Mais hilft sich selbst gegen Maiswurzelbohrer

  • Hallo zusammen,


    habe gestern weiß nicht mehr wo einen Beitrag im TV gesehen.
    In einem sternförmigen Versuchsaufbau wurden mehrere
    Glasgefäse mit Glasrohren miteinander verbunden.
    Überall kam die gleiche Erde rein.
    Im zentralen Gefäß war nur Erde.
    In die sternförmig angeordneten Gefäße kam jeweils eine
    Maispflanze.
    In eines der Gefäße wurde die Larve des Maiswurzelbohrers eingesetzt.
    Die Maiswurzelbohrerlarve fing an die Wurzeln der Maispflanze zu beschädigen,
    worauf die Maiswurzeln ein Gas absonderten.
    In das zentrale Gefäß wurden Nematoden eingesetzt.
    Als das Gas aus dem Gefäß mit der Larve das zentrale Gefäß
    erreicht hatte begannen die Nematoden sich in Richtung des Gefäßes
    mit der Larve zu bewegen - und zwar nur in diese Richtung -.
    Als die Nemadoden die Larve erreicht hatten begannen sie sofort diese
    anzubohren und auszusaugen, wodurch diese abgetötet wurde.
    D.h. die ursprünglichen natürlichen Maissorten haben ein Gen, das
    die Pflanze vor dem Maiswurzelbohrer schützt.
    Die genveränderten Sorten besitzen dieses Gen - warum auch immer ? -
    nicht mehr und sondern diese Gas nicht aus.
    Ein Schelm wer böses dabei denkt.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • Ich würde eher mal denken, dass die Böden, welche heutzutage in der konventionellen Landwirtschaft genutzt werden das Wort "Nematode" bzw "Fadenwurm" schon gar nicht mehr kennen weil da nichts mehr lebt. Die werden wohl genau so steril sein wie Steinwolle.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Die genveränderten Sorten besitzen dieses Gen - warum auch immer ? nicht mehr...


    Weil die Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln unter einer Decke stecken.


    An Pflanzen die einer Art Selbstheilung fähig sind verdient man kein Geld...

  • An Pflanzen die einer Art Selbstheilung fähig sind verdient man kein Geld...


    Du irrst. Genau mit denen verdient man Geld. Wenn man nicht vorher vergessen hat, sie sich patentmäßig unter den Nagel zu reißen.. :wink:

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo zusammen,
    habe die Sendung auch gesehen, das war auf arte mit dem Titel: Kluge Pflanzen.
    Die Sendung ist in 2 Teilen und die Beschreibung hier war im 2. Teil. Kann man auch noch im web auf arte +7 sehen und wird auch wiederholt (Mo. und Di. jeweils 14 - 14:45 Uhr).


    honig ,
    nein, in unseren Böden ist der Fadenwurm nach wie vor vorhanden. Nix Steinwolle.


    Schilling
    Das Problem sind die Züchtungen. Es liegt nicht am Genveränderten Mais. Beim Mais gab es immer neue Züchtungen auf höheren Ertrag, Klimaverträglichkeit usw. und dabei wurde die eigentliche Fähigkeit, sich gegen diesen Parasiten zu schützen einfach "weggezüchtet". In der Schweiz (dort werden die Versuche gemacht) bastelt man nun wieder an einer Rückzüchtung der alten Sorten. Zumal die Spritzerei, wie gezeigt, nichts bringt.
    Viele Pflanzen haben, wie im Film gezeigt, Selbstschutzmechanismen.
    Wenn nur der Mensch nicht dauernd reinpfuschen und meinen würde, er wüßte alles besser und müßte korrigieren.
    Ich denke da auch an unsere Bienen und das Varroaproblem. Gibt es da vielleicht Parallelen? :Biene:
    War jedenfalls hoch interessant und habe ich mir als Diskussionsthema fürs IFT aufgehoben. :lol:
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo zusammen,
    habe die Sendung auch gesehen, das war auf arte mit dem Titel: Kluge Pflanzen.
    .....Das Problem sind die Züchtungen. Es liegt nicht am Genveränderten Mais. ...... In der Schweiz (dort werden die Versuche gemacht) bastelt man nun wieder an einer Rückzüchtung der alten Sorten. .......
    Gruß
    holmi


     
    Na, das denk' ich doch!!! Wer hats erfunden? "Die Schweizer!" (Syngenta)
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


  • Ich denke da auch an unsere Bienen und das Varroaproblem. Gibt es da vielleicht Parallelen? :Biene:


    Vielleicht zu Hunderassen mit HD-Anfälligkeit oder erhöhtes Auftreten von Taubheit oder MDR1-Defekt oder, oder , oder...
    Kann es vielleicht sein, daß die Züchtungen eher die Probleme bekommen, als die Wildformen?


    Grüße aus dem Vorharz


    Jörg

  • ...der Fadenwurm ...


    "Der" Fadenwurm?


    Von welchen der 20.000 Arten der Fadenwürmer redet ihr überhaupt? :confused:


    Fadenwürmer kommen virtuell überall auf der Welt vor, da sie eine wichtige Rolle beim Rückbau verschiedener Verbindungen spielen. Für fast jede stoffliche Verbindung gibt es eine oder mehre eigene Fadenwurmart/en.


    Manche fressen Larven im Boden, manche fressen eben Pflanzenwurzeln. Wenn der Mensche praktisch ein Gift anwendet und die ganze Reihe Arten dabei umbringt, braucht er sich über Ungleichgewichte nicht wundern, oder?


    Die Parallele zu den Bienen ist sehr deutlich. Auch hier werden Versuche angestrengt, die Ungleichgewichte "wegzuzüchten".


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,
    die rede war von Fadenwürmern. Welche? Keine Ahnung.
    Jedenfalls fressen die wiederum die Larven des Maiswurzelbohrers, denn die sind ja die eigentlichen Schädlinge.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Vielleicht folgt der Käfer auch einfach nur den Spuren des gentechnisch veränderten Mais.


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,
    es hat ausnahmsweise mal NICHTS mit Gentechnik zu tun.
    War ich nicht zu ketzerisch, als ich Parallelen zur Bienenzucht zog?
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Pflanzen kommunizieren untereinander:p_flower01:.
     
    Mittels Botenstoffe werden z. B. das Auftreten von Fressfeinden weitergegeben; ist lange bekannt, man lese dazu das empfehlenswerte Buch: "Der Ruf der Rose" von D. u. I. Kerner.
    Die Autoren sind keine Esos, sondern "emotionslose" Journalisten.
     
    Grüße
    Thorben

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.


  • es hat ausnahmsweise mal NICHTS mit Gentechnik zu tun.


    Hallo Zusammen,
    vielleicht hilft dieser Beitrag
    http://www2.unine.ch/nccr/page28580_de.html 
    zum Thema etwas weiter.
    Es hat sehr wohl etwas mit Gentechnik zu tun, wenn versucht wird der Maispflanze eine Eigenschaft wieder "zurückzugeben" die sie einmal besaß. Denn der Maiswurzelbohrer ist ja nicht erst gestern vom Himmel gefallen und hat in früheren Zeiten sicher nicht den Mais in seiner Existenz gefährdet, sondern die Pflanze wusste sich offensichtlich zu wehren.
    Die Gentechnik hat wie jede Technik zwei Seiten.
    Gruß Eisvogel
    Info am Rande:
    Einer der Autoren wird auf dem Imkertag im März in Baden sprechen.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk