Tipps für pflegeleichte, schattige Bienenweide

  • In einem Mietshaus mit einem recht verwahrlosten Vorgarten in schattiger Nordostlage soll ein pflegeleichter aber eben ansehnlicherer Vorgarten angelegt werden. Da nur begrenzt Pflege durchgeführt werden kann ist nun die Frage nach entsprechend robusten Gartenpflanzen, die auch für Bienen etwas bieten aber nicht ständig gewässert, geschnitten oder freigehalten werden müssen.


    Ich wurde dazu befragt; mir fiel auf Anhieb aber nur Rhohodendron ein...schon besser als die ständigen Eiben und Koniferen aber vielleicht auch nicht das Gelbe vom Ei.


    Hat jemand noch Ideen für so einen Garten - ach ja, zuvor standen da vornehmlich Tannen und Koniferen. Die sind jetzt alle weg so daß etwas mehr Licht da ist aber der Boden ist entsprechend durchwurzelt, verunkrautet und nadelbesäht.


    Melanie

  • Welche Region, welcher Boden, Regen oder trocken, windig oder nicht? Tausend Fragen, und natürlich die nach der dort in der Gegend heimischen Bepflanzung, siehe Pflanzliste der Grünflächenämter. Darf geklettert werden? Die meisten Büsche und Hecken wie Bauernjasmin oder Rosen brauchen nur am Anfang etwas Unterstützung, nach zwei Jahren nicht mehr und Flieder kommt auch immer gut, deshalb, welche Farbe passt zum Putz, Haselnuss wird schön dicht und wächst schnell, ein Apfel oder Kirschen kommen auch gut.
    So viele Fragen, so wenig Zeit.
    Viele Grüße
    Wolfgang, dessen Garten eher ein Urwald ist

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • In einem Mietshaus mit einem recht verwahrlosten Vorgarten in schattiger Nordostlage soll ein pflegeleichter aber eben ansehnlicherer Vorgarten angelegt werden. Da nur begrenzt Pflege durchgeführt werden kann ist nun die Frage nach entsprechend robusten Gartenpflanzen, die auch für Bienen etwas bieten aber nicht ständig gewässert, geschnitten oder freigehalten werden müssen.


    Gehölze: Berberitze, Mahonie, Hollunder, Hainbuche, Weidenarten(!!), Essigbaum( Wurzelausläufer!)
    als Staude: Eisenhut (wegen Kindern aufpassen, giftig), Agastache, Akelei, Lungenkraut, Jakobsleiter, Storchschnabel, Weidenröschen.


    Alles ziemlich hart im Nehmen.

  • Region: Berlin, Bezirk Reinickendorf
    Boden: derzeit wächst da Rasen und ausgesprochen dickes Moos was aber vermutlich vornehmlich der Tannenbeschattung geschuldet ist. Es dürfte jetzt mehr Licht rauffallen. Durch die jahrzehntelange Betannung nehme ich mal einen eher sauren Boden an; ansonsten ausgelaugter Kriegsschuttsonstwasboden, keine edle Gartenerde oder sowas.
    Regen: Berliner Verhältnisse eben - also durchaus häufiger mal Regen wobei es ja im Osten heisst, daß die Klimaveränderung eher eine Versteppung fördert.
    Windig: In einer Häuserschlucht; daher nicht richtig windexponiert.


    Es gibt einen Zaun drumrum; da könnte durchaus geklettert werden. Am Gebäude eher nicht da da sicherlich bald ne neue Fassade ansteht.


    Bauernjasmin würde ich aber nicht empfehlen; das Zeug blüht hier überall und da sieht man keine einzige Biene dran. Waldrebe (Clematis) wäre doch was für so eine Lage...allerdings gibt es da so viele kuriose Züchtungen und da weiß ich auch nicht was so richtig gut geeignet ist.
    Könnte mir vorstellen, daß Blutjohannisbeere was wird; wie es mit den Beerenfrüchten selber aussieht weiß ich aber nicht...die bräuchten vielleicht doch mehr Sonne, oder?


    Melanie

  • Ah, danke schön...stimmt, Mahonie, da hätte ich auch drauf kommen können!
    Weiden und Berberitze ist auch ne gute Idee.
    Vielleicht kann ich denen ja auch einen Bienenbaum aufschwatzen aber ich glaube, von größeren Bäumen ist man da geheilt.


    Vielleicht ist man ja auch für Weiß- und Rotdorn zu haben....die wachsen auch nicht so schnell.


    Melanie


  • Könnte mir vorstellen, daß Blutjohannisbeere was wird; wie es mit den Beerenfrüchten selber aussieht weiß ich aber nicht...die bräuchten vielleicht doch mehr Sonne, oder?
    Melanie


    Meine Blutjohannisbeere wird sehr stark von Bienen und allen möglichen Hummeln beflogen. Als großen Vorteil sehe ich, dass sie sehr lange (mehrere Wochen) blüht.
    Sie ist in ca. 10 Jahren auf ungefähr 2,50 Durchmesser und 2 m Höhe gewachsen (Lehmboden, sonnig). Die Beeren davon sind kaum erwähnenswert, wirklich winzig.


    Klaus