Welches Beutensystem?

  • Schönen Gruß an Alle.
    Ich habe einige Zeit hier im Forum verbracht - es gibt wirklich sehr viele interessante Themen und Beiträge die man gerne studieren kann :daumen:.


    Ich möchte aber trotzdem einige Fragen stellen.


    Erst kurz woran mein "Problem" besteht.
    Ich komme aus der Ukraine und wohne schon seit fast 10 Jahre in Deutschland (Erzgebirge). Vor einigen Jahren habe ich von einem alten Imker 2 Hinterbehandlungsbeuten auf Kuntsch-Maß gekauft. Da Hinterbehandlung für mich sehr ungewöhnlich war habe ich "ukrainische Bienenkästen" (24 Rähmchen OT 300mm Seite 450mm) gebaut und dorthin meine Bienchen umgesiedelt. Aber mit dem System zu imkern finde ich jetzt im Vergleich zum Magazinimkern aufwendiger und nicht so effektiv. Deswegen möchte ich auf Magazinbeuten umsteigen.


    Und nun die Fragen:


    Welche Rämchenmaß?
    Soll ich gleiche Rähmchen in BR und HR benutzen?
    Absperrgitter verwenden?
    Magazine mit oder ohne Falz? (Wandertauglich)
    Wie viel Rähmchen pro Zarge?


    Ich habe eigentlich so gedacht:
    Die Rähmchen sollen überall gleich groß sein um Wabenaustausch zu vereinfachen. Aus den 3 auch hier im Forum zu empfehlenden Maßen (Zander, Langstroth und Dadan) neige ich zu dem kleinsten Zander, da die Erweiterungen Zargenweise geschehen, und ich gehe von einem gleichen Rähmchenmaß aus, aber was meint Ihr dazu?
    Und die restlichen Fragen bleiben offen.


    Ich will letztlich für was Praktisches entscheiden und nicht nochmal alles umbauen/umsiedeln.


    Für jede Antwort bin ich sehr dankbar.


    Gruß
    Mikola

  • :lol: Ahoj, und willkommen, Mikola,
    du stellst sofort "die Frage aller Fragen", und du wirst mehr Antworten bekommen, als du wolltest (und jede ist anders :lol:).
    Sagen wir so:
    die meisten Imker der Welt arbeiten mit Langstroth,
    die meisten Berufsimker in Mitteleuropa mit Dadant,
    die meisten Hobbyimker in Bayern/Baden-Württemberg mit Zander.


    Selber bauen kann man alle Beuten recht preiswert um ein bestimmtes Rähmchen herum.
    Bei Dadant hast du aber auf jeden Fall zwei Maße, weil nur 1 Brutraum - wenn du hauptsächlich auf Honig aus bist, ist das vermutlich die beste Wahl.
    Ich persönlich finde Langstroth am praktischsten für alle Zwecke, habe es aber selbst nicht, weil ich sonst hier in meiner Gegend keine Völker verkaufen könnte (hier ist DNM-Land).
    Zu Zander kann ich nix sagen, weil ich es selbst noch nicht hatte.


    Die Entscheidung mußt am Ende du ganz allein treffen.:wink::Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Guten abend Mikola,
    was meinst Du mit Wabentausch? Welche Waben möchtest Du tauschen?
    Gruß
    Andreas


    Um alte Waben frei vom Brut zu bekommen, sie in den Honigraum einsetzen und dann aussortieren. Mit zwei verschiedenen Maßen funktioniert sowas nicht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von koljok ()

  • Um alte Waben frei vom Brut zu bekommen, sie ins Honigraum einsetzen und dann aussortieren. Mit zwei verschiedenen Maßen funktioniert sowas nicht.


    Hallo koljok ,alte Waben kommen GRUNDSÄTZLICH NICHT in den Honigraum.


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Mikola,
    wenn Du ein Magazin verwenden möchtest, in dem die Brutraumrämchen die Größe wie die des Honigraumes haben, brauchst Du nur im Sommer, nach der letzten Ernte eine Honigraumzarge aufsetzen. Da das Brutnest spätestens im Frühjahr oben ist, kannst Du anschließend die untere Zarge mit den dunklen Waben wegnehmen, wahrscheinlich aber eher früher. Das geht schneller und mit weniger Eingriffen.
    Aber wenn die Waben nicht gleich groß sind, wie bei mir (Dadant), so kannst Du im im Sommer, wenn die ersten Rähmchen Brutfrei werden, diese heurausnehmen oder an den Rand (Trennschied) hängen und im Frühjahr weitere brutfreie Waben herausnehmen und das Volk mit dem Trennschied einengen. Erweitern kannst Du anschließend wieder mit "neuen" Mittelwänden. Wenn Du sehr fruchtbare, baueifrige Völker hast, kannst Du die ersten Mittelwände schon im Juli wieder geben, so wie ich es mache (ca. 50% Bauerneuerung im Jahr) und damit sie schneller ausgebaut werden einige Liter Honiglösung füttern. Diese Maßnahme fördert sehr die Anlage von "neuer" Brut.
    Gruß
    Andreas

  • Danke Andreas für die Tipps von Wabenerneuerung. Die erste Methode mit dem "Honigraumzarge aufsetzen, abwarten und alte Waben wegnehmen" gefehlt mir sehr! Und das mit einzelnen Waben rausnehmen wollte ich eigentlich vermeiden.

  • Bei Dadant hast du aber auf jeden Fall zwei Maße, weil nur 1 Brutraum


    Ah ja - zu viel Kehrle gelesen? Wer sagt denn, dass mit Dadant-HR kein Flachzargenbetrieb möglich sein soll? Lyson hat auf jeden Fall eine entsprechende Kiste im Angebot, das kannst Du nachprüfen.

  • Guten abend Nigra,
    ich habe das nicht behauptet! Dadant-Hr ist aber fast Langstroth flach und nicht mehr Dadant, mit den spezifischen Vorteilen! ...solltest vielleicht auch `mal zu einem Buch greifen, statt zur Fernbedienung!
    Gruß
    Andreas

  • Hallo Mikola,


    um hier auch noch meinen "Senf" dazuzugeben, sage ich, entscheide dich für DNM, denn du wohnst im Erzgebirge, wo dieses Maß sehr verbreitet ist. Heut zutage hängt man ja zum großen Teil, keine Brutraumwaben mehr in den Honigraum. Da es bei den Hinterbehandlungsbeuten heute noch Gang und Gebe ist, sehe ich das nicht ganz so verbissen. Einmal bebrütete Waben sind gute Honigwaben, mit einer soliden Stabilität. Da die Normbeute für die heutigen Bienenrassen zu klein sind, habe ich mir 4-Etager gebaut. Auch für Magazinbeuten ist DNM völlig ausreichend, denn wenn man eine volle Honigraumzarge mit 10 oder 11 Waben heben soll, dann ist da schon eine ganz schöne Anstrengung. Bei DNM kannst du dann noch mit 1 1/2 Waben und Zargen als Brutraum experimentieren. Falls du dann mal einige 1 1/2 Waben hochhängen willst, musst du dir noch eine Halbzarge zulegen.


    Wünsche dir auf alle Fälle viel Freude und immer ein glückliches Händchen für deine Bienen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)