Febr./März 2010 Auswinterung - natürliche Auslese

  • Ola
    dass die Varrose keine Krankheit ist eine Meinung. Wenn ich Malaria hab, bin ich dann krank oder hab ich nur Plasmodien ?

    Wenn schon Vergleiche dann die richtigen, die Zecken von denen du sprichst, wären tellergroß und sie saugen schon an dir während du noch im Mutterleib bist, und du bist du von Geburt an krank aufgrund der Parasitierung, mal abgesehen von den Sekundärinfektionen.



    Da kann ich mich nur anschließen!

    Zitat

    Dann muß man sich doch wirklich fragen, wie die Bienen die ganzen Jahrmillionen vor der Erfindung des puren Zuckers überlebt haben...



    Zwischen der heutigen Bienenhaltung und der vor millionen Jahren kann man keine Vergleiche ziehen. Z.B. beim Fall Varroa, da wäre bei einer Verbreitung dieses Schädlings in halb Europa die Honigbiene ausgestorben und irgendwo hätte sich ein varroafreies Volk etabiert und verbreitet und das Rad hätte sich wieder von vorne gedreht.

    In der freien Natur wird es vermutlich an der Tagesordnung gewesen sein, dass in einer Region nach einem schlechten Honigjahr eine ganze Bienenpopulation ausgestorben ist und aus irgend einer Richtung haben sich Schwärme dort wieder angesiedelt.

    Die Auslese in der Vorgeschichte passt einfach nicht in die heutige Zeit.


    MfG
    Honigmaul

  • Wenn ich dann aber wieder lese, dass Bienen auf Honig überwintert werden, dann mag das zwar sehr natürlich sein, aber eine Zuckerdiät ist für die Überwinterung einfach das beste. Da kann der Winter lang sein, das macht dann gar nichts.


    Zitat von honigmaul

    Zwischen der heutigen Bienenhaltung und der vor millionen Jahren kann man keine Vergleiche ziehen.


    Hier ging es ausschließlich um Honig oder Zucker - nicht um Varroa.
    Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, daß die ganzen Enzyme und sonstigen "gesunden" Inhaltsstoffe bei der Bienenernährung im Winter keine Bedeutung hätten?
    Wozu produzieren wir dann überhaupt Honig, wenn es Zuckerwasser oder Invertsirup mit ein bißchen Farbe und naturidentischem Aroma genauso täte? Wär doch viel billiger....
    Nee, honigmaul, die Argumentation zieht absolut nicht.
    Der Ballaststoffreichtum von Tautrachten mag ein Argument in den entsprechenden Gegenden sein, aber das ist beileibe nicht für alle gültig!
    Für mich hört sich das schon genauso an wie die Werbung von Nestle in Drittweltländern für Flaschenmilch bei Babies statt des Stillens - und genauso falsch.:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Schönen Abend liebe Leut,


    Eberhard von Hagen, schreibt in seinem Hummelbuch sinngemäß:
    Kreuzhefen wirken konservierend auf den Kot und sorgen für eine volle Winterruhe, es scheint, daß das Vorhandensein von Kreuzhefe in der Darmflora, der Nosema entgegenwirkt.



    ...was wiederrum hieße: Wenig Blüten, wenig Kreuzhefen, mehr Nosema.
    So wie Bernhard die mangelnden äth. Öle mit einer vermehrungsbegünstigten Varroose in Verbindung bringt.


    Also: Fehlt die Nahrungsgrundlage, nicht nur in Masse, mehr noch in Klasse und Vielfalt, haben Krankheiten mehr Chancen.


    Doch was war im Nosemajahr 55/56 (früher oder später, ich suchs jetzt nicht raus)? Artenvielfalt war da ja bestimmt noch gegeben, also kanns der Mangel an Kreuzhefen nicht gewesen sein. Oder war das Jahr zuvor so mieß?


    Seis drum, die ldw. Betriebe werden immer größer, werden immer intensiver bewirtschaftet, (PSM und Kunstdünger, sowie Gülle) das Bodenleben geht den Bach runter und unsere Honigvögel finden immer weniger und werden immer kränker.


    Deshalb: Kleinbauernsterben stoppen!
    Biobauern und extensive Kleinbauern sind des Imkers Kapital für die Zukunft. - Sie zu erhalten und zu unterstützen, wird unser künftige Arbeit werden. - Sonst: Adios! - Heile Bienenwelt!


    Gruß Simon

  • Wenn ich dann aber wieder lese, dass Bienen auf Honig überwintert werden, dann mag das zwar sehr natürlich sein, aber eine Zuckerdiät ist für die Überwinterung einfach das beste. Da kann der Winter lang sein, das macht dann gar nichts.
    MfG Honigmaul



    Moin , Moin aus Hamburg

    nur noch mal zum überdenken :http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=18299&highlight=gerstung

    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Drohne Daniel : Du hast ja recht ich versuch's :lol:

    Andreas 2010 : Ich will dann mal versuchen deine Frage aus Beitrag 8 zu beantworten.
    1.Die Natur ist für mich das, was mich umgibt, Luft, Wasser, Pflanzen, Tiere, Menschen, Leben, Tot, und vieles mehr.
    2.Es gibt Dinge, welche nicht beeinflußbar sind, so wie jeden Lebewesen der Tot bevorsteht. Der Mensch z.b. hat immer wieder danach gestrebt, das ewige Leben zu erreichen, aber gestorben ist früher oder später trotzdem jeder der's probiert hat. So ist es meiner Meinung nach auch mit dem Bien, der Imker kann alles mögliche richtig oder falsch machen und damit vieleicht etwas verbessern oder verschlechtern, aber gegen die Natur ist auch er , der Bien und vieles andere machtlos. Denken, handeln und reagieren tun wir Lebewesen egal ob Mensch oder Tier. Die Natur Agiert und Bestimmt.
    Ich hoffe das ich dir hiermit meinen Standpunkt näherbringen konnte.
    mfg

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Zitat


    Nutzung und arteigene Bedürfnisse - das sind die beiden Pole geblieben, um die sich die Diskussionen über die Haltung drehen.
    Wie bei anderen Haustieren auch, besteht die Herausforderung für die ......haltung heute darin, tiergerechte Bedingungen zu schaffen und dabei die Nutzung so zu organisieren, dass sie dennoch wirtschaftlich ist. (Quelle: ISBN 978-3-89836-877-3)


    den anderen Tierhaltern geht´s ähnlich...:wink:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Wie sieht es denn bei euch bei den Bienen aus? Hier sind 14 Grad + und kräftiger Reinigungsflug.

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Da ihr schon beim Wetter seid:

    13,6 Grad, die ersten bot. Krokusse sind vorhin aufgegeangen, Gedrängel am Flugloch! :Biene::-D

    Ab wann kann ich die Mäusegitter wegmachen?

    sonnige Grüße
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hier sind 0 Celsionen und leichter Schneefall - gestern Nachmittag zog wieder Kälte ein.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“


  • Winterling und Scheeglöcken blühen und so ein kleinblütig bodenkriechendes blaues "Unkraut":daumen:


    Wow, da seid ihr ja noch schneller wie wir. Winterlinge sehe ich noch nicht, bei mir im Garten blüht das erste Schneeglöckchen.
    Das "blaue Unkraut" wird wohl Ehrenpreis sein, der ist auch immer sehr früh dran.
    Mit Pollen kommt noch keine Biene, Hasel und Weide sind noch nicht ganz so weit. Aber übers Wochenende dürfte es schon besser werden.
    molle und sabi(e)ne:
    demnächst soll es ja auch bei euch besser werden. Aber eure Bienen müssen sich ja schon ordentlich in Geduld üben. :-( Unsere hatten vorletzte Woche Reinigungsflug.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • kleinblütig bodenkriechendes blaues "Unkraut":daumen:
    Der Drohn



    Glechoma hederacea ? jetzt schon? :roll: Hier liegt noch Schnee :-(

    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)