Berliner Brutscheune ... Gedankenspiele ...

  • Hallo !
     
    Projekt Brutscheune Berlin * ...
     
    ... Gedankenspiele und Erfahrungsbereichte - um das Kirchhainer Modell der kompletten Brutentnahme zur Varroareduzierung im Sommer und dem dazugehörigen Schadschwellenprinzip zur Varroabekämpfung.
     
    Immer mit dem Gedanken möglichst wenig Säure zur Varroabekämpfung zu verwenden.
     
    * Hier "Büchler" Konzept genannt - nach dem derzeitigen Leiter des Bieneninstitut Kirchhain.
     
    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Miteinander,
    alles schon mal da gewesen...
    Ähnlich ist m.b.W. Wildeshausener Betriebsweise
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ich habe den Hinweis auf die Website in der Bienenzeitung gefunden und fand das auch ganz spannend. Würde das auch gerne mal versuchen wenngleich mir der Hinweis "14 Tage vor der Honigentnahme" noch schwer realisierbar scheint...irgendwie schleudere ich nicht so geplant.
    Das Aufstellen an einem anderen Stand finde ich auch nicht so günstig und auch nicht notwendig: ich würde jede entommene Wabe umgehend mit Milchsäure behandeln oder die ganze Scheune gleich mit einer AS-Behandlung entmilben. Dann dürfte die Reinvasion bescheidener ausfallen.


    Aber ansonsten durchaus überlegenswertes Vorgehen zumal es auch recht elegant eine Wabenerneuerung bedeuten würde - das ist ja bei den 1,5ern immer sone Sache...


    Melanie

  • Hallo !
     
    Das "Kirchhainer Konzept" wurde bereits in "Die Biene" 7/2009 vorgestellt:
     
    Vitale Völker durch komplette Brutentnahme
     
     
    @ Hymenoptera
     
    Es geht bei dem Konzept vordringlich darum möglichst wenig und wenn nur nach gewissen Schadschwellen, die verschiedenen Säuren gegen Varroa einzusetzen.
     
    Wir sehen > jetzt gerade < als einen Methode zwischen Säurebehandlung gegen Varroa und Werner Eggers Vorgehen.
     
    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Also wie die Hohen Neuendorfer Methode, im Prinzip.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der glaubt, dass wenn jedes Bieneninstitut seine eigene Methode hat, und alle fast gleich sind, tatsächlich etwas dran sein könnte. Man sollte es vielleicht mal versuchen, da offensichtlich ohne größere Risiken

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Hyperwespe,
    die Milchsäure wirk aber nicht in die gedeckelten Zellen, also entweder gleich mit AS, oder etwas später mit Milchsäure.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ja, mein Gedanke war auch, daß AS das beste wäre - und zwar eigentlich gleich nach der Entnahme. Es ist keine Königin und kein Honig da der zu Schaden kommen könnte und man erwischt so womöglich noch den größten Schwung ehe es zur Reinvasion käme. In den anderen Völkern hat man ja eine Fangwabe hinterlassen in denen sich diese Milben sammeln sollten. Und so hat man auch einen schönen, dicken Ableger gebildet (oder vermutlich gleich einige).


    Melanie

  • Hallo Melanie,
    die Brutscheune ist für mich wirklich eine gute Alternative. Ich versuche es seit 3 Jahren so. Die Königin behält nur eine Fangwabe (Drohnenbau) und die Brutscheune behält ca. 2 Weiselzellen. Ich habe vor einigen Jahren mal dazu einen Vortrag gehört, derjenige imkert so erfolgreich seit 20 Jahren. Allerdings soll die Brutscheune wirklich nicht neben den Altvölkern stehen, um ein Verfliegen zu vermeiden. Der Imker hat das mit seinem Bienenwagen immer einseitig betrieben. Eine Seite vollständige Brutentnahme, gegenüberliegende Seite Brutscheune. Dadurch hatte er auch kein Problem, der Brutscheune den nachher wieder anfallenden neuen Drohnenbau der Altkönigin unterzuschieben, in einer Zeit, in der die neue Queen selbst noch nicht legefähig war. Es selbst behandelt nach eigenen Aussagen nicht. Ich habe noch nicht so viel Mut, aber der Weg ist richtig, denn die Varroabelastung bei den Altvölkern war voll im Rahmen. Die summen jedenfalls alle. :daumen:
    Zur Brutscheune kann ich noch nichts sagen, die steht weiter weg. Das war aber keine gute Idee, besser ist in der Nähe. :u_idea_bulb02: Da kann man schnell mal Drohnenbau unproblematisch einhängen. Ich habe jedenfalls (noch) mit AS und OS behandelt.
    Viele Grüße aus dem immer noch verschneiten Norden
    Katrin

  • also im Juli...


    Wie macht der besagte Kollege das seit zwanzig Jahren ohne Behandlung?
    Auch keine Behandlung der Brutscheune? Wie macht der dann die Milben kaputt?

  • Hallo Sam,
    die Brutscheune soll wirklich zur Hochsaison der Bienen gemacht werden. Die ersten 2 Jahre habe ich sie rechtzeitig, d.h. gleichzeitig zur Schwarmverhinderung gemacht. Im vergangenen Jahr habe ich mich ein wenig an Sabi(e)ne gehalten, Schwarmvorwegnahme so nah wie möglich am Schwarmzeitpunkt. Also habe ich auf die ersten Schwarmzellen gewartet und dann "zugeschlagen". Dadurch brauchten auch nicht erst Nachschaffungszellen gebildet werden. Und das Altvolk konnte neu starten.
    Katrin