Drahtwurm im Mais

  • Guten Abend,
    Heute im Landw. Wochenblatt :
    Der Drahtwurm zählt zu den wichtigsten und gefährlichsten
    tierischen Schädlingen im Mais.
    Dagegen soll Mesurol flüssig(hellkristallin, Wirkstoff Methiocarb)eingesetzt werden,
    weil Neoniks verboten sind.
    siehe Methiocarb :
    http://www.wohnnet.at/chemische-bekaempfung.htm
    Hier ist noch gar nicht die Rede vom Maiswurzelbohrer.


    Da im frischumgebrochenen Grünland jede Menge Drahtwürmer, Fadenwürmer usw vorhanden sind, muß der Boden oder das Saatgut vor der Maisaussaat mit (jetzt Mesurol flüssig)"behandelt" werden.Ebendso bei Mais auf Mais.


    Da mein Imkerliches Versagen der letzten Jahre, mit den ständigen,hier noch immer andauernden Grünlandumbrüchen für Mais und Biogasanlagen,zeitlich übereinstimmen, steigt in mir der Verdacht eines Zusammenhangs.
    Weiß jemand, wie und womit in den letzten Jahren diese Böden behandelt wurden ?
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Miteinander,
    wenn der Boden behandelt werden m u ß ,
    warum nicht mit Zwischenfruchtanbau von Senf?
    Dort gibt es meines Wissens Sorten, die Nematoden reduzieren, hemmen, an der Vermehrung hindern.
    Ähnlich wie bei Zuckerrüben.
    Mais auf Mais, ist das "gute landwirtschaftliche Praxis"?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,
    Drahtwürmer etc sind IMMER in jedem Boden, und wer je Kartoffeln auf frisch umgebrochenem Grünland gepflanzt hat, weiß, daß das im besten Fall nur Schweinekartoffeln sind - das ist völlig normal, und ab der zweiten Saison vorbei.
    Und wie ich von Bernhard gelernt habe, gibt es über 8000 Arten von Nematoden - jede Art hat IHR ganz spezielles Futter, also warum einfach alle killen? Die machen einen großen Teil des Bodenlebens aus - jede Chemie killt organische Bodenfruchtbarkeit. Und die ist nur sehr, sehr schwer wiederherzustellen.
    Wer meint, mit Chemie "den Boden verbessern zu müssen", senkt sich selber seine langfristigen Erträge.
    Um es mit Bunz zu sagen: "So einfach ist das".

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    ich habe ein wenig gegurgelt :
    2004 wurden Clothianidin und co zugelassen gegen :
    Drahtwurm, Frit,-und Brachfliege, Blattläusen.
    Es tauchen die Namen Lindan, Gaucho, Poncho und Cruiser auf.
    Also wurde es hier auch in Mengen eingesetzt, mit wie wir heute wissen, ungeeigneter Gerätschaft.
    Also haben mich alle Bauern hier belogen.
    Sie würden diese Mittel nicht einsetzen, weil der Maiswurzelbohrer hier noch nicht ist!!
    Haben es aber jahrelang eingesetzt, und maulen jetzt rum, daß sie es nicht mehr bei Grünlandumbruch einsetzen dürfen, und nur noch Mesurol haben.
    Wahrscheinlich muß ich zum Imkern doch noch umziehen.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo,


    20.000 Arten Fadenwürmer sind es. (Sind nicht gleichzusetzen mit den Drahtwürmern).


    Die Zahl 8.000 war die Anzahl der Mikrobe.narten in einem Bienenvolk. Das ist allerdings der Stand der ersten Aufnahme - es sind längst nicht alle identifiziert und erfasst.


    Fruchtfolge, Untersaaten - es gibt eine ganze Vielzahl von Möglichkeiten, eine Balance im Boden herzustellen. Weniger Pestizide ist auch ein gutes Mittel dazu. :wink:



    Bernhard

  • Helmut,


    Du darfst vor allem nicht die diversen Wachstumsregler vergessen.


    Schneller wachsen, langsamer wachsen auf Befehl.


    Nimm Dir einen Einkaufswagen und klicke Dich hier durch:


    http://www.raiffeisen.com/pfla…ager/splitParams/15/W/f/0


    Was haben die für einen Einfluss auf Bienen? Frage deine Landwirte doch mal nach Wachstumsreglern.


    Bist Du nächste Woche in Essen mit dabei?


    Bernhard

  • Moin,
    Bin ich zu blöd zum Imkern, oder liegen Vergiftungen vor ?
    Auch da wo der Wurzelbohrer noch nicht ist.
    Das ist meine Frage !
    Wie kann ich es rausfinden und beweisen, das ich endlich meine Seelenruhe wiederfinde ?
    Der DIB scheint ja nicht gerade an dem Thema interessiert zu sein.
    http://www.lr-online.de/region…terben;art13825,2670799,0
    scheint in einer anderen Ecke ja ähnlich zu sein.
    Das kommt vom DIB
    http://www.deutscherimkerbund.…w_Landwirten_u_Imkern.pdf


    Bernhard , was ist wann in Essen ?
    Ich bin bis zum 31.1 auf dem Rottaler Bienenhof.
    Gruß
    Helmut

  • In Essen findet vom DIB und den Münsteranern (Dr. Mühlen) eine Veranstaltung statt, welche den "Dialog" zwischen Imkern und Landwirten fördern soll.


    Ich weiss allerdings nicht, inwiefern diese Veranstaltung öffentlich ist. Ich werde teilnehmen.


    Ich hoffe, dass dieser "Dialog" auch schon bald praktische Früchte treiben wird und nicht in Ewigkeit ein Dialog bleiben wird.


    Viele Grüße


    Bernhard