Hilfe die Pappeln kommen (wieder)!

  • Hallo!
    ich habe letztes Jahr einen Acker erstanden, der war eine Pappelplantage und der verkaufende Bauer hatte die Pappeln vor dem Verkauf abgesägt.


    Nun habe ich das Problem das die Pappeln wieder ausschlagen, die sind teilweise schon wieder 2 meter hoch, und es werden immer mehr!


    Was mache ich denn da am besten gegen? Ich hatte letzten Herbst schon diverse Bäume (Kastanie und Kornelkirsche) und Büsche (Weißdorn und Weiden) "dazwischen" gepflanzt und freigehackt was ging.


    Momentan fällt mir nur ein, die neuen Pappeln alle paar Monate von Hand abzuhacken und hoffen das dem Wurzelwerk irgendwann der Saft ausgeht :(


    Gibt es da vielleicht eine bessere Lösung?

  • Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:


    die "saubere Lösung", die jeder Obstanbauer betreibt und die eigentlich auch für deinen "Bauern die richtige gewesen wäre, nämlich die Wurzelstöcke der Bäume auszugraben oder wie Du schon schreibst alles abzuhacken was da nachwächst. Ich habe keine Erfahrung mit Pappeln, bei anderen Bäumen oder auch Sträuchern kann das einige Jahre dauern.

  • Da hilft nur ausgraben als entgültige Lösung, genau wie Weiden kommen die immer wieder.
    Und das ist Arbeit ohne ende, hab ich einmal gemacht, nie wieder.


    Mit freundlichen Grüßen
    Thorsten

  • Roundup?! ;) *duck*
    Olli




    PS: Das war ein Joke

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Momentan fällt mir nur ein, die neuen Pappeln alle paar Monate von Hand abzuhacken und hoffen das dem Wurzelwerk irgendwann der Saft ausgeht :(
    Gibt es da vielleicht eine bessere Lösung?


    Ja, dem Manne kann geholfen werden.
    Abhacken bringt nix,
    ausgraben - na viel Spaß...


    Lösung 1:
    Bei uns kann man bei Geräte-Verleihfirmen Stubbenfräsen mieten.
    Damit raspelt man alles bis in die Erde hinein nieder.
    Der Rest verrottet.


    Lösung 2:
    Frag mal bei der Landwirtschaft, beim Forst oder dem Jagdverband nach.
    Dort macht man sowas in Lohnarbeit.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin zusammen!
    Ich trau` mich auch kaum es zu schreiben, aber ich habe irgendwo mal gehört man solle in die Stümpfe der abzutötenden Bäume (wasn fieser Ausdruck!!!) reichlich Löcher bohren und dahinein ein Mittel, ich meine es wäre Round-Up gewesen, füllen. Abdecken nicht vergessen.
    Durch das direkte Einbringen in den noch lebenden Restbaumkörper soll dieser dann komplett absterben.
    Ob es stimmt weiss ich nicht, ist alles nur vom Hörensagen.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Wabenklau,
     
    wenn ich das richtig verstehe handelt es sich bei deinem Acker um eine ehemalige Energieholzplantage, oder?
    Also hast du je nach damals geplanter Umtriebszeit und je der Anzahl vorangegangener Ernten zwischen 3000 und 20000 Pappeln pro ha stehen.
    Da wirst du weder mit Stubbenfräse, Löcher bohren oder ausgraben weit kommen. Es sei denn du hast nur ein paar m² erstanden, wie groß ist denn die Fläche?
    In der Regel kommen zur Wiedereingliederung solcher Flächen Rodungsfräsen zum Einsatz. Dabei wird die gesamte Fläche auf 40 cm Tiefe gefräst und die Dickwurzeln und Stöcke in so kleine Teile zerhackt, dass sie nicht mehr fähig sind erneut auszutreiben.
    Allerdings ist diese Methode auch ziemlich kostenspielig, je nach Flächengröße liegst du schnell bei 1000,-€ pro ha.
     
    Ich hoffe ich konnte dir ein bißchen weiterhelfen,
     
    Gruß Christoph

  • Hallo!
    ich habe letztes Jahr einen Acker erstanden, der war eine Pappelplantage und der verkaufende Bauer hatte die Pappeln vor dem Verkauf abgesägt.
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    Momentan fällt mir nur ein, die neuen Pappeln alle paar Monate von Hand abzuhacken und hoffen das dem Wurzelwerk irgendwann der Saft ausgeht
     
    ....


     
    Gibt es, wie Vorschreiber berichteten. Aber Roundup... na danke. Hacken, hacken, hacken... funktioniert. Und Löcher bohren in die Stümpfe (ohne Gift hinein) fördert die Zersetzung selbiger. Akkuschrauber und Forstner- Bohrer. Du willst doch kein Ackerland draus machen, da darfs doch 3 Jahre dauern.
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • ...reichlich Löcher bohren und dahinein ein Mittel, ich meine es wäre Round-Up gewesen, füllen.


    Moin Patrick,


    nicht Round-up sondern "Holzhai".
    Gibt`s bei Westfalia.
    Hatte ich auch mal vor bei meinen Robinien.
    Aber... es gab da mal einen Test.
    Und der zeigte, das Mittel taugt nix.


    Zu Rond-up: Das funktioniert.
    Im Frühjahr warten bis Blattwerk an den Schößlingen ist.
    Dann die Blätter bestreichen oder besprühen.
    Das geht systemisch in die Stubben und killt die Wurzeln.


    Und ja - ich kenne die Diskussionen um Round-up und beteilige mich nicht an neuen Diskussionen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Gibt es da vielleicht eine bessere Lösung?


     
     
    ...eigentlich die besten voraussetzungen für eine schöne große
    Pappelplantage ............:wink:
     
    duck und wech
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • ...eigentlich die besten voraussetzungen für eine schöne große
    Pappelplantage ............:wink:
    Daniel


     
    Oder halt so.... In Verbindung mit ner Hackschnitzelheizung die Pappeln weiternutzen.
    Und den Bienen Propolis- Grundstoff en Mass anbieten...

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Danke für die Tipps, der Acker hat nur 7880 Quadratmeter. Roundup würde ich nie benutzen, abgesehen davon das mein wundersamer Acker in einem Naturschutzgebiet liegt...
    Einige Pappeln stehen am Rand noch - genug für die Propolisproduktion ;)


    Wie es sich Darstellt gibt es wohl für mich nur die Lösung: Hacken, Hacken und nochmals Hacken...
    Da habe ich ja noch viel Arbeit vor mir, zumal der Bauer obendrein noch alle Pappelstämmchen die er nicht verwerten wollte liegenlassen hat :mad:.
    Naja, was solls. Den Bienen macht es ja nix wenn ich da alle paar Wochen auf dem Acker herumkreuche und Stämmchen Abhack.


    Tauschen würd ich wohl, aber das Stück will niemand haben der noch bei Trost ist (Was sagt das über mich?) :)