Honigzarge: Wieviel Mittelwände, wieviel beeits ausgeschleuderte Waben ?

  • :lol: Schon klar, aber auch Königinnen passen oft genug dadurch, wenn sie geschubst werden oder noch sehr schlank sind....:lol:
    Beim ASG hast du ja nicht nur einen Spalt, sondern so viele, daß der Raum darüber schon als solcher wahrgenommen wird, also nicht als Extra.Höhle, sondern als Teil der Höhle an sich.
    Insgesamt ist das ein hochkomplexes Thema, aber überleg mal, warum mein Einzarger letztes Jahr nicht hochging und stattdessen schwärmte - ASG braucht kein Mensch, und schon gar keine Biene.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,

    Wenn du in eine TBH Honigwaben hinters Schied stellst, zieht ja auch nicht das ganze Volk da rüber, obwohl sie könnten.

    so wie Drohn heute schrieb, sind die Trennschiede in TBHs doch bienendicht, da könnten sie sowieso nicht. :)


    Gruß Ralf

    Hohenheimer Einfachbeute, Zander - Aufstellort: Streuobstwiese - ca. 450 m ü. NN

  • Ich hätte da mal eine Frage:


    Man liest beides: erweitern mit Mittelwänden und ausgebauten Waben alternierend, oder: Waben in die Mitte und die MW blockweise daneben.


    Was ist besser? Ich habe sowohl gelesen, dass wenn man die Rähmchen abwechselnd steckt es Dickwabenbau gibt, aber auch, dass dann die MW schneller ausgebaut werden.... was nun?


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Vielleicht sollte ich noch ergänzen, dass ich pro Zarge 5 ausgebaute Waben habe, der Rest MW. Und ich werde ein Absperrgitter reinlegen. Ich weiß nur noch nicht, ob ab sofort, oder erst ein bis 2 Tage später, wenn der Honigraum angenommen wurde.


    Morgen will ich aufsetzen... was meint ihr?


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hei, Jule,
    setz die Waben über die Mitte des Brutnests und die MWs links und rechts daneben.
    (wobei ich an deiner Stelle eine ausgebaute Wabe mitten ins Brutnest setzen würde, und dafür eine Randwabe nach oben), Gitter sofort einlegen (ein im Holzrahmen eingefaßtes mit beespace oben und unten geht am besten).
    Abwechseln Wabe/MW geht mit ziemlicher Sicherheit in die Hose - die Mädels ziehen lieber bestehende Zellen extrem weit aus, als neue zu bauen, geht schneller.
    Ich hab ein Bild von sowas, da ist die Wabe auf der einen Seite 54mm dick, die Zellen in ziemlich steilem Winkel - fast 40° nach oben.
    Wenn du da nicht jede Woche guckst und korrigierst, kriegst du die Waben irgendwann nur noch raus, wenn du die ganze Zarge auf den Kopf stellst.:roll: (frag mich, woher ich das weiß...:lol:)

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    Bruce Springsteen

  • Hallo, zusammen,
    ich arbeite mit großformatigem Brutraum (4/3 Zander). Ich habe es ohne Absperrgitter probiert. Es funktionierte nicht.
    Auch ich habe auf den Honig- und Pollenkranz gesetzt, der eine natürliche Barierre sein sollte.


    Ich kann nicht umsetzen.
    Mein Honigraum hat 2/3 Waben, alle jungfräulich und im Naturbau entstanden.
    Super Honig, auf Jahre hinaus.


    Beste Grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hei, Melanie,
    ich hatte mal Versuche mit 2.0 DNM in Segebergern gemacht, aber wieder verworfen, weil die untere Hälfte/unteres Drittel dieser Doppelwaben nie ausgebaut wurde, und ich arge Probleme hatte, diese langen Dinger ohne Bienen zu quetschen raus oder rein zu bekommen. ASG war damals drauf, aber das hat sie auch nicht ermuntert, unten mehr zu brüten.
    Das war nicht der Bringer, und ich hab es nach einer Saison wieder aufgegeben (Dadant hab ich immerhin 2 Sommer versucht, aber auch nicht "my cup of tea"...mich nervte das Schied, weil man quasi dauernd gucken muß, ob man erweitern oder einengen muß - nicht meins, aber Gratulation jedem, der damit klarkommt :wink:).

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  • Dadant hab ich immerhin 2 Sommer versucht, aber auch nicht "my cup of tea"...mich nervte das Schied, weil man quasi dauernd gucken muß, ob man erweitern oder einengen muß - nicht meins, aber Gratulation jedem, der damit klarkommt :wink:).

    Dann hast du einen schlechten Lehrer gehabt, weil dem so wie du schreibst definitv nicht ist, da hilft alles Smileyzwinkern nicht ...

  • Hallo, Imker,
    man muß nicht bei Dadant mit Schied imkern.
    Ich habe für meine sechs 4/3 Zander Beuten Schiede gezimmert, aber ich brauche sie nicht. (Nicht mehr)
    Wenn das Bienenvolk im Winter sich naturgemäß reduziert, was der Natur entspricht, hänge ich die alten braunen Waben
    nach außen. Sie bilden eine Isolation.
    Beste Grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Sabi(e)ne,
    hast Du auch mal Großformate mit ungeteiltem Brutraum ohne ASG betrieben? Ich hatte es zu Beginn versucht aber die stiftete munter im Honigraum...das hatte nicht gut geklappt obwohl ja nun vor dem Aufsetzen genug Zeit zum Bilden eines Nektarkranzes gewesen war.


    Grüße
    Melanie



    Melanie,


    auch wenn ich nicht Sabi(e)ne bin, es geht, aber!!


    Es gibt keine hundertprozentige Garantie fuer keine Brut, du findest mitunter noch Drohnenbrutecken aber im Prinzip funktioniert auch bei solchen Wabenmassen das Arbeiten ohne ASG, wenn du Dickwaben einsetzt oder die Wabenabstaende im HR entsprechend vergroesserst.


    Das hat bei mir sowohl bei Flachzargen als auch bei Grosswaben geklappt, es gibt dabei aber ein paar wichtige Zusammenhaenge zwischen der Wabenhoehe, dem Wabenabstand und der Annahme durch die Bienen. Die HR-Waben duerfen nicht zu hoch sein, eine gute Kombination ist die LS mit 139/142 mm Hoehe(je nach Standard) und einem Wabenabstand von 42-45mm. Bei Flachzargen 159/160 mm hoch muss der Wabenabstand niedriger sein, max 40 mm, sonst werden die Waben nicht richtig angenommen, das Risko Brut oben zu haben ist auch etwas groesser.


    Die Bienen bauen dann aber auch echte Honiglagerzellen (unregelmaessiger und andere Schraege) und du kannst die Waben mehrere Jahre verwenden, weil sie unbebruetet sind, ich arbeite eh nur mit Anfangsstreifen. Wenn du dann Waben hast, wo Dohnenbrut drauf war, im Herbst ausschneiden.


    Noch als Anmerkung, mit Naturwabenbau haben die Bienen bei mir genuegend Platz fuer Drohnen auch im Brutraum und ich will und brauche auch nicht das letzte Gramm Honig zu schleudern. Es funktioniert so wie schon geschrieben fuer Flachzargen, wo ich Dickwaben-HR genauso nutze wie bei Grosswaben. Bei Grosswaben koennte m.E. auch die Wabengeometrie also Verhaeltnis Wabenlaenge zu -breite einen gewissen Einfluss haben, meine Preferenz ist da Dadant-Blatt oder Gerstung-Breit, die ich in dieser Kategorie als biologisch besser erachte.
    Meine Dadant-Mod mit denen ich vor ueber 30 Jahren angefangen habe, sind schon lange zu Flachzargen umgearbeitet worden.


    Gruss
    Heinrich

  • Hallo Ihr Lieben, in diesem Zusammenhang habe ich eine Zusatzfrage: Wenn ich ganz neu mit einem Volk anfange und noch keine Waben habe, setzt man dann in den Honigraum nur Mittelwände?


    Viele Grüße


    Klaus