Febr./März 2010 Auswinterung - natürliche Auslese

  • Hallo,


    was ich vergangenes Jahr bemerkt habe, daß die Bienen schon vor uns wussten, was für ein Winter auf uns zukommt. Ich stimme in den meisten Punkten mit Honigmaul überein, nur etwas mehr bebrüteter Wabenbau, war diesen Winter von Vorteil. Ich habe auch festgestellt, das Bienen von nicht überlebensfähigen Völkern, sich in starke Völker eingebettelt haben. Und noch eine These, die ich aber noch nicht beweisen kann, das Völker die in sehr zugigen Beuten zu Hause waren, noch im Spätherbst (September) geschwärmt sind. Ich lass das mal so stehen und möchte mich dazu nicht weiter äußern.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)



  • Na das glaube ich nicht, sicher hast du in deinen anderen Punkten nicht unrecht, aber das sind alles nur nötige, eigentlich selbstverständliche Sachen, die jeder Imker beherzigen sollte.
    Wir können aber nur die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen, mehr nicht. Auf die Natur, z.b. dem Wetter haben wir keinen Einfluss und gerade das ist gemeint, wie willst du Krankheiten, Kälte, Nässe, Wärme oder ähnliches beeinflussen? Gerade das aber beeinflusst ein jedes Lebewesen.
    mfg Pharao

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Hallo Pharao!

    Zitat

    Auf die Natur, z.b. dem Wetter haben wir keinen Einfluss und gerade das ist gemeint, wie willst du Krankheiten, Kälte, Nässe, Wärme oder ähnliches beeinflussen? Gerade das aber beeinflusst ein jedes Lebewesen.



    Aber Kälte, Nässe, Wärme bringen doch die Bienen nicht um. Höchstens kann es sein, dass die Entwicklung einmal etwas langsamer geht, mehr aber auch schon nicht.

    Das Thema Krankheiten habe ich unter Punkt 3 (Gesunde Bienen) behandelt. Das liegt auch in der Hand der Imker.

    Zum Wetter: Ein Bienenvolk übersteht den längsten und härtesten Winter ohne Problem, wenn mein Punkt 1 und mein Punkt 2 eingehalten wird.

    Wenn ich dann aber wieder lese, dass Bienen auf Honig überwintert werden, dann mag das zwar sehr natürlich sein, aber eine Zuckerdiät ist für die Überwinterung einfach das beste. Da kann der Winter lang sein, das macht dann gar nichts.


    MfG
    Honigmaul

  • Dann muß man sich doch wirklich fragen, wie die Bienen die ganzen Jahrmillionen vor der Erfindung des puren Zuckers überlebt haben...:confused:



    Ja und vor allem wie sie es einst ohne den Menschen geschaft haben!!

    Viele Krankheiten sind doch durch den Mensch gemacht, würde der nicht überall durch die Welt gondeln währen die Varorra-Milben noch dawo sie herkamen, oder garnicht präsent. Die Natur hat sie nicht zu uns gebracht.

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Heute reger Reinigungsflug bei 12 Gard, alle 14 Völker leben noch.:Biene:
    Koten früh ab ca 2m vorm Bienenstand, scheinen ganz schönen Druck zu haben, der Boden ist gelb gekackt.
    Beruhigt schon etwas aber noch ist es ja nicht überstanden, mal schauen wie es weitergeht.

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Guten abend,
    die Frage ist doch gar nicht, wie sie es geschafft! Die Frage müßte lauten, wie hoch die Verluste waren! ...und ob ich mich wundern sollte/kann, wenn ich diese "Naturauslese" auf die jetzigen Verhältnisse transponiere!
    @ Pharao: Ich warte immer noch auf eine Antwort von Dir! Du kannst mich doch nicht einfach so im Ungewissen lassen...ich bin doch froh, daß da `mal einer was zu sagen weiß!
    Die Varroamilbe ist außerdem keine Krankheit! ...oder bist Du krank, wenn Du Dir `mal eine Zecke einfängst? ...ich nicht...
    Gruß Andreas



  • Ich war erst vor 14 Tagen auf einem Seminar von Dr. Ritter (CVUA Freiburg) zum Thema Bienenverluste, da ging es unter anderem auch genau um die Frage des Futters.
    Zitat Dr. Ritter: "Zuckerwasser ist Fast-Food für Bienen! Ich widerspreche hier ausdrücklich einem "bekannten Kollegen" aus Hohenheim!"
    Bereits 1998 konnte Dr. Ritter in einem Versuch zum Thema Winterfutter an 72 Völkern nachweisen, das die Zahl der Nosemasporen im Frühjahr um den Faktor 13-15 niedriger waren, wenn mit Rapshonig/Zuckerwassermischung (1:1) aufgefüttert wurde statt mit reinem Zuckerwasser bzw. Api-Invert.



    cu

  • Guten abend Nigra,
    da gebe ich Dir völlig recht, damit ist nicht zu spaßen! Jedoch ist die Zecke keine Borreliose, sondern eine Zecke... aber das wissen wir ja, und ist nichts Neues! Durch die Borreliose wird die Zecke aber nicht zur Krankheit...genauso wenig, wie die Varroamilbe...
    Gruß
    Andreas