Einengen, wie handhabt ihr das?

  • Ich imkere im Zandermagazin mit 9 Waben, überwintern lasse ich meine Völker i.d.R. auf 2 Zargen. Im Herbst habe mit Entferen der untersten von 3 Zargen jeweils Wabenbauerneuerung betrieben.
    Bis anhin habe ich im Frühjahr bei Trachtbeginn einfach eine 3. Vollzarge über Absperrgitter aufgesetzt. Meine Erträge waren aber nicht überzeugend. Da hierzulande die CH-Beute (Hinterbehandlung) dominiert, weiss ich, dass dort jeweils zeitig im Frühjahr eingeengt wird, häufig haben diese Imker im Vergleich die bessere Ernte. Nun erfuhr ich, dass auch einengen im Magazin Sinn macht. Die Volksentwicklung soll gefördert werden. Wie soll das nun vonstatten gehen? Ich befürchte, dass dadurch der Brutraum zu knapp wird. Andererseits sezte ich bei Trachtbeginn eine 2. Brutzarge auf, bleibt der Blütenhonig wohl dort und wird nicht ins 3. Stockwerk getragen. Zu sagen ist, dass in unserer Gegend die Blütenhonigtracht auf 2-3 Wochen beschränkt ist und, wie überall, stark wetterabhängig ist.


    CH Imker

  • Statt sich mit einem Schied im Frühjahr zusätzliche Arbeit zu machen, würde ich für die Frühtracht zu einem Mehrköniginnenbetrieb raten. Das bisschen mehr Winterfutter ist bald wieder drin, wenn nicht die ganze Blütentracht ins Wasser fällt.

  • Wenn du mehr Honig möchtest und eine tausendfach erpobte und bewährte sichere Betriebsweise möchtest, kauf dir das Buch "Einfach imkern" von Dr. Gerhard Liebig und imkere danach.

  • Hallo,


    ein Trachtvolk sollte schon 18 Waben zur Hauptracht besetzen, sonst wird das mit dem Honigertrag nichts. Ich würde raten wenn die Völker nur auf einer Zarge sitzen, dann aus 2 Völkern eins oder aus 3 Völkern zwei machen und zu Trachtbeginn den Honigraum drauf, dann klappt das mit einer guten Honigernte. Viel Glück.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo CH-Imker!
     
    Ich enge bei meiner Betriebsweise überhaupt nicht ein.
     
    Um deine Frage sinnvoll beantworten zu können, müsste man wissen, ob deine Gegend eine Frühtrachtgegend ist, oder ob erst im Laufe des Sommers mit den entscheidenden Honigmengen zu rechnen ist.
     
    In meinem Fall wird die Frühtracht eher zur Volksentwicklung genutzt. Die Haupttracht ist die Waldtracht, so sie überhaupt kommt.
     
    Sollte bei dir die Frühtracht die einzige Tracht sein, so würde ich folgende Eckpunkte setzen:
     
    Nach der Frühtracht mindestens von jedem Volk einen Ableger machen. Die Ableger den Sommer über gut füttern und zu einem Vollvolk werden lassen. Im Herbst die Völker vereinigen, damit wirklich starke Völker für die Überwinterung zur Verfügung stehen. Solche Völker bringen dann bei der Frühtracht auch den nötigen Honig, geraten aber natürlich auch leichter in Schwarmstimmung.
     
    Bei der Völkervereinigung wäre noch anzumerken, nicht zu früh vereinigen, da ansonsten die Bienenzahl unnötig abnimmt (bei der Vereinigung: je später desto besser).
     
    Zum Thema Einengung wurde bei den Dadant-Themen bereits viel geschrieben. Diese Erkenntnisse lassen sich auch auf ein anderes Wabenmaß umlegen.
     
    MfG
    Honigmaul