Was ist richtige Varrobehandlung?

  • ...

    Unter Deinen Biolandkollegen findet sich bei den Big Guys bestimmt jemand der Dir 50 Völker verkauft - auch nach diesem Winter...



    Wenn der Preis stimmt, dann könnte der Drohn vermitteln:cool:
    Der Drohn glaubt aber nicht,
    dass der Klaus über 250 Teutonen pro Trachtvolk zahlt:roll:

    Der
    Drohn

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast013 () aus folgendem Grund: Obwohl mit einer Tannentracht zu rechnen ist ;-)

  • Hallo, Remstalimker,


    diese Zeilen kann ich mir nicht verkneifen:
    Erstmal deine Beschreibung des Generationswechsels. Gelungen. :-))
    >*Es sind immer die anderen*< Geht zu Herzen.
    Aber was du dann schreibst:
    6000 Milben oder vergleichsweise 1500 Milben. Ist das ein Tippfehler?


    Selbst vor 20 Jahren, als konventioneller Imker mit Perizin, hatte ich nie mehr als
    150 Milben.
    Jetzt im Naturbau und mit 2 AS-Kurz-Behandlungen 85%ig, liege ich immer zwischen
    Minimum 50 Milben und Maximum 300 Milben.
    Was runterfällt, --was drin ist, weiß ich nicht, aber bei dieser starken Anwendung...


    Bei mehr als 1000 Milben würde ich aufhören, dann hätte ich als Imker total versagt.
    Ich bin jetzt etwas irritiert, solche Milbenmengen kannte ich bisher nicht.


    Gibts da ähnliche Berichte über solch massiven Befall?


    Liebe Grüße, etwas verunsichert, Edda.

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo EDDA,
    ich kann die Zahlen vom Remstalimker nur unterschreiben auch den zeitlichen Ablauf über die letzten 30 Jahre Varroa.
    Wenn Deine Zahlen stimmen - ich habe keinen Grund sie in Frage zu stellen - dann solltest Du Dich richtig freuen, denn es geht doch sehr in Richtung Varroatollerante Biene mit Behandlung.
    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • ...Ich bin jetzt etwas irritiert, solche Milbenmengen kannte ich bisher nicht.

    Gibts da ähnliche Berichte über solch massiven Befall?...



    Vielleicht braucht Edda eine Brille:roll:
    Der Drohn kann Zahlen von vor 10 Jahren dalegen, da war der Schnitt über 3500 Milben bei Winterbehandlungen und ebenso so viele bei der Sommerbehandlung.

    Der Drohn fragt sich nun, wie stark Deine Völker sind lieber Edda:cool:

    Eigentlich dürfte bei dieser Milbenzahl,
    die Du angibst, Dir noch nie ein Volk an Varroa gestorben sein:daumen:

    Der
    Drohn

  • Hab in einer zurückliegenden Null-Grad-Phase vor anderthalb Wochen zwei kleinere Stände OS-behandelt. Hab gestern kontrolliert, Maximum an einem Stand jeweils zwei, an einem anderen 12 Milben bei einzelnen Völkern. Wobei ich von einer Wirksamkeit der Behandlung ausgehe.. Daher bin ich in Sachen Wetter und Temperaturen echt entspannt.. Und hoffe, mich da nicht zu früh zu freuen:eek:

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich hatte letztes Jahr nach der Restentmilbung
    bei einem Volk einen Milbenfall von über 1000 Stück.
    Das Volk scheint aber immer noch putzmunter zu sein.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • Lieber Drohn,
    ja, ich brauche inzwischen tatsächlich eine Brille, Alterssichtigkeit, sagte man mir.
    Jetzt sachlich:
    Winterbehandlung habe ich noch nie gemacht, Ich bringe das nicht übers Herz.
    Rharbharber..........:-))
    Auch ich mache meine Aufzeichnungen, aber hatte die Milben noch nie als Bedrohung
    empfunden. Einfach nur als Fehler aufgrund menschlichen Versagens.
    Mein persönlich menschliches Versagen war eine Dauerbehandlung. Daraus habe
    ich gelernt.
    Ja, Markus, mir ist noch nie ein Volk an Varroa gestorben, aber an übereifrigem
    Behandeln hatte ich heftige Verluste.
    Ich kann nur sagen, daß die Zahlen über Varroafall von über 300 mir fast ungläubig
    erscheinen, ich kenne die hohen Zahlen nicht.
    Ich habe auch eine weiße Windel drin und ziehe immer meine Brille an.
    Wie weit das mit Naturbau und extensiver Völkerführung zu tun hat, weiß ich nicht.
    Ich hatte ja vorher auch Hinterbehandler.


    >Der Drohn fragt sich nun, wie stark deine Völker sind>
    Wie soll ich das beantworten? Beim großem Brutraum sind sie nun gesundgeschrumpft
    und bewegen sich auf der Traube. Höchstens 6 Waben sind besetzt. Ist aber Natur.
    Eijn bißchen Schiß habe ich schon, weil der Winter so ist wie früher, kann aber
    auch ein guter "Schiß" werden.


    Liebe Grüße, der Edda

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo der Edda,
    bist Du der einzige Imker auf weiter Flur oder hast Du direkte Imkernachbarn?

    Viele Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Liebe Edda,

    Zitat

    6000 Milben oder vergleichsweise 1500 Milben. Ist das ein Tippfehler?

    das ist kein Tippfehler. Liebig ist der Meinung, dass anfänglich Völker mit 10 000 ,in Worten zehntausend, Milben überlebt hätten. Ich hätte da beim Zählen längst aufgegeben.
    Edda, du lebst im Land der Glückseeligen. Ich habe mich mal von Henry inspirieren lassen und meine MiniPlus nur im Winter behandelt. Eines lebt jetzt noch.:-(
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • .... Liebig ist der Meinung, dass anfänglich Völker mit 10 000 ,in Worten zehntausend, Milben überlebt hätten. Ich hätte da beim Zählen längst aufgegeben.


    Das geht mir genau so, man schätzt dann nur noch sehr grob. Ansonsten gebe Dir Recht. Meine Schätzungen des Milbenfalls nach Ameisensäurebehandlung auf Bierdeckeln (Stoßbehandlung) im Jahre 1998 ergaben durchschnittlich ca. 7-10 000 Milben/pro Volk während der 4maligen Sommerbehandlung. Winterbehandlung wurde nicht gemacht. Und die Völker haben diesen Milbendruck überlebt.

    Ob sich die Milbe verändert hat, weiß ich nicht (glaube es allerdings auch nicht) aber die von der Milbe übertragenen Krankheiten sind andere, als noch vor 12 Jahren (oder nicht andere, sondern nur massiverer Keimeeintrag). Darüber sollte man mal gründlicher nachdenken. Vor allem, wenn man Völker/Kunstschwärme aus fernen Ländern hierher importiert bzw. kauft. Hier beginnt die Verantwortung des Imkers! Vielleicht haben wir unser jetziges Elend selber für teures Geld importiert?

    Vielleicht kommt aber - zumindest in vielen Gebieten - noch zusätzlich eine Belastung durch die "vergiftete Umwelt" (sprich: Pollen) hinzu.... aber das ist auch nur Spekulation meinerseits, wissen tue ich das nicht.
    Man bräuchte genauere und großflächige Untersuchungen über diese Problematik (Vergleich PSM-Belastung in Pollen und Honig zwischen Ständen ,die in einer Agrarumwelt stehen und solchen, die irgendwo im Wald stehen und in Flugweite keine landwirtschaftlichen Kulturen haben....). Aber dafür fehlt wohl der Mut......

  • Hallo Drohn, Du alter Hühnerschrecker willst also auch Deinen Schnitt machen...:wink:

    Am 7./8.2. beim Biolandimkertag lässt sich unter Verbandskollegen garantiert ein besserer Preis aushandeln.:daumen:

    Gruß Molle
    "The more we are governed, the less we are free."



    Die Ligurier können den Hintern im Winter einfach nicht ruhig halten.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Ich kann mich auch noch gut an die dick braun belegten SChieber erinnern.
    Da hab ich nie gezählt, waren einfach zu viele. 5-10Tausend allemal.
    Die Völker kamen aber gut aus dem Winter, Verkrüppelungen sind mir erst vor 3-4 Jahren aufgefallen.
    Das ist es ja das ich letztes Jahr des öfteren gepostet habe, wie auch von W+W gepostet. Wenige Milben verursachen schon Schäden, die es vor kurzem noch nicht gab.
    Wir werden von den Instituten erst dann was hören, wenn die mal wieder auf super schlau machen können und uns die neuesten Behandlungsstrategien empfehlen können. Unter Umständen mit einer Mediempfehlung eines Chemieherstellers.

    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance