Was ist richtige Varrobehandlung?

  • .....Herr Kehrle fand auch Tracheenmilben-tolerante Stämme...


    Das ist das beste Beispiel, dass Züchtung durch den Menschen sehr wohl sehr erfolgreich sein kann. Warum sollte das bei der Varroamilbe nicht funktionieren, was Bruder Adam bei der Tracheenmilbe geschafft hat?
    Wir sollten nicht so verzagt sein und weniger an die Allmacht der Natur glauben, man kann ihr auch nachhelfen :wink:

  • Man sollte sie versuchen zu verstehen und aus den Fehlern lernen. Ein EInseitiges zu sehr auf die menschlichen Bedürfnisse angepasstes Zuchtziel, ist sicher auch nicht die Lösung. Die Biene in ihrem Wesen begreifen und ihre immense Leistung an der Natur würdigen. Den Honigtopf oder gar das Aussehen, dürfen da nur ein geringeres Parameter sein.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo ihr Beiden, beehaed und wald und wiese,


    wenn das so einfach wäre wie mit der Tracheenmilbe, dann wäre die Varroa längst kein Problem mehr. Das war ein Problem der heimischen Schwarzen.Die eingekreuzte Italienerin war resistent und die bei uns eingebürgerte Carnica hatte mit der Tracheenmilbe keine Probleme.
    Das Tema heißt: "Was ist die richtige Varroabehandlung." Ich lese aber immer nur, dass es dumme gibt, welche das nicht können. Was können sie nicht?
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Lieber Herbert,
    reg dich nicht auf an so einem schönen Wintermorgen. Ich hab grad 2 Stunden Schnee geschippt und bin zu matt zum streiten.:-D
    Sicherlich war das eine Exkursion weg vom Thread und ich habe ja bewusst geschrieben, dass ich keine Lust habe jahrzehntelange Zuchterfolge, durch NICHTBEHANDELN zu gefährden.
    Das heißt aber nicht, dass wir uns mit der augenblicklichen Situation zufrieden geben müssen und noch mehr Behandlungsintervalle einzuplanen. Das Ziel heißt doch, so wenig wie möglich, soviel wie nötig!
    Aus meiner Sicht ist es wichtig, so früh wie möglich, schon im Juli, die Sommerbehandlung einzuplanen. Dabei kann eingeschätzt werden wie die Varroapopulation im Volk schon fortgeschritten ist. Danach Ende August Anfang September die Blockbehandlung und im Winter die Restentmilbung.
    AS im Sommer/Herbst, OS im Winter.
    Alternativ nehmen Kollegen erfolgreich API LIVE VAR im Sommer + OS im Winter. Was richtig ist zeigt der Frühling.


    Lieber Herbert, was für mich allerdings auch der richtige Weg ist, genau zu schauen, wie das einzelne Volk die Varroa verkraftet. Es gibt und du weißt das sicher auch, Völker die halten sich auch in stark Varroabelasteten Jahren wesentlich besser als andere. Da setze ich an und versuch diesen wichtigen Faktor bei der Nachzucht, noch vor der Honigspitzenleistung anzusetzen.


    Gruss ins Remstal
    aus dem sehr
    verschneiten
    Degenfeld
    Matthias
    alias
    beehead

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  • Hallo Matthias,
    ich rege mich doch gar nicht auf.:lol: Die Diskussion ist am Thema vorbei. Das Thema müsste heißen: "Warum muss ich immer Schwärme wegen der vielen Dummköpfe verkaufen?"
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Das Tema heißt: "Was ist die richtige Varroabehandlung." Ich lese aber immer nur, dass es dumme gibt, welche das nicht können. Was können sie nicht?
    Gruß
    Remstalimker


    Hallo Herbert,


    ob dumm der falsche Ausdruck ist, kann man sehen wie man will.


    Wenn man nach dem Abschleudern mit Bayvarol behandelt, nur 2x mit AS Schwammtuch, bei Regen behandelt, bei zu kühler Witterung, keine Behandlung gemacht wird.


    Unzureichende Behandlung, oft zu wenig.


    3 Jahr alte Bayvarolstreifen verwendet werden, OS im September verwendet wird.


    Sehr spät behandelt, mit der Abschleudern zu lange warten, die Völker nicht richtig kontrolliert auf Befall.


    Ich habe den Eindruck das einige die Befallsstärke nicht richtig einschätzen können!


    Die Liste hier kann man noch lange weiter führen.


    Was einen so mancher Imker erzählt da stehen mir die Haare oft zu Berge!


    Es gibt genug Leute die Imker sein wollen, aber es nicht werden.


    In der Imkerei gibt es einige Regeln die beachtet werden müssen und man Entscheidungen treffen muss, kann man das nicht hat man halt immer und immer wieder Probleme!

  • Remstalimker ,
    du musst die Schwärme nicht verkaufen, du darfst.
    Ich denke das viele unerfahren sind, oder eben nach einem Jahr mit wenig Varroen zu falschen Rückschlüssen kommen. Wir wissen doch Varroa ist nicht immer gleich stark verbreitet, las man doch schon auch hier. Bei der Varroa gilt aber immer Holzauge sei wachsam!! Lieber auf 3 kg Honig verzichten, als auf die Völker.


    beehead

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  • Remstalimker ,
    du musst die Schwärme nicht verkaufen, du darfst.
    Ich denke das viele unerfahren sind, oder eben nach einem Jahr mit wenig Varroen zu falschen Rückschlüssen kommen. Wir wissen doch Varroa ist nicht immer gleich stark verbreitet, las man doch schon auch hier. Bei der Varroa gilt aber immer Holzauge sei wachsam!! Lieber auf 3 kg Honig verzichten, als auf die Völker.


    beehead


    Sehe ich genauso.

  • ..so einfach wäre wie mit der Tracheenmilbe...



    Ja, das ist so einfach:daumen:
    Da die nigra keinen Bienenumsatz hatte.
    Denn der Tracheenmilbe ist es zuwidder in Völkern zu leben die einen hohen Bienenumsatz haben:u_idea_bulb02:
    Ligusitica ist dafür prägnant, für hohen Bienenumsatz, und deswegen nahm Adam sie, um dem Luftverstopfer Herr zu werden!
    Aber der Milb sucht diese Völker ,
    die viel brüten,
    zu Unzeiten,
    heim:u_idea_bulb02:

    Der
    Drohn

    der Liebigs Aussage, dass Völker trotz erfolgreicher Varrobehandlung, an Varroose sterben sehr ernst nimmt:daumen:

  • Ich lese hier schon die ganze Zeit mit und dachte von Anfang an, der Weg zur Antwort ist doch : Was der richtige Umgang mit den Bienen in Zeiten der Varroa ?
    Von Anfang an gab es Leute die den ganzen Behandlungskram nicht mit gemacht haben und heute immernoch imkern.Kaufen die sich jedes Jahr heimlich neue Bienen nur um sich interessant zu machen und weiter lügen zu können ? Glaub ich nicht.Und wenn dem MAL so sein sollte( dass neue Bienen gekauft werden müssen ), was wäre dabei ? Wieviele müssen im Frühjahr Neue einkaufen und haben "ordnungsgemäß" im letzten Jahr behandelt, dabei nach neuesten Erkenntnissen alles richtig gemacht? Ich halte die Milbe nicht für einen "Schnupfen ", aber trotzdem: Das Mileu macht die Krankheit!
    Nicht nur um die Behandlung der Milbe- sonder ganz viel um die Art der Behandlung der Bienen Kümmern.Und sich und Anderen nicht immer gleich durch fundamentalistische Glaubenskriege Perspektieven zu verschliessen.
    Alles Weitere wären nur Wiederholungen...

  • Gute, einfache Worte.
    >Das Miljeu< macht die Krankheit. Spitzfindig dazu.
    Nicht nur die Behandlung der Milbe..............
    sondern ganz viel um die Art der Behandlung der Bienen.....kümmern,
    das müssen wir uns, jetzt, nicht bald.
    Holzundhonig, danke für deine Worte. Edda

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo


  • Ein Kritikpunkt bleibt: Zuchtvölker werden auf Ertrag und und Wabenstetigkeit gezüchtet,
    nicht auf Varroafestigkeit.


    Die Kritik ist unberechtigt. Viele Züchter selektieren auf Erhöhung der Varroafestigkeit.


    http://www2.hu-berlin.de/biene…g/deutsch/KL-Formular.php


    Gibst Du in obiges Formular in der Rubrik 'Varroaindex' z. B. den Wert 140 ein, werden Dir alle gelisteten Carnica-Zuchtköniginnen mit einem Varroaindex von 140 oder höher angezeigt.


    Dabei entspricht ein Varroaindex von 100 der durchschnittlichen Varroafestigkeit aller Völker.


    Ich kaufe gelegentlich unbegattete Königinnen zur Blutauffrischung und habe dabei mit der Berücksichtigung des Varroaindex gute Erfahrungen gemacht.


    Wer allerdings glaubt, die 100% ige Varroatoleranz von Carnica-Völkern sei züchterisch in Deutschland bereits irgendwo erreicht oder stehe kurz bevor, der gehört zur Riege der hier eifrig schreibenden Illusionisten.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon

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