Entscheidungshilfe: Radialschleuder oder Tangentialselbstwender?

  • Liebe Kollegen,
    Zeit ist ja bekanntlicherweise Geld und zudem noch unbezahlbar und da mir die Wenderei meiner Halbrähmchen echt auf den Senkel geht, würde ich mich gerne schleudertechnisch modernisieren.


    Wichtig wäre mir eine Motorlösung mit der ich DN-Halbrähmchen aber auch mal 1,5er DN ausschleudern kann (nach Volksauflösungen o.ä. braucht man das eben manchmal doch).


    Jetzt also die Frage ob eine Radialschleuder oder ein Selbstwender geeignet sind.
    Für die Radialschleudern scheint es Einhängegitter zu geben, die dann auch die 1,5er tangential schleuderbar machen - allerdings weiß ich nicht, wie schwierig dieser Umbau ist.


    An Selbstwender wären z.B. diese Holtermannschleuder
    Nr. 5246 EWG 6 Waben Wender
    denkbar oder eine Radial schleuder wie
    Nr. 5250 EWG 18/39 W Radialschleuder


    Allerdings kenne ich diese EWG-Schleudern nicht - kann jemand etwas zu der Qualität sagen?


    Bienenweber bietet eine preiswerte Radialschleuder an, die auch Großwaben tangential schleudern können soll: http://server5.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?SESSIONID=0253430790500715&AnbieterID=12865


    Carl Fritz scheint keine Schleudern zu haben, die das können und Graze ist mir schlichtweg zu teuer da jenseits der 4000 €.


    Also wenig Auswahl oder habe ich was vergessen?


    Für etwas input
    dankt


    Melanie

  • Hallo Melanie,


    kann dir noch eine Sternschleuder für 10 Waben von der Imkerzentrale Göriltz vorschlagen, um sie vielleicht in Betracht zu ziehen. Meines Wissens funktioniert die aber nicht für1 1/2 DNM oder Zander (Maße der Rähmchen 24 mal 48). Bei uns haben 2 Imker so eine und sind damit sehr zufrieden und ich bin auch noch am überlegen. Der Gedanke 1,5 Rähmchen zu schleudern, ist auch nicht verkehrt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    1,5-Rähmchen habe ich nicht. Aber wenn es denn NUR im Notfall wäre könnte man die doch mit einem Messer ausschneiden und halbieren und in die Schleuder legen? Dann wäre man in der Schleuderwahl flexibler.


    Alois

  • Hallo Brummerchen,


    [QUOTE/]Notfall wäre könnte man die doch mit einem Messer ausschneiden und halbieren und in die Schleuder legen? /QUOTE]das geht aber bei einer Radialschleuder nicht gut. Bei der kleinen Weberschleuder gibt es trotz des 52er Kessels bei DN Halbrähmchen keine Probleme. Ob die Einsätze in der Höhe, normal ist es die Breite ausreichen, müsste man prüfen. Ich würde da mal mit dem Weber sprechen. Der Einsatz ist 365 mm und das DN Rähmchen hat 370 mm. Ich würde auf jeden Fall die größere Schleuder nehmen.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Danke schön für Eure Rückmeldungen!


    Was mich wundert: es wird immer abgeraten, Radialschleudern unter 80 cm Durchmesser zu kaufen...aber die meisten Modelle sind kleiner.
    Die Entleerung soll bei den Tangentialschleudern ja besser sein - dafür bekommt man in die Radialschleuder einfach mehr rein bei gleichem Durchmesser. Die EWG-Modelle von Holtermann erfüllen wirklich am besten meine Ansprüche und haben auch entsprechenden Durchmesser...kenne diese Schleudern nur einfach nicht und der online-Shop ist sehr marginal an Informationen. Ich werde da mal anrufen und nachhaken.


    Die 24/12-Waben Radialschleuder Typ 24/12WR-24-Lo von Bienenweber ist auch ganz spannend; etwas preiswerter aber man bekommt nur 24 halbe rein - bei der EWG sind es 39. Zudem ist sich im Durchmesser kleiner. Aber ich muß mal nachmessen wieviel Platz ich überhaupt habe.


    Die Görlitzer haben leider auch nichts im Angebot was auch mal große Größen kann...zumindest nicht als radiale oder selbstwendende Lösung.


    Logar habe ich mal angefragt; die geistern ja auch immer wieder durch die Foren.


    Grüße
    Melanie

  • Hallo Melanie,


     
    Ich kann Dir die Radialschleuder von Carl Fitz empfehlen, die ich im letzten Jahr gekauft habe.
    10 NM-Waben( Halb-,Flach-oder Ganzwaben ) können ohne zu wenden natürlich mit Motor geschleudert werden.
    Durch das unterstützende Gitter wird Wabenbruch ausgeschlossen.
    Du musst Dich entscheiden, ob
    mehrere kleinformatige(10) oder wenig großformatige(4) Waben in einem Schleudergang bearbeitet werden sollen.
    Jeder muß für sich das Optimum finden.

     
    Die Abstände der 10 senkrechten Stäbe des Gitters betragen 2 cm,
    der 1.Stab ist 6 cm von der Kesselwand entfernt.
    Die senkrecht eingestellte Wabe wird mit 2,5 cm von der Kesselwand durch mehrfache Unterstützung gehalten.

  • Anfängerfrage:


    was kann man denn aus den 1 1/2 DNM Waben rausschleudern, dass sich die Investition in eine solch dimensionierte Schleuder lohnt?


    Für mich selber, der seit 3 Jahren auch solch Rähmchen hat, habe ich den Sinn noch nicht gefunden...habe die großen Waben (soviele waren es nicht) komplett eingeschmolzen und so die Ausgaben für die große Schleuder gespart...


    Für Verbesserungen bin ich aber immer offen :-)

    Gruß aus Hildesheim - Holger - Buckfast in Segeberger Beute - 1 1/2 DNM - Bienen seit 2006

  • Hallo Melanie,
     

    Meinst Du diese:
    http://www.carl-fritz.de/index.php?id=27&backPID=27&tt_products=709
    Auch hier wundert mich der relativ kleine Durchmesserr - habe jetzt aber auch gehört daß es von denen doch ein DN 1,5er Lösung geben soll...ich werde mich auch da mal schlau machen.
    Melanie


     
    ja, das ist die Schleuder.
    Ich würde auch einschätzen, dass die 69 cm Kesseldurchmesser für NM-u. Zanderwaben das Minimum ist.
    Der Bau einer Radialschleuder für 1,5NM -Waben ist dann aber für einen Hobbyimker undiskutabel (Preis,Größe... )
    Außerdem sind 1,5NM- oder 1,0 Dadantwaben Brutwaben,aber keine Honigwaben sondern eher Futterwaben.