...ein Jahr danach...

  • Hallo liebe Gemeinde,
    wie ich schon vor längerer Zeit geschrieben habe, stehe ich nun vor meinem ersten Bienenjahr.
    Die "Hardware" ist bestellt und kommt in den nächsten Wochen zu mir.
    Mein Imkerpate steht schon Gewehr bei Fuß und ich kann es kaum abwarten.
    Ich würde gerne auch von euren Erfahrungen zehren und möchte Wissen, wie euer erstes Jahr gewesen ist und was ihr nicht wieder machen/tun würdet ?
    Gibt es vielleicht etwas, wo ihr sagen würdet, " lass da bloss die Finger von " ?
     
    Um euch kurz "einzunorden"
    Ich beginne meine Karriere mit einem Wirtschaftsvolk, aus dem ich zwei Ableger ziehen möchte.
    Ich erhoffe mir von dem Wirtschaftsvolk ein Glas Honig zur Belohnung und hoffe aus den zwei ablegern weitere Völker zu bekommen, die stark genug zum überwintern sind, damit ich im nächsten Jahr auf drei Wirtschaftsvölker komme und ein bischen mehr als nur ein Glas Honig bekomme.
     
    vorab schonmal vielen Dank für eure Antworten
     
    Gruß aus dem fast aufgetauten Flensburg
    Thomas


  • Gibt es vielleicht etwas, wo ihr sagen würdet, " lass da bloss die Finger von " ?


    Ja lass die Finger AUS den Bienen - die können auch gut ohne dass man rein guckt (zumindest dieses Jahr). Erwarte im ersten Jahr keinen Honig.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Thomas!
    Je nachdem wieviele Völker du letztlich haben willst und welche zeitlichen wie auch finanziellen Ressourcen du hast solltest du ggfs. das erste Jahr mit Unterstützung deines Imkerpaten ganz in das Zeichen der Völkervermehrung stellen.
    Diese Völker dann gewissenhaft auf ordentliche Größe zu bringen und über die praktische Imkerei / Bienenhaltung inkl. der zyklisch wiederkehrenden Aufgaben (Varroabehandlung, Fütterung, AUFfütterung, Winterbehandlung gegen Varroa) Erfahrungen zu sammeln ist dann eine restjahresfüllende Aufgabe.
    Was Olli schrieb ist auch völlig richtig: Nicht von (allzuviel) Honig im ersten Jahr ausgehen! Sonst frustest du dich nur wenn`s dann nicht hinhaut.
    Und bei deinem Paten, zu dem du ja scheinbar ein gutes Verhältnis hast, wann immer es geht und es passt, über die Schulter schauen und mitmachen.
    Dann ist er sicherlich auch z.B. nächstes Jahr noch eher bereit seine Schleuder mit dir zu teilen, sofern du dann noch keine hast (s.a. finanzielle Mittel).


    Soweit für den Moment von mir.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Trotz alledem ist bei einem Wirtschaftsvolk auch bei Bildung von 2 Ablegern mindestens 1 Glas Honig übrig, wennn nicht sogar mehrere.
    Nur nicht allen Leuten schon mal im voraus was versprechen, was man dann nicht halten kann! Aber sonst? Sich freuen, wenn´s trotzdem mehr gibt.

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    nicht gleich den Nachbarn erzählen das Du Bienen hast.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Bei mir hat schon vom Anbeginn im ersten Jahr einfach alles gepasst.
    Wahrlich....ein Profi ist vom Himmel gefallen.
    Es hat alles gefunzt...und die Ergebnisse waren besser als die meines Lehrmeisters.
    Ein begnadeter Imker war geboren...traumhaft.
    Es ist auch schon wieder 22 Jahre her.


    Grüße
    Tschiwi
    Fritz.


    P.S.. Beinahe hätte ich´s übersehen.
    Schon im 2. Jahr hat die Sache ganz anders ausgesehen. In diesen 23 Jahren hat es mich querbeet erwischt. Alle Probleme bis hin zum fast Totalverlust im vorigen Jahr.
    Wichtig ist´s, mehr von vorne zu schauen,als von oben. Es kann schliesslich die Flugloch Betrachtung mehr Aussagekraft haben wie das ständige Nachschauen im Volk.
    Aber sag dies einem Anfänger, welcher ja selbst gerne in den Waben leben möchte....vor Interesse und Liebe. Nur für die Betrachtung hätte er ja Petrijünger werden können und sich ein Aquarium anschaffen können.
    Und noch was zum Paten. Man soll einen Paten wählen, welcher verhältnismäßig aufgeschlossen ist. Dies hat mit dem Alter allen (bin selbst schon/erst 60+) nichts zu tun.
    Wichtig ist, dass er neuen (bewiesenen) Methoden offen gegenüber steht und nicht überholtes Wissen verficht.
    Jedenfalls wünsch ich viel Glück und viel Freude an und mit den Bienen. Lass Dich von der Leidenschaft zu diesem so Natur verbundenen Hobby bissl *quälen*.
    Und das Ambrosi-Anfängerglück soll angeblich dabei helfen- nicht den Mut bei Schwierigkeiten zu verlieren, und den Hut d´rauf zu hauen.
    Hl.Abrosi.......hilf ihm!