Januar 2010, wieviele überleben bis jetzt?

  • Und was kostet das die Völker für Mengen an Energie?:evil::roll:


    Das ist auf schwäbisch gesagt scheissegal wenns der Verdünnung der Varroa dient.
    So schlimm kanns ausserdem nicht sein, denn die so geführten Völker bringen viel Honig und kommen vor allem gesund über den Winter!

  • Nein, eben nicht!!!!!
    Mal dir mal einen Kreis mit dem Radius 1 auf, und mit gleichem Mittelpunkt einen mit dem Radius 2 - um wieviel größer ist die Fläche dann? :cool:


    Augenwischerei! Es ist doch überall drumrum die böse Landwirtschaft. Monokultur und Pestizide so weit das Auge reicht...
    Ist doch egal wo sie sammeln den Dreck holen sie sich so oder so.
    Wenn nicht auf dem Acker von Bauer Maier, dann auf dem Acker von Bauer Müller.

  • Da muss ich dem Sam bei pflichten. Der Liebig scheint mit seiner Betriebsweise erfolgreich zu sein denn ansonsten würde er diese modifizieren oder umstellen (man mag von der Art wie Herr Liebig und Frau Pia Aumaier mit den Bienen umgehen halten was man will).
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich vermute, weil es rundherum immer mehr Imker oder "Wochenend-Bienenhalter" gibt, die unzureichend oder zu wenig behandeln. Oder wird die Milbe widerstandsfähiger?


    Nichts für ungut aber hast du das jetzt im Kaffeesatz gelesen? :cool:
    Olli

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    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Summ : es werden aber immer weniger Imker....


    honig : Liebig himself vielleicht, aber es gibt genug Imker, die danach arbeiten und trotzdem deutlich größere Verluste als er haben....


    sam : nix Augenwischerei, es werden "nur" etwa 35% der Gesamtfläche Deutschlands für Pflanzenbau genutzt - die Chance, auch mal nen Bioacker oder einen Mischwald mit Blüten zu treffen, steigt mit größerem Flugkreis.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sabine meinste seine besten Tricks behält er für sich? :)

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  • Liebig himself vielleicht, aber es gibt genug Imker, die danach arbeiten und trotzdem deutlich größere Verluste als er haben....


    Bloße Behauptung! Dann haben sie es möglicherweise nicht richtig gemacht.
    Es gibt genug Imker die danach arbeiten und noch weniger Verluste haben als er...


    Zitat


    sam : nix Augenwischerei, es werden "nur" etwa 35% der Gesamtfläche Deutschlands für Pflanzenbau genutzt - die Chance, auch mal nen Bioacker oder einen Mischwald mit Blüten zu treffen, steigt mit größerem Flugkreis.


    Doch Augenwischerei!
    Wenn das nur 35% sind die für Pflanzenbau genutzt werden, warum dann diese Aufregung... sind ja auch ein paar Bioäcker dabei...:roll:


    Es geht doch nicht um die Flächen auf denen sich die Bienen nicht vergiften.
    Es geht um die, wo sie ihren kontaminierten schlechten "lysinfreien" Pollen herbekommen.
    Je größer die Anbauflächen solcher Garstige-Pollen-Felder ist(unbestritten zunehmender Maisanbau, zunehmende Pestizideinsatz), und je größer der Flugradius ist,(weil der kleine Flugradius nicht genügend Nektar und Pollen bring umd das Überleben zu sichern), desto wahrscheinlicher ist es, dass jedes Volk auf diesen Flächen sammelt und den Garstige-Felder-Pollen nach Hause bringt und damit die Winterbienen aufzieht...


    Also alle Bienen sind dem Mist ausgeliefert, trotzdem bleiben die einen unter Führung von Imker A am Leben und de andern sterben über den Winter und Imker B wundert sich und sucht die Schuld bei anderen.


    Wann wird eigentlich gespritzt und wann wird das letzte mal gespritzt?
    Wieviel von dem kontaminierten Pollen aus der "Spritzzeit" bleibt tatsächlich bis zur Aufzucht von Winterbienen eingelagert?

  • Summ : es werden aber immer weniger Imker....



    Es werden immer weniger Imker die aber immer mehr Völker halten (wollen!). Es ist halt ein Unterschied, wenn, wie zu Urgroßvaters Zeiten in jedem Garten ein Bienenkorb steht - oder, wie Heute - in einem "Garten" 100 ! mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Hallo,


    den Urgroßvater von mir kenne ich nicht mehr. Mein Großvater hatte aber bereits ein Bienenhaus mit ca. 20 Völker. Auch wenn man die in den Museen beschriebene Imkereien anschaut, sind es immer mehr als 1 Stock.


    Ich gebe dir Recht, dass 100 Völker an einem Platz eindeutig zu viele sind, obwohl ich das auch schon gesehen habe.


    Gruß
    Werner

  • ...Wirkung des Drohnenschneidens...



    Die Ergebnisse einer Studie über das Drohnenschneiden (ist schon etwas her; Uni Berlin?) warfen die Fragestellung auf, inwiefern das Ausschneiden von Drohnen Milben "züchtet", die bevorzugt Arbeiterinnenbrut befallen. Indem hauptsächlich die Milben überleben, die nicht in die Arbeiterinnenbrut gegangen ist, erscheint die Folge konsequent logisch und unvermeidlich.


    Des Weiteren stelle ich mir die Frage, inwiefern in den angeführten Studien der tatsächliche Befall mit Varroa gemessen wurde? Über den natürlichen Totenfall? Welche statistische Relevanz hatten die Versuche? Waren es 30 oder 500 Völker, die untersucht wurden?


    Ein weiterer Aspekt, den ich hier anführen will, ist für einen besseren Vergleich gedacht:


    Was ist besser? Wenn die Schäden an der Drohnenbrut auftreten, oder an der Arbeiterinnenbrut?


    Wer die Studie über das Honigbienenpopulationsmodell (HoPoMo) gelesen hat, wird ahnen, dass Schäden besser auf die Drohnen abgewälzt werden. Daher hat eine Studie über die Wirksamkeit des Drohnenschneidens nur Aussagekraft, wenn die entstandenen Schäden in der Arbeiterinnen- und Drohnenbrut miteinander verglichen werden.


    Noch ein Aspekt möchte ich einbringen - die Vermehrungsrate der Varroamilbe unterscheidet sich, je nachdem, ob sie sich in einer Arbeiterinnenzelle oder Drohnenzelle befindet. Was bewirkt das Drohnenschneiden und die vermehrte Abwanderung in Arbeiterinnenzellen?


    Zu wenig wissen wir, um solchen invasiven Eingriffe vorzunehmen. Die Intention mag gut sein oder eine Tat der Verzweiflung sein, doch graben wir dabei selbst das Bienengrab?


    Bernhard

  • Ich möchte mal zwei Beobachtungen hier einbringen:
    Seit 20 Jahren schneide ich meist Drohnenbrut. In den letzten beiden Jahren aber finde ich so gut wie keine Milben mehr darin, egal wohin ich sie hänge. Das habe ich mir selbst immer prophezeit.Bernhard hats sehr schön beschrieben,warum.
    Da ich auf einem klar abgesteckten Gebiet und ohne Wanderungen arbeite (ausser ab und zu in die Heide), in dem nur in der Frühtracht 2 Berufsimker meine Wege kreuzen,habe ich meine eigene Milbepopulation so weit gebracht( These ).
    Ausgehend davon,daß Reinvasion nicht auszuschließen sei,könnte die Aussagekraft von vergleichenden Versuchen mit Völkerbewegungen schon an Beweiskraft verlieren.
    Die zweite sache wäre, Psm können ja auch prima über wasser eingetragen werden. Und da können zwei nahegelegene Stände doch schon sehr unterschiedliche Quellen haben...
    An meinem Hausstand, der als U angelegt ist, konnte ich zudem beobachten:
    die Pollenernte der Reihe mit Flugloch nach Norden sah komplett anders aus als die derer mit Flugloch nach Süden, ups !
    Ich schliesse natürlich damit nicht aus ,daß es sich bei den verlorenen Völkern um Varroaschäden handelt.
    Problem ist nur (achtung, wieder eine These):
    Die einen verlieren die Völker durch unzureichende Behandlung an zuviel Milben.
    Die Anderen durch (zu) ausgiebiges Behandeln , durch geschwächte Bienen und vielleicht auch kranke Milben als Bazillenschleudern ?
    Usw...
    Zurück zum Thema :
    Nachwievor ,von 60 haben 2 den Geist aufgegeben. Und ich auch bald, wenn die nicht endlich ihren Reinigungsflug machen können...