zu Tode schwärmen

  • Hallo.


    Obwohl das Zellenbrechen zum 1x1 der Bienenhaltung gehört, möchte ich für eine unbestimmte Zeit ganz darauf verzichten. Wenn man nun aus beruflichen Gründen auch keine Zeit für andere Schwarmverhinderungsmaßnahmen hat (ausser genügend Raum geben), dann riskiert man unter Umständen ein zu Tode schwärmen eines Stockes. Wenn man konsequent eine naturnahe Bienenhaltung betreiben will, dann müsste man das auch zulassen ? Da stellt sich aber die Frage:
    Macht es ( das zu Tode schwärmen) einen biologischen Sinn (die Bienen wissen am besten was gut für sie ist), ist es nur ein (auf Grund falscher Betriebsführung) irrgeleiteter Trieb, oder muß man es von einer höheren Ebene aus als Weisheit der Natur sehen ?

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Zellen brechen und Schwärme verhindern ist doch eh nur der Volkssport der älteren Generation von HB-Imkern. Ich sehe das als sportlicher Ehrgeitz, ganz persönliches kleinen Highlight des Jahres bei schwarmfreudigen Völkern. Es so brachial verhindern zu wollen klappt eh nicht, oder hat evtl. andere Folgen. Ich freue mich über einen Schwarm. Wenn ich ihn einfange, ist das mein Highlight des Jahres und wenn mir einer abgeht, habe ich ein frisches Volk mit einer neuen Königin, oder ich hatte einen schönen Kurztrip im Mai, also was solls.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Moin Imkers!
    Tja Wolfgang, das ist ja schön, dass du dir möglichst viele "Hochlichter" in deinem Imkerleben verschaffen willst aber ich bin kein junger Sprutz mehr, ich kann nicht auf Bäumen und hohen Leitern rumturnen. Außerdem kommt noch einiges an Gewicht dazu. Mir bleibt also nichts anderes übrig als die Damen zu bitten, mir keinen Ärger zu machen oder entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. (..und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.....Goethe). Okay, abnehmen wäre auch eine Möglichkeit. :mad:
     
    Gruß Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Vor kurzem war ja ein schönes Video hier eingestellt. Auf Bäume klettern kommt für mich auch nicht mehr in Frage, jedenfalls nicht auf hohe. Von meinem Gewicht her, ähnele ich eher einer Gazelle, oder wie heißt das Tier mit dem langen Rüssel? Aber jedes Wochenende alle Völker durchsehen und eines davon dann 2-Tägig auseinanderpflücken und immer wieder ärgern, bis sie jeden Lebenswillen, oder Fortpflanzungswillen aufgeben, das ist halt nicht meins. Außerdem soll es ja nicht so gut sein für die Bienen, sie ständig zu stören. Aber das ist nur meine Meinung, und mit der liege ich öfters nicht
    im " Hauptstrom ".
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sich keine Vorschriften machen lassen will, und es auch anderen gegenüber nicht versucht

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Moin , Moin aus Hamburg,
     

    ich bin kein junger Sprutz mehr, ich kann nicht auf Bäumen und hohen Leitern rumturnen. Außerdem kommt noch einiges an Gewicht dazu. Gruß Bernd


     
    Bei dieser Problematik bitte hier noch einmal einlesen :
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=17000&highlight=schwarmfangrohr
     
    Viele Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Das ist eine tolle Sache Daniel. Ich habe eine 6m lange Baumschere, das würde eine große Hilfe sein.
     
    Gruß Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Zellen brechen und Schwärme verhindern ist doch eh nur der Volkssport der älteren Generation von HB-Imkern. Ich sehe das als sportlicher Ehrgeitz...


    Und ich halte das für ein Vorurteil.


    Alfred
    (der HB und Magazine hat und keinerlei Unterschied in der Schwarmstimmung zwischen den Beutenarten festegestellt, hat, wenn der Raum groß genug ist)

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • :lol: Zum x.ten Mal: das Platzangebot hat nichts direkt mit dem Schwärmen zu tun, sondern der Prozeß wird vollendet, sobald bis zur Apfelvollblüte eine geschlossene Honigkappe über dem Brutnest vorhanden ist.
    Henry hat das hier am besten zu nutzen gewußt, ohne die Theorie dahinter zu kennen - das Brutnest muß mindestens an einer Stelle nach oben offen bleiben, dann klappt's auch ohne WZ zu brechen, weil's dann keine gibt (außer zur folgenden Umweiselung).
    Ihr könnt ein Volk nach oben und unten Anfang März mit je drei Zargen erweitern, und es wird trotzdem schwärmen, wenn die übrigen Parameter stimmen.
    Das ist doch einfach ganz simpel - warum werden da immer noch andere nicht-vorhandene Auslöser gesucht?
    Schwarm ist das Ziel ab Wiederbrutbeginn.
    Honig für den Winter ist erst danach wichtig.
    Das macht imkern in meinen Augen ziemlich einfach *ketzer*.:lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sorry, falsch verstanden, mein Fehler,
    lassen wir mal CB beiseite, dann meinte ich den Zusammenhang zwischen älteren Imkern und HBs. Da gibt es tatsächlich einen, ist aber nicht schlimm, sondern ganz natürlich. Und ja, möglich, dass das ein Vorurteil ist, ist halt mein Eindruck, aber natürlich nicht zu 1oo %, vielleicht zu 85 %, was auch noch ein schöner Wahlsieg wäre.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Miteinander,
    nach Bruder Adam ist die sicherste Methode der Schwarmverhinderung die Wegnahme der Königin.
    Man muss sie ja nicht gleich abdrücken,
    Rechtzeitig ein Ableger mit der Altkönigin gemacht und das Schwarmproblem ist erledigt.
    Bei Bedenken kann man ja, bis auf eine, die Schwarmzellen brechen.
    Verbinden kann man dies auch schön mit Umweiseln des Volkes mit der 2 X 9 - Methode nach Golz.
    Dies ist auch bei langanhaltener Blütentracht die sicherste Methode.
     
    Das Zellenbrechen ist meiner Meinung eher Verzweiflung als Methode.
    Mehr Zeitüberbrückung und Beruhigung des Imkers.
    So richtig Betriebsweise ist das erst mit den Buckfastern geworden.
    Obwohl die das auch nicht den ganzen Sommer über machen.
     
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar ,
    nach Möglichkeit gar nicht, oder nur 1 mal.
    In der Regel muss man es kaum machen so denn junge Königinnen in Wirtschaftsvölkern sind. Da schwärmen max. 5%, da lohnt sich der Zeitaufwand der Kontolle fast nicht.
    Es gibt Ausnahmen in ausgesprochenen Schwarmjahren, die kommen so alle paar Jahre mal vor, dann gibts mehr Arbeit.
    Ach ja, was meinst du, wird es dieses Jahr ein Schwarmjahr?
    Ohne jetzt orakeln zu wollen ist mir von meinem Bauchgefühl her so, dass es dieses Jahr soweit sein könnte. Das letzte Jahr war ja in der Hinsicht eher keines und die Trachtsituation war ja in weiten Teilen des Landes äußerst mau. Ich könnte mir vorstellen, wenn dieses Jahr eine gute Frühtracht eintritt und die auch etwas anhält, werden die guten Immen auf Vermehrung umschalten und das nicht zu knapp. Gut für die Zucht, schwieriger was die Arbeit der Nachschau angeht.


    Gruss
    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hi Lothar
    Ich hab das auch so gelesen bei Bruder Adam, mit der Königinnenwegnahme. Was NICHT da steht, ist, lasse ich sämtliche Schwarmzellen drin? Oder breche ich ALLE aus, um eine "Zuchtkönigin" zu geben, oder lasse ich nur eine drin, was aber eine Niete sein kann.
    Wenn ich ALLE Zellen drin lasse, müssten sie ja trotzdem schwärmen, denn die neue Queen beisst ja nicht immer die anderen Zellen auf und tötet die Anderen.