen, sprich: Flugloch beobachten, bzw. Beuten kontrollieren, ob die Deckel noch liegen o.ä.
    Verlangst Du die 250,-€ von den Schülern? Denn die Schleier und Handschuhe finanziert Dir evtl. auch die Schule. Haben die Schüler auch ne Verkaufsmöglichkeit, also Schulfeste, auf denen sie ihren Schulhonig verkaufen können? Das könnte bei Drittklässlern schwierig werden. Das Verkaufen klappt auch mit Fünftklässlern nur mit Unterstützung.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo holmi, Du liegst richtig: dazwischen geh ich einmal alleine hin, ich möchte mir eine zeitliche Flexibilität erhalten. Die Standbesuche mit den Schülern finden vsl. am Nachmittag statt, da ist man in den Stundenplan nicht so streng eingebunden und nach meiner Beobachtung sind sie gegen 11 Uhr und gegen 15 Uhr eh am friedlichsten (die Bienen). Direkt auf dem Schulgelände wäre natürlich ideal, das kann ich aber erst im Herbst klären, da im Sommer Schulleiterwechsel. Wie Schule die 500 € (für zwei Völker) aufbringt, ist mir gleich, ich möchte das Geld jedenfalls vorab. Die Schule zahlt ja nicht für Honig, sondern für Kurs, und jede VHS kassiert vorab. Die Schüler dieser Schule haben über Dorffeste hervorragende Möglichkeiten, den Honig zu verkaufen, ich wette, die könnten auch 100 Kilo spielend verkaufen - das ist kein Problem. In dem Fall würden sie einen satten Gewinn einfahren. Ich dachte eigentlich, dass ich die Schutzkleidung kaufe und sie dann jeweils zu den Terminen mitnehme. So könnten, falls 2012 zur allgemeinen Zufriedenheit verläuft, 2013 auch weitere Klassen einen kostengünstigen Einstieg finden. Ich möchte es möglichst so halten, dass es eine win-win-Situation für alle Beteiligten ist: Schule/Schüler haben geringe bis gar keine Kosten und Aussicht auf Reinertrag; Imker hat Fixertrag aus einem Volk und muss sich in Sachen Vermarktung keine Gedanken machen. Weiter denke ich eigentlich noch nicht - zunächst bleiben Beuten, Bienen und Ableger in meinem Eigentum.
    Gruß Der Ingerich

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von inge93 () aus folgendem Grund: so war's gemeint

  • Hallo Leute!


    Schade das hier noch so wenig zu Imker-AGs und ähnlichem steht. Ein Materialaustausch wäre auch toll. Wer daran interessiert ist, gerne PN an mich!
    Ich starte heute eine AG an einer Haupt- und Realschule. wöchentlich 90 min mit 10-13 Kindern (je nachdem wie viele Eltern den "Stich/Allergie-Brief" unterschreiben) 4.-6. Klasse.
    Evtl. werde ich die Gruppe für die Praxis nochmal teilen.
    Die Sache ist dadurch entstanden: Ich suchte nach einen Stellplatz und hatte an einer Schule um die Ecke Erfolg- Seit Sommer 2011 stehen zwei Ableger im Schulbiotop.
    Die Schulleiterin ist wahnsinnig interessiert und begeistert und überredete mich quasi (Bin auch Lehramtsstudentin).


    Bevor ihr jetzt alle drauf schimpft, ich bin selbst noch Neuimkerin, hab 2010 beim Paten über die Schulter geguckt, 2011 ein Volk von ihm bekommen und weiter gemacht. Hab dann zwei Ableger gebildet und noch einen Schwarm dazu bekommen (Alle haben überlebt).
    Ich bekomme Honorar und einen Etat für Materialien. Mal sehen ob das auch alles für die Schutzkleidung etc. reicht, es steht noch ein Gespräch diesbezüglich an.
    Die Schule möchte vorerst keine Bienen/Beuten etc. besitzen, dafür bleibt alles meins und ich hab wohl eine gute Möglichkeit meinen Honig zu verkaufen.
    Ich würde mir wünschen das die Kinder weitermachen und ggf. (je nachdem wie es läuft) Ableger bekommen, aber das wäre schon ein sehr großes Sponsoring, was mjeint Ihr? Und die Beuten müssten sie ja mind. selbst erwerben...


    Bis zu den ersten Eingriffen werde ich erstmal ein bischen was lehren, basteln, kochen, beobachten etc. mit den Kinder.


    Ich plane Imkerhemden und Handschuhe anzuschaffen, reicht das? Was habt ihr für Schutzkleidung, woher? Und wer hats bezahlt?


    Gruß Linse!

  • Hallo Linse,


    ein bisschen was aus meiner Erfahrung:
    - die Anzahl der Kinder ist zu groß. Da du selbst noch nicht die Routine im Umgang mit den Bienen (und den Kindern) hast und dann noch so einen Haufen Kinder im Griff zu haben... Also ich traue es mir nicht zu.
    - Schutzkleidung: ich habe für jedes Kind einen Schleier und Handschuhe. Die wenigsten nehmen ihn.
    - Bezahlt hat alles der örtliche Imkerverein, fragen lohnt.
    - Die Bienen gehören mir, die Ableger den Schülern. Mein Proft dabei ist: viele Honigkunden.
    - Die Beuten haben die Schüler selbst gebaut. Der Winter ist lange und die Schüler müssen auch im Winter beschäftigt werden. 4. - 6. Klasse ist allerdings noch sehr jung dafür. Meine waren in der 7. und ich habe noch viel selbst machen müssen.


    Ich wünsche dir einen guten Start.
    Werner

  • Ich finde auch die Kindergruppe zu groß. Ich nehme 8, max. 10 Kinder an. Die Ausstattung für die erste Gruppe hatte die Schule finanziert, auch 2 Beuten. Alles weitere Material hat die Ag selbst gekauft, aus dem Honigerlös. Denn den Honig verkaufe ich gemeinsam mit der AG bei Schulveranstaltungen in Neutralgläsern mit der Aufschrift "Blütenhonig vom Unterrieden". Das kommt bei den eltern besonders gut an und deshalb war der Verkauf von Anfang an überhaupt kein Problem. Die Schule hat der AG auch Honig abgekauft, um ihn an andere Schulen oder Bürgermeister zu verschenken. Vom Imkerverein bekam ich zunächst keine Unterstützung. Wenn die Schule da nichts finanziert, würde ich den Honig auch als meinen Honig verkaufen, aber eben in der Schule und bei Veranstaltungen.
    Ich war auch Neuimkerin, als ich mit der AG anfing. Das geht sogar sehr gut, denn wir lernen gemeinsam und man lernt intensiver. Durch Fragen der Schüler bekommt man viele Anregungen und kümmert man sich vermehrt um Themen. Man wächst an seinen Aufgaben, aber es gehört sehr viel Mut dazu.
    Deshalb wünsche ich Dir alles Gute für den Start.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo nochmal!


    Also ich hab die 13 Kinder erstmal angenommen, einer hat sich abgemeldet, wenn es an die praktischen Arbeiten an den Bienen geht möchte ich die Gruppe teilen. Das passt gut, 2x 60 min. direkt hintereinander und da dort auch 2 Völker stehen passt das.
    Ich hab jetzt drei Termine hinter mir, es klappt gut. Erstmal habe ich erstmal eine Runde mit Erfahrungen, Wünschen und Vorstellungen gemacht. Seit 2 Terminen machen wir Stationsarbeit. Biene basteln, Kinderbuch lesen und Fragen dazu beantworten, Bilder vom Lebenslauf der Biene ausschneiden, aufkleben und beschriften.


    Die Schule zahlt mir ein Honorar, die Schutzbekleidung (4 Anzüge, 3 Hemden, Handschuhe) und alle Materialien die ich benötige.
    In den nächsten Woche möchte ich mit den Kinder Kerzen drehen, den Smoker mal anzünden, die Schutzkleidung anprobieren, die Bienen beobachten, MW einlöten. Und zwischendurch etwas Theorie, Entwicklungszeiten, Tätigkeiten der Bienenwesen, Schwarmwesen, wie funktioniert die Honigernte....undundund