Imkern mit Trennschied (DN 1,5)

  • Liebe Kollegen,
    dieses Jahr möchte ich es ja gerne mal mit dem Trennschied versuchen um die Völker im Brutraum etwas mehr einzuengen und früher in den Honigraum zu bekommen. Jetzt mal die Frage an die Imker die schon damit arbeiten:


    - Gehe ich recht der Annahme, daß das eigentlich nur im Warmbau so einfach möglich ist? Im Kaltbau würde der abgesperrte Teil ja nach außen Zugang haben was ich ja für ungünstig halten würde.


    - kann man diese Trennschiede nicht einfach aus einem alten Rähmchen bauen, auf das man eine Platte aufnagelt? Hat da jemand vielleicht passende Maße für mich?


    - bleibt der abgesteilte Raum leer oder sollte man ihn mit Rähmchen auffüllen?


    - Gibt es Erfahrungswerte, wie stark man einengen sollte, d.h. wieviele Rähmchen man dem Völk zum Brüten belassen sollte?


    Für Tipps und Hinweise
    dankt
    Melanie

  • Hallo Melanie,
    ich habe zwar Dadant-Maß aber es ist prinzipiell gleich!
    1. Es ist egal, kommt aber auch ein wenig auf die Lage Deiner Fluglöcher an und wie stark Du einengst.
    2. Du kannst sie genau so bauen, wie Du es schon denkst und wählst die Größe so, daß sie sich gut bewegen lassen.
    3. Das kannst Du Dir aussuchen, aber ich würde ihn nicht ganz vollstellen ( mit neuen Mittelwänden vielleicht), weil Du dann während der "Bearbeitung" keine Rähmchen herausstellen mußt.
    4. Ich habe immer nur besetzte Waben im Brutraum. Im Frühjahr nehme ich die unbesetzten heraus und erweitere Schritt für Schritt.
    Gruß
    Andreas


  • Der
    Drohn
    der auch hier viele Chips und Cola auf Lager hat:daumen:


     
    .....mein lieber Drohn, bitte denk an Deine Figur.:u_idea_bulb02: :cool:Wenn Du weiter so ungesunde Sachen futterst wirst Du mir am Ende noch fett.:p
     
    Lachende Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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  • Hallo Melanie
    ich arbeite mit DNM 1,5er.
     
    -

    Zitat

    Gehe ich recht der Annahme, daß das eigentlich nur im Warmbau so einfach möglich ist?


    Nein, ist auch im Kaltbau möglich.

    Zitat

    Im Kaltbau würde der abgesperrte Teil ja nach außen Zugang haben was ich ja für ungünstig halten würde.


    Warum sollte dies ungünstig sein ?
     

    Zitat

    - kann man diese Trennschiede nicht einfach aus einem alten Rähmchen bauen, auf das man eine Platte aufnagelt? Hat da jemand vielleicht passende Maße für mich?


    Ja, wieso nicht? Gute Idee eigentlich.
     

    Zitat

    - bleibt der abgesteilte Raum leer oder sollte man ihn mit Rähmchen auffüllen?


    Du kannst den Raum je nach Belieben leer lassen, Du kannst Futterwaben im Frühjahr als Reserve reinhängen, Du kannst MW reinhängen, Du kannst überzählige Futterwaben zum leertragen einhängen usw.
     

    Zitat

    - Gibt es Erfahrungswerte, wie stark man einengen sollte, d.h. wieviele Rähmchen man dem Völk zum Brüten belassen sollte?


    Je nach Volkstärke wird eingeengt. Im Frühjahr mehr, zur "Hochsaison" benutze ich gar kein Schied, weil da der komplette Brutraum mit Brut, Pollen und Nektar gefüllt ist.
    Praktisch finde ich das Schied zur Ablegerbildung. Ableger/Schwärme bzw. KS schlage ich gleich in die Beute ein und erweitere dann bei Bedarf.
     
    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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  • Moin Imkers,
    Moment mal, verstehe ich hier was falsch. Wenn das Schied aus Rähmchen gebaut wird, was ist dann mit dem Beespace seitlich und unten?
    Da wär es doch besser eine dünne Platte aus xyz mit einem Querträger die aber den Raum abschließt, oda??:confused:

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Das Schied sollte schon aus Sperrholz sein, schließlich soll sich das Teil nicht verziehen. Beespace seitlich sollte natürlich auch eingehalten werden.:roll:
     
    Wieso Raum abschließt? :confused: Das Schied hat die Maße eines Rähmchens. Die Bienen können drumherum krabbeln.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Da hab ich wirklich was falsch verstanden. Ich dachte immer das Schied trennt den Raum richtig ab, sodas der Raum verkleinert wird und die Bienen nicht hinter das Schied kommen um dort zu bauen???
    Na ja, wieder eine Bildungslücke geschlossen. :oops:

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."


  • Na ja, wieder eine Bildungslücke geschlossen. :oops:


     
    :-D Es war mir ein Vergnügen...:p_flower01:
     
    Regina,
    die nur geantwortet hat, damit der Drohn nicht so viel Mist futtern muss...:-))))

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Also, das Schied im Kaltbau kann bienendicht, muß aber nicht unbedingt. Normalerweise wird sich die Bienentraube nicht trennen vom Brutnest im eingeengten Teil um seitlich deutlich abgetrennte Hohlräume zu besiedeln - wenn sie das täte, wäre der Zeitpunkt der vorher notwendigen Erweiterung deutlich überschritten.


    Das gilt weitgehend sogar, wenn ein Honigraum aufgesetzt ist, bevor der ganze Brutraum gegeben wurde.


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Normalerweise wird sich die Bienentraube nicht trennen vom Brutnest im eingeengten Teil um seitlich deutlich abgetrennte Hohlräume zu besiedeln


    Danke für den kleinen aber feinen Hinweis :u_idea_bulb02:
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Es könnte auch eine Futtertasche sein, ggf. einfach umgekehrt mit der Öffnung nach der Außenseite - dann hat man später noch anderen Nutzen von dem Teil.
    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hi Melanie!
    Ich habe als Schied einfach ein Rähmchen DNM 1,5 genommen, mir eine dünne Sperrholzplatte auf etwas weniger (ca. 1mm) als das Rähmcheninnenmaß zuschneiden lassen und dieses mit 4 Nägelchen mittig im Leerrähmchen fixiert.
    Ob das im Einsatz funktionieren würde weiss ich nicht, da ich kein Trennschied mehr benutze.
    Habe dies eigentlich auch nur einmal getan bei meinem ersten KS auf den großen Waben und es danach aus Bequemlichkeit und Entbehrlichkeit sein gelassen.
    Je nach Betriebsweise und äußeren Gegebenheiten macht es vielleicht bei dem Einen oder Anderen Sinn ein Schied zu nutzen, bei mir ist es i. d. R. überflüssig.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!