Bienenbeute mit integriertem Varroagitterboden?

  • Hallo ImkerInnen
     
    Neulich diskutierte ich mit Imkerkollegen über Bienenbeuten mit integriertem Varroagitterboden ja/nein. Die Meinungen gehen da auseinander. Von besserer Varroakontrolle bis mehr Nistgelegenheit der Motte. Was meint ihr dazu, was habt ihr für Meinungen?
     
    Gruss Mario

  • Wir sprechen doch von dem Gitterboden. Hat mit der Varroamilbe eigentlich nichts zu tun, außer, dass sie durchfallen, wenn sie fallen. Die Motte ihrerseits, hauptsächlich die Wachsmotte Nistet nicht auf dem Gitterboden, sondern in den Waben, hat also erst recht nichts mit dem Gitter zu tun. Das Gitter ist wohl hauptsächlich da, um das Einfliegen fremder Bienen und das reinklettern von Mäusen zu verhindern und dabei gleichzeitig den Bienenstock ordentlich zu belüften. Aber natürlich ist es schon praktisch, dass die Milben durchfallen.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Wolfgang,


    der Gitterboden hat sehr wohl was mit der Varroa zu tun. Erst mit dem Auftreten der Milbe und dem damit verbundenen Zählen wurde der Gitterboden entwickelt. Davor gab es nur geschlossene Böden. Ich werde heuer zum Vergleichen wieder geschlossene Böden machen, mal schauen.


    Gruß
    Werner

  • Hi,
     
    ich kann zwar noch nicht auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen, aber mir gefällt am Gitterboden, dass man nicht nur Varroen zählen kann, sondern grad jetzt im Winter auch manch anderes vom Gemüll ablesen kann, ohne oben aufmachen zu müssen.
     
    Ich habe neue Bergwinkel Hohenheimer Beuten, da ist ein Gitterboden mit Varroalade darunter und das dichtet schon soweit ab, dass es für mich nicht mehr als "offen" gilt... freilich schon luftiger, als wenn ein fester Boden drunter wäre.
     
    Bei den alten Segebergern, die ich noch habe, ist zwar ein kleiner Gitterboden, aber keine Möglichkeit den zu schließen, oder eine Varroalade einzulegen. So schiebe ich eine Plastikzählschale durchs Flugloch rein... nicht sehr gemütlich im Sommer...:wink:
     
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • ... sondern grad jetzt im Winter auch manch anderes vom Gemüll ablesen kann, ohne oben aufmachen zu müssen.
    ...


    Hallo Jule,


    da gebe ich dir recht, mache ich auch so.


    Aber vielleicht ist das was unten rausfällt und somit für den Bien nicht mehr erreichbar ist nur für uns Menschen Gemüll und für den Bien wichtig?


    Das möchte ich ausprobieren.


    Gruß
    Werner


  •  
    Willst Du also eine Schublade ohne Gitter bauen, sodass Du gucken kannst und die Bienen an ihren "Müll" drankommen? Oder wie?
     
    Spannend! Wie war das denn früher, als die Bienen noch im Baum hausten? Da ist der Müll doch uU auch weit runtergefallen? ....ok, ok, da gabs hier ja noch keine Varroa...:cool:
     
    Bevor ich meine (im September übernommenen) Bienen in ihre neuen Beuten "umgetopft" hatte, waren sie zT in Selbstbaubeuten mit verkeiltem Varroaboden (dh ewig nicht gesäubert), was da drauf war, war net schön... :roll:
     
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Willst Du also eine Schublade ohne Gitter bauen, sodass Du gucken kannst und die Bienen an ihren "Müll" drankommen? Oder wie?
    ...


    Hallo Jule,


    die Idee ist nicht schlecht, werde ich mal einen/einige Böden so bauen.


    Ansonsten möchte ich wieder einige Böden verwenden, ähnlich wie ich sie von meinem Vorgänger geerbt habe (Waren die Beuten, wie sie beim wohl größten deutschen Imker (Werbung auf einem alten Firmenprospekt) im Einsatz waren, Imkerei gibt es heute nicht mehr, Firma auch nicht mehr). Die Bauanleitung von Kieß, nach der ich meine Kisten baue, sieht nur einen geschloßenen Boden vor. (AG-Magazinimker) Erst vor ca. 7 - 8 Jahren gab es ein Update für den Boden mit Gitter.


    Ich werde dann vergleichen.


    Gruß
    Werner

  • Hallo zusammen, war einige Tage weg und konnte so nicht Stellung zu meiner Frage nehmen. Also die Sache mit dem Varroagitterboden ist so: meine Beuten sind unten geschlossen und um den Varroafall zukontrollieren schiebe ich ein Blech und ein Varroagitter drauf hinein. Die Bienen können so den Boden nicht reinigen und ich kann das Blech herausziehen und die gefallenen Milben abzählen. Bei neuen Beuten hat man nun das Gitter mit dem Blech im Boden integriert in einer Art Schublade. Nun kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das eine willkommene Nistgelegenheit für Motten darstellt, die nutzen ja jeden kleinsten Spalt zum Nisten, oder?

  • Hallo Mario,
    sieh mal den Vorteil dieser von den Bienen abgetrennten Version:
    sie können die Varroaschubläden nicht verkitten!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.