Januar 2010, wieviele überleben bis jetzt?

  • Moin Imkers!
    Ich hab vor 2 Wochen das letzte mal gehorcht. Es scheint alles okay zu sein. Eingefüttert habe ich reichlich und mache mir deswegen keine Sorgen. Was die Temperaturen betrifft so wird mir ja hier im Forum immer gesagt, dass die keine große Rolle spielt. Die können das ab.
    Milbe und Krankheiten ist ein anderes Kapitel, da kann schon noch allerhand passieren. Aber ich lass die Damen erst mal völlig in ruhe und unternehme erst etwas wenn sie sich am Flugloch zeigen.
    Neugierig bin ich allerdings schon.

    n'shön Sonntag noch
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Hallo,


    alle noch am leben. eines schwach, da könnt es eng werden, zwei etwas lauter, wundert mich aber nicht besonders, da diese Völker ich im ganzen jahr von den Anderen im Verhalten unterschieden haben.


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Wir waren heute mal nachgucken: von 5 Völkern leben doch alle. Allerdings offenbarte sich beim Blick durchs Flugloch, dass bei allen fast der gesamte Boden voll mit toten Bienen liegt :-(
    Roman

  • Was ich immer noch nicht ganz verstehe: Wenn es also immer wieder massive Verluste gibt, dann doch ohnehin nur bei Völkern, die nicht tolerant genug sind. Damit erfolgt also doch eine Auslese, insofern hätten sich doch über die Jahrzehnte mittlerweile tolerante Stämme durchsetzten müssen? Ich befürchte, wir haben mindestens ein weiteres Problem ...
    Bin am Freitag in Landsberg (Lech) bei einem Vortrag von Dr. Ritter zum Thema Bienenverluste und Strategien dagegen und hoffe auf Antworten.

    cu
    Gernot

  • Hallo Gernot,

    die Selektion auf Varroatoleranz funktioniert nicht, wenn gleichzeitig behandelt wird. Es gibt eine Verfälschung: es überleben die Völker, die mit Behandlung mit der Varroa klarkommen. Zudem ist die Behandlung selbst eine Belastung. Es überleben also die Völker, welche die Behandlung aushalten, und die anderen Belastungen.
    Selektion auf Varrotaoleranz kann also nur funktionieren wenn nicht behandelt wird. In der vergangen Zeit wurde aber immer mehr und immer stärker behandelt, was letztendlich nur die Varroa selektiert hat, allerdings nicht zum Vorteil der Bienen.

    Gruß
    Werner

  • Zitat

    was letztendlich nur die Varroa selektiert hat, allerdings nicht zum Vorteil der Bienen.


    Das sag ich doch die ganze Zeit.
    Dazu gehört auch das schwachsinnige Drohnenschneiden, weil damit allen Völkern mit auch nur einem Hauch von Toleranz jede Vermehrungsmöglichkeit zum passenden (!) Zeitpunkt genommen wird.
    Wir selektieren mit Behandlungen auf überlebensfähige Varroen - wir sind damit Milbenzüchter und keinesfalls Bienenzüchter...:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • die Selektion auf Varroatoleranz funktioniert nicht, wenn gleichzeitig behandelt wird


    Ja, während der Datenerhebung darf nicht behandelt werden:


    http://www2.hu-berlin.de/biene…st/leistungspruefung.html


    Die Kunstschwärme werden jedoch nach der Bildung und vor der Einwinterung also vor der Prüfung gegen Varroa behandelt!


    Im Prüfjahr selber wird dann der Anfangsbefall zur Salweidenblüte ermittelt und wieder vor der Sommerbehandlung. Daraus gibt sich ein Vermehrungskoeffizient.

  • Gestern gehorcht... alle da. Bei -3° und strahlendem Sonnenschein tat sich was mehr in den Beuten als in den Wochen zuvor. Ich denke, sie stehen in den Startlöchern. Sogar in einer Beute beständiges knabbern, hoffe, dass es keine Wachsmotte ist. Gemüll konnte ich nicht anschauen, alle Verschlussbretter noch verquollen und vereist. Ich hoffe und bete, dass die angekündigte Wärmeperiode (!)(?) nicht zu stark ausfällt und vor allem keine 2 Wochen dauert.

    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ich hoffe und bete, dass die angekündigte Wärmeperiode (!)(?) nicht zu stark ausfällt und vor allem keine 2 Wochen dauert.


    Und ich hoffe, dass du in den nächsten Wintern ruhiger wirst, sonst überleben dich deine Bienen.:wink::liebe002:
    Ich finde, mit dem Wetter brauchen wir keine so große Panik machen. Hier wird von manchen Imkern ein wenig übertrieben.
    Ob kalt oder warm, die :Biene::Biene: packen das schon.
    Gruß Peter

  • Hagen geh mal auf wetteronline.de - dann such dir den nächstgelegenen Ort von dir aus raus und klick auf "Rückblick" ... da kannste die Daten von den letzten Jahren (bis glaube ich 1995) ein sehen. Du wirst feststellen dass es anfang Februar teilweise schon wesentlich wärmer war.
    Olli der zur Zeit nicht an die Bienen denkt - Frühjahr geht früh genug los ...

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • o. k.... es ist ungewohnt, dieser erste Bienenwinter. Im Hinterbehandler- Gebiet den Leuten, die ungläubig meine Holzkisten anschauen (man sieht sie jetzt vom Weg aus), erklären zu müssen: "Ja, das macht den Bienen nichts aus. Die brauchen keine Isolierung!" Die Rückfrage zu entkräften: "Aber ich habe ich das mal bei dem und dem gesehen, da wurden die richtig gut eingepackt!" ist nahezu unmöglich, weil ja derjenige schon nahezu 50 Jahre Bienen hat. usw.
    So nährt man halt meine Zweifel, die zwar nicht rational sind, aber im Unterbewusstsein doch vorhanden. Ich werde ruhiger, versprochen!


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)