Eure Erfahrungen! Bringen die größten Völker den meisten Honig?

  • Ist der Honigertrag größer wenn die Völker größer sind? 55

    1. Ja (39) 71%
    2. Nein (16) 29%

    Hallo,
    sicher nur subjektiv da der Ertrag von vielen Faktoren beeinflusst wird. Dennoch interessiert mich Euere subjektive Meinung ob die größten Völker auch den meißten Honig bringen?
     
    Ich mag mir einfach ein Bild von dem Durchschnitt der Meinungen machne...

  • Nein !


    (ich vermute das du am Ende Deine Umfrage genau so schlau bist wie vor Deiner Umfrage :wink:)
    Schicke Dir PM )
    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Drohne Daniel () aus folgendem Grund: PM

  • meine Antwort lautet definitiv NEIN!


    Natürlich brauchst Du eine gewisse Volksstärke für eine gute Honigernte. Aber was hilft dir ein Volk, das alles verbrütet, die ganze Kiste mit Bienen füllt aber keinen Honig einlagert? Sklenar nennt solche Völker Fleischvölker.
    Das Gegenbeispiel habe ich auf meinem Stand: im Frühjahr war das Volk so schwach, dass ich es eigentlich auflösen wollte. Auch im Sommer war der Kasten subjektiv beurteilt eher schwach besetzt. Der Honigraum war aber mit Abstand der schwerste auf dem Stand.

  • Es war Prof. Dr. Clayton l. Farrar, der 1937 feststellte, daß Völker mit 30000, 45000 und 60000 Bienen nicht 2-, 3- und 4 mal, sondern 2,7 mal, 4,4 mal und 6,1 mal mehr Honig als Völker mit 15000 Bienen einbringen.
    Quelle:
    Die Magazinbetriebsweise der Weltimkerei

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Nein!!!
     
    Die Langlebigkeit und die Koordination auf eine Haupttracht sind die wichtigsten Punkte für eine spitzen Ernte!
     
    ...
    Im Moment hat der Drohn aber diese Punkte nach Hinten verschoben,
    in seiner Auswahl!
    Im Moment geht es dem Drohn nur darum,
    welche Völker kommen mit den gegeben Umständen zu recht:daumen:
    Wenn das Überleben gesichert ist, dann kann wieder nach Ertrag selektiert werden.
     
    Der
    Drohn
    der weiß,
    dass es nur um das Überleben geht:u_idea_bulb02:
    Ertrag ergibt sich dann von Alleine!

  • Dann würden nach der Rechnung von Farrar 60000 Bienen 915kg, bei gleichen Bedingungen, eintragen können.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Dann würden nach der Rechnung von Farrar 60000 Bienen 915kg, bei gleichen Bedingungen, eintragen können.


     
    Wenn Haile Gebrselassie in 2 Stunden und 4,55 Min 42,2 Km läuft dann lauft Ihr Beiden also in dieser Zeit insgesamt 84,4 Km :roll:.
    Natürlich unter gleichen Bedingungen :wink:
    Interessanter Lösungsansatz:wink:
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Yep, der Drohn hat mal wieder recht - langlebige Bienen bringen im Endeffekt mehr als als eine Riesenmasse kurzlebiger. Wobei sehr viele kurzlebige in einer Einzeltracht auf den Punkt auch enorm viel bringen können....
    Ideal sind dann natürlich viele, langlebige Bienis, aber welcher Imker hält das schon nach und markiert mal die Mannschaft, die an einem Tag schlüpft, zählt, und zählt ab dem 10. Tag dann jeden zweiten Tag die, die noch da sind....:cool:


    eta: wer von euch weiß denn schon, ob er lang- oder kurzlebige Bienen hat? ;-)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Bienenfreunde!
     
    Der Leitsatz ist grundsätzlich richtig, dass große Völker den meisten Honig eintragen. Voraussetzung ist aber, dass zu der Zeit wo die Völker stark sind, auch Tracht herrscht. Sollte der Fall eintreten, dass im starken Volk täglich tausende Jungbienen schlüpfen, die Fugbienen mangels Tracht noch älter werden als sonst, dann verbraucht genau dieses Volk auch weit mehr an Honigvorräten als ein schwaches Volk. Da kann es dann passieren, dass bei der Endabrechnung, sprich Honigernte die stärksten Völker am wenigsten Honig haben, was aber nicht heißen soll, dass dieses Volk übers Jahr nicht viel eingetragen hat, aber noch mehr verbraucht hat.
     
    Voriges Jahr war bei uns genau eine solche Situation. Alles honigte, super Fichten und Tannentracht, spitzen Tageszunahmen, aber ab etwa 20.06. nur mehr Schlechtwetter. Da haben dann genau die stärksten Völker am meisten Honig verbraucht.
     
    In unserer Gegend ist relativ oft mit Waldtracht zu rechnen. Da ist es oft so, dass die Völker, die im Frühjahr die stärksten sind, nicht unbedingt am meisten Honig zum Ernten haben, da diese Völker noch vor der Waldtracht häufig in Schwarmstimmung geraten. Da kann es schon passieren, dass ein kleines unauffälliges Volk die Blütentracht zur Entwicklung nutzt, keinen Gedanken ans Schwärmen verschwendet und bei der Waldtracht dann richtig los legt.
     
    Also zur richtigen Zeit die richtigen Völker. Darum haben sich auch schon manche Buchautoren über Verstärkung oder Beschränkung von Völkern gedanken gemacht.
     
     
    MfG
    Honigmaul

  • Ich glaube nicht das Markus auf langlebige Bienen selektiert sondern auf Bienen die die Varroa überleben.
    Wenn das geklappt hat, dann wieder aus diesen Bienen auf Ertrag.
     
    So sollte es eigentlich Jeder machen. Sollte!!!:u_idea_bulb02: