Umweltministerium bittet um Bürgerbeteiligung

  • Hallo Miteinander,
    das Bundesumweltministerium bittet um Bürgerbeteiligung.
    Es möchte wissen, was die Bürger zum Thema Umweltschutz bewegt,
    wo sie Probleme sehen, Handlungsbedarf usw.
    Das wäre meiner Meinung auch für uns Imker eine geeignete Plattform, um auf uns aufmerksam zu machen!
     www.mitreden-u.de/
    Läuft ab 17. Februar.
    Wenn möglichst viele aus dem Forum mitmachen, bekommen wir bestimmt die nötige Aufmerksamkeit!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • :p_flower01::liebe002: Erledigt !

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Auch eingeloggt.
    Sehe das ähnlich wie Brummerchen.Um unser Leid zu klagen werden wir wohl politikermäßig die Fragen mit themenfremden Statements beantworten müssen...wenn überhaupt möglich.

  • Die Umfrage ist jetzt offen bis zum 17. März - hat vielleicht jemand eloquentes schon einen Musterbeitrag zu PSM & Bienen verfaßt?
    Ich meine, wir wollen sie nicht vollspammen mit gleichen Beiträgen, aber eine "gemeinsame imkerliche Linie" sollte hinter unseren Beiträgen erkennbar sein...
    Ideen?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich könnte mir vorstellen das Motto:


    "Welche Umwelt wünschen wir uns und unseren Bienen (und allen Insekten, Vögeln, Tieren und Menschen)!"


    gäbe schon einen ganz guten Weg vor
    - und dann eben Ausführungen, was unserer Erachtens derzeit und zunehmend dagegen spricht, was vermeidbar und was veränderungsbedürftig ist.


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Uups, jetzt habe ich schon das folgende Schreiben abgeschickt:


    Pflanzenschutzmittel und Gentechnik – Erhalt und Schutz der Artenvielfalt und der Bestäubungsinsekten


    Sehr geehrte Damen und Herren,


    dass Artensterben und das einhergehende Bienensterben nimmt drastische Ausmaße an. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach in ihrer Rede zur Eröffnung der Konferenz der UN zum Thema Artenschutz von einer besorgniserregenden Entwicklung. Ich kann mich diesen Worten nur anschließen.


    Das Jahr 2010 ist das Jahr der Artenvielfalt und daher weise ich Sie auf die Probleme hin, die in diesem Zusammenhang auf eine dringende Lösung warten.


    Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Göttingen zeigt, dass Pflanzenschutzmittel für die Halbierung der Artenvielfalt auf und um einen Acker herum sorgen.


    Zitat:
    Die in der Landwirtschaft eingesetzten Spritzmittel sind nach einer europaweiten Studie der Hauptgrund für einen massiven Rückgang der Artenvielfalt auf Ackerböden und deren Umgebung. Während auf einem ökologisch bearbeiteten Feld rund 1000 verschiedene Arten vorkämen, seien es auf einem mit Pestiziden behandelten Acker nur noch rund halb so viele, sagte Professor Teja Tscharntke von der Universität Göttingen. Der Agrarökologe hat an der Untersuchung in acht west- und osteuropäischen Ländern teilgenommen.


    Ein wichtiger Schritt für den Erhalt der Artenvielfalt ist daher die vehemente Reduzierung von Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft. Bisher gilt das Dogma, dass ein Anbau ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht mehr möglich sei – dieses Dogma entbehrt aber jeder Grundlage, wie Studien und Praktiker beweisen. Gern bin ich bereit, Ihnen dies näher zu erläutern.


    Wenn der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entfällt ist die Hälfte der Artenvielfalt gerettet. Eine Investition in diesen Bereich ist daher äußerst lohnend.


    Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang auf die Arbeit von Josef Braun hinweisen. Seine Arbeit stellt er Ihnen hier vor: http://www.nachhaltige-landnutzung.de/dateien/hof_braun.pdf


    Des Weiteren empfehle ich Ihnen die Lektüre der Webseite http://www.mischanbau.de, sowie viele regionale Projekte zu Blühstreifen.


    Dabei ist zu beachten, dass kein Austrag von Pflanzenschutzmitteln auf die Blühstreifen stattfindet, weil solche Blühstreifen am Ackerrand auf diese Weise zu Todesfallen für Insekten werden können. Dies gilt insbesondere für systemische Insektizide, da diese von den Blühpflanzen aufgenommen und über Nektar und Pollen an die Insekten abgegeben werden können.


    Zur Gesundheit des gesamten Naturhaushalts ist eine regelrecht funktionierende Bodenbiologie zwingend notwendig. Wenn Sie daher etwas für den Naturhaushalt erreichen wollen, empfehle ich Ihnen die Lektüre „Die letzte Chance für eine Zukunft ohne Not“ von der Wissenschaftlerin Annie France-Harrar. Gern stelle ich Ihnen dieses Buch kostenfrei zur Verfügung. Frau France-Harrar ist die Ehefrau des Begründers der Bodenbiologie Raoul Heinrich France.


    Ein Verständnis der Vorgänge im Boden wird Ihnen offenbaren, welche schadhaften Wirkungen Pflanzenschutzmittel und Gentechnik im Boden entfalten. Ohne jede politische oder andersartige Ideologie, ist aus biologischer Sicht eine Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Praxis heute unabdingbar.


    Diese Einsicht findet sich auch im Weltagrarbericht wieder. Am 15. April 2008 legte der Weltagrarrat (IAASTD) in Paris den von der Unesco und der Weltbank in Auftrag gegebenenen Weltagrarbericht (auch: Weltlandwirtschaftsbericht) vor, der von 2003 bis 2008 vom Weltagrarrat entwickelt, ausgearbeitet und im April 2008 in Johannesburg veröffentlicht wurde. Der von 400 Wissenschaftlern aus mehreren Ländern verfasste und von 60 Staaten unterzeichnete Bericht mit dem Titel „Agriculture at a Crossroads“ (Landwirtschaft am Scheideweg) fordert einen Paradigmenwechsel bei der globalen Landwirtschaft.


    Diesen Bericht ist gerade für die Aufgabenerfüllung des Umweltbundesamtes von grundlegender Bedeutung.


    Zu guter Letzt weise ich Sie darauf hin, dass guter Naturschutz nur durch eine kleingestaltige und vielfältige Nutzung wirklich nachhaltig ist. Gern erläutere ich das an wenigen Beispielen.


    In einer Kiesgrube, die nach ihrer Nutzung langsam verwildert, untersuchen Biologen das Aufkommen von Solitärbienen und aufgrund der offenen Struktur des Bodens stellen sie eine hohe Populationsdichte vieler Arten fest. Mit der Zeit jedoch verbuscht so eine Kiesgrube durch aufkommenden Bewuchs – Weiden und Erlen. Mit den schwindenden offenen Flächen verringert sich die Anzahl der Solitärbienenarten und auch deren Häufigkeit. Aus diesem Grund veranlassen diese Biologen, dass regelmäßig der Forstschredder durch die Kiesgrube fährt, sowie Motocross-Rennen stattfinden, natürlich finanziert aus dem Topf des Naturschutzes. Das ist ein reelles Beispiel, meine Damen und Herren. So unglaublich das auch klingen mag. Hier verkennen Biologen, dass die Sukzession von offenem Boden bis zum Wald insgesamt (!) mehr Arten Unterschlupf bietet, als ein Ausschnitt in der Zeitspanne. Die Anstrengungen im Naturschutz einen aktuellen Status Quo zu erhalten sind mitunter enorm – der Kampf gegen die Natur ist anstrengend, und verbunden mit einem hohen Aufwand an Personal, Zeit und Geld. Der dabei an der Natur entstehende Schaden ist katastrophal.


    Ein weiteres Beispiel aus der Praxis: Ein Naturschützer spezialisiert sich auf die Wildgänse. So setzt er sich für die Düngung von Weiden ein, damit die Gänse fettes Gras vorfinden auf ihrer Winterrast. Ein anderer Naturschützer jedoch hat sich auf die Erhaltung von Magerrasenbiotopen spezialisiert – hier ist mitunter ein regelrechter Krieg zwischen den spezialisierten Parteien zu beobachten.


    Was sollen diese Beispiele zeigen?! Nun, sie sollen zeigen, dass eine kleinstrukturierte Landnutzung durch Landwirte und anderen Naturnutzern völlig kostenlos und sozusagen nebenbei Naturschutz bedeutet. Eine kleine Weide, die einmal im Jahr durch einen Kleinbauern gemäht wird, bringt sehr viele wilde Orchideen hervor – diese bleiben über Jahrzehnte durch diese einfache Nutzung erhalten. Hier schließt sich mit diesem weiteren Beispiel der Kreis: Wenn Sie den Weltagrarbericht ernst nehmen, sich mit der Bodenbiologie beschäftigen und wenn Sie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln/Gentechnik in der Landwirtschaft massiv reduzieren, dann können Sie in kurzer Zeit ohne Aufwand eine Menge erreichen.


    Ich führe Ihnen oben genannte Punkte gern persönlich aus. Über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.


    Freundliche Grüße


    Bernhard Heuvel

  • Schönen Abend, liebe Leut,
     
    das wär doch ein Sache für unseren Bienenfreund, den Herrn Friedmann, Bärenherz und den Herrn Professor:
     
    http://www.n-tv.de/wissen/Bei-…ekommen-article43715.html
     
    Eine Reportage, bei der die vier Herren zu Wort kommen und auf die
    Gefährdung der Bienen hinweisen könnten, die unseren Honigvögeln
    drohen, durch Agrarwüsten, GVO und PSM.
     
    Maybe, wär da auch ein Fernsehsender daran interessiert.
     
    O.K., ist schon weit hergeholt, aber man kann es nicht oft genug publizieren und man sollte immer wieder darauf hinweisen, wie bedrohlich die derzeitige Situation ist und was geschehen wird, wenn sich die Landwirtschaft nicht dreht.
     
    Gruß Simon