Beuten- und Rähmchenreinigung

  • Liebe Bienenfreunde,


    was spricht gegen ein regelmäßiges jährliches Desinfizieren der Beuten (und Rahmen) mit 3% Natron? Ich frage jetzt nicht im Hinblick auf die Gefährlichkeit, sondern bezüglich Holz der Zargen und Rahmen. Ist das bei Weymouthholz überhaupt ratsam oder verzieht sich das ganze binnen kürzester Zeit? Wann ist die beste Zeit für das Austauschen und Desinfizieren der Zargen?


    Danke,


    Summ!


  • Solange eine Beute mit einem lebenden Volk besetzt ist, ist kein Tausch, Reinigung etc. nötig. Gegen NaOH bei Holz spricht darüber hinaus, dass Hitze sprich Flamme wesentlich wirkungsvoller ist!! Und auch schneller geht und schonender ist. Rähmchen aus dem Dampfschmewlzer brauchen keine weitere Desinfizierung.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo,


    habe die Arbeiten an meinen 4-Etagern auch gerade beendet. Habe die alten Beuten grob mit der Spachtel ausgekratzt, dann mit dem Trennschleifer und einer Holzschruppscheibe bearbeitet und dann auch noch mit dem Gasbrenner ausgeflammt. Die guten Rähmchen aus dem SW-Schmelzer flamme ich auch noch ab, man kann die Rähmchen auch mit Ätznatron abwaschen, aber ich bin kein Freund davon, die sollten dann gut gespühlt werden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Solange eine Beute mit einem lebenden Volk besetzt ist, ist kein Tausch, Reinigung etc. nötig. Gegen NaOH bei Holz spricht darüber hinaus, dass Hitze sprich Flamme wesentlich wirkungsvoller ist!! Und auch schneller geht und schonender ist. Rähmchen aus dem Dampfschmewlzer brauchen keine weitere Desinfizierung.


    Das ist leider nicht ganz richtig.
    Sporen der Amerikanischen Faulbrut überleben locker 120°C. Die schaffst Du nur in einem Autoklaven oder durch langes Einweichen in Natronlauge.


    Ich reinige alle Rähmchen grundsätzlich sobald sie eingeschmolzen wurden.
    Beuten nur alle paar Jahre.

    There are 10 kinds of people. Those who understand binary and those who don't!

  • Hallo Miteinander,
    rechnet sich das Rähmchenreinigen überhaupt?
    Man bekommt doch schon für knapp ein Euro fertige neue Rähmchen, sogar gedrahtet.
    Beutenteile reinigen reicht meines Erachtens ein mehrjähriger Rhythmus.
    Bei HBB stelle ich mir das schwieriger vor, wenn diese festverbaut im Bienenhaus sind.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hei, Lothar,
    bei meinen mit den dicken Edelstahlsteckdrähten lohnt sich das in jedem Fall. Ich zieh sie aber nach dem Ausschneiden durch eine 25%ige NaOH-Lösung (in 3%iger würde ich noch meine Hände baden :lol:) und spüle nach 1 Minute Einwirkzeit gründlich nach, in Wasser mit etwas Essigessenz.
    Meine Kochlöffel für Seife halten mit 33%iger NaOH immer nur knapp 20 Durchgänge aus, dann ist das Lignin zwischen den Holzfasern rausgelöst, und sie fallen einfach in Scheibchen auseinander...:roll: 
    20 Durchgänge bei Rähmchen wäre doch sehr deutlich über die Abschreibungszeit - das erwarte ich ja nicht mal.:lol:
    Aber so 3-5 Jahre sollten sie schon verwendbar sein.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nein, ich hab keinen Dampfwachsschmelzer - bei den Edelstahldrähten kann ich sehr sauber ausschneiden, die Rähmchen gehen dann nur noch durch den Einkochkessel in kochendem Wasser, dann durch die Lauge und dann ins saure Wasser.
    Alles ohne ausschneiden hinterläßt mir zu viele Rückstände auf Drähten und Rähmchen, die man erst wieder abkratzen muß, das finde ich ätzend.
    So geht es schneller und besser (finde ich).:Biene:

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    Bruce Springsteen

  • Das ist leider nicht ganz richtig.
    Sporen der Amerikanischen Faulbrut überleben locker 120°C. Die schaffst Du nur in einem Autoklaven oder durch langes Einweichen in Natronlauge.


    Ich reinige alle Rähmchen grundsätzlich sobald sie eingeschmolzen wurden.
    Beuten nur alle paar Jahre.


    Richtig. Sporen sind sehr widerstandsfähig. AFB tritt aber doch nur sehr selten auf und die höchste Sporenlast liegt im Wabenmaterial. Die aktive Form des Bakteriums stirbt sehr schnell. Auf den Rähmchen bleibt nur eine äußerst geringe Last, wenn überhaupt was.
    Sollte aber AFB ausgebrochen sein, geht eigentlich nix über das Vernichten der Rähmchen. Beuten können abgeflammt werden, das ist zuverlässig.

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  • Liebe Bienenfreunde,


    Da man mit Lauge ein Varroazid- kontaminertes Rähmchen bzw. eine Beute wieder wirkstofffrei bekommt - mit dem Abflammen jedoch nicht, neige ich eher zu Natron.


    Widerspricht das in irgend einer Weise der Bioverordnung?


    Wie wirkt sich Lauge auf Wermouthholz und Metalle aus? Welche Erfahrung habt Ihr mit Holz und Lauge?


    Vielen Dank und Gruß,


    Summ!

  • Moin,
    da mußt du dann bitte erst mal definieren, was du unter Natron verstehst.
    Es gibt Ätznatron (NaOH), es gibt Waschsoda (Na2CO3), und es gibt Speisenatron (NaHCO3).
    Speisenatron und Waschsoda machen Holz und Metall nicht viel aus, Ätznatron sollte nur in Edelstahl- oder Emaillepötten verarbeitet werden und macht Holz sehr schnell brüchig und spaltanfällig, je nach Konzentration.

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  • Moin Imkers,
    So, dei Sorten "Natröner" gibt es also und welches nimmt man nun?
     
    Ich habe bisher den Propanbrenner benutzt, (ick heb tied :-D) gibt zwar die ein oder andere
    Sengstelle, sollte aber letztlich doch ausreichend sein, oder?
     
    Schön Tach auch
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."