Bienenvolk am Wochenendhaus

  • Hallo ,
    ich habe lediglich die Möglichkeit ein bzw. mehrere Bienenvölker an meinem Wochenendhaus zu halten.
    Es geht mir in erster Linie nicht um den Gewinn von Honig sondern vielmehr um die Möglichkeit Bienen zu beobachten und ihnen einen geeigneten , artgerechten Lebensraum zu bieten .
    Da ich ca. lediglich alle 14 Tage im Wocheendhaus bin möchte ich wissen ob ich trotzdem die Möglichkeit habe mit der Imkerei zu beginnen.


    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang, willkommen im Forum.


    14tägig ist zu lange.
    Wenn keine kürzeren Intervalle möglich sind, wie wär`s mit Wildbienen?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Wolfgang,
     
    Herzlich willkommen im Forum. Ich werde das Imkern auch erst in diesem Jahr beginnen, aber hätte ich nur alle 14 Tage die Möglichkeit, würde ich es lassen. Gerade im Frühjahr und Frühsommer sollte man weit flexibler sein. Mein Onkel hatte seine Bienen hinter meinem Elternhaus, so daß er immer alarmiert werden konnte, wenn was los war. Manchmal war er mehrere Tage lang täglich da.
    Künftig werde ich dort Bienen halten und mein Glück ist, daß der Garten meiner Eltern auf halbem Weg zu meiner Arbeit liegt, ich also täglich vorbeischauen kann. Als mein Vater von meinem Entschluß zur Imkerei hörte, meinte er, da müsse man ständig verfügbar sein und ob ich mir das gut überlegt habe.
    14-tägig ist meiner Anfängermeinung nach wirklich zu selten.
     
    Liebe Grüße,
     
    Martin
     
    PS: Radix Vorschlag ist auch nicht ohne. Einen Wildbienenstand werde ich mir diesen Winter auch noch bauen. Material hab ich großteils schon.

  • Hallo Miteinander,
    14-tägig klappt schon.
    Man muss die Völker ja wirklich nicht wöchentlich von A bis Z auseinandernehmen...
    Gewisse Anpassungen der Betriebsweise sind schon vonnöten.
    Z.B. zusätzlichen Raum geben immer etwas mehr, statt kleckerweise,
    evtl. der Königin einen Flügel stutzen um ein Durchbrennen von Schwärmen zu verhindern,
    Schwarmvorwegnahme,
    Umweiseln mit der 2X9-Methode nach Golz (passt llerdings nicht in ein 14-Tage-Schema),
    größere Portionen einfüttern,
    Futtermenge lieber so bemessen, das man lieber kurz vor der TRacht noch Futterwaben wegnimmt statt nachzufüttern,
    Varroabehandlung wählen, die einen längeren Behandlungsintervall zulässt,
    usw..
    Das Umfeld eines so wenig besuchten Bienenstandes sollte schon stimmen, also genügend Tracht bieten.
    Eher weniger Völker, die dann aber eine sicherere Versorgung haben, als viele, die hungern.
    Nachteilig ist meiner Ansicht, das man bei 14-tägiger Betreuungszeit die Eingrife mal nicht einfach verschieben kann, saondern meist handeln muss.
    Die Aufstellung der Völker sollte dann so gewählt sein (Haus oder Freiständer), das man dann wetterunabhängig diese auch durchführen muss (Rasenmähen am Wochenendhaus macht man ja auch wenn das Wetter nicht so ideal dafür ist).
    Wenn man schon länger imkert weiß man sicherlich besser als ein Neubeginner, welche Maßnahmen man weglassen kann und was wirklich notwändig ist.
    Vielleicht konnte ich mit meinen Beispielen jaetwas helfen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Für die Bienen ist ein 14-Tages-Rhythmus besser, als wenn sie alle 3 oder 4 Tage auseinandergerissen werden. Das "Schlimmste" was passieren kann, ist dass deine Bienen bei weniger Nachschau eher schwärmen, weil du nicht rechtzeitig eingreifen kannst. Wenn Dir aber eine große Honigernte nicht so wichtig ist, tut es Dir bestimmt auch nicht allzusehr weh, wenn Du den einen oder anderen Schwarm ziehen lassen musst. Außerdem gibt es, wie Lothar schon schreibt, genügend Methoden, auch bei 14-tägiger Durchsicht dem Schwärmen vorzubeugen.

  • Oder Du nimmst gleich Warre oder ähnliches, wenn es in erster Linie um Fluglochbeobachtungen geht, bietet sich das geradezu an.
     
    Mit Fenstern kann man auch noch innen beobachten.
     
    Und Eingriffe sind minimal nötig, grad mal beim einlogieren des Schwarmes und dann beim Ernten.

  • Moin stoertebeker


    Und herzlich willkommen im Forum.
    Ja, es ist möglich, Bienen zuhalten, wenn man nur alle 14 Tage bei den Völkern ist.
    Ich habe schon meine Imkerei betrieben mit nur 5 "Eingriffen" / Besuchen pro Jahr! Trotzdem hatte ich genug Honig für meine Kunden und habe noch neue Völker aufgebaut.
    Es ist möglich.
    Man muss sich nur von der Vorstellung lösen, das Bienen auf keinen Fall schwärmen dürfen, Honig bringen ohne ende und und und.


    Lothar hat da schon die richtigen Ansätze angerissen.
    Viel Platz von Anfang an.
    Dem Volk Reserven lassen
    eine gut wirkende Langzeit-Varroa Behandlung.


    Ich überlege, ob nicht eine Warré Betriebsweise für Dich etwas wäre.


    Schau mal unter Warré hier im Forum. Ich kenne mich damit nicht so sehr aus. Es gibt hier aber genügend Spezies dafür.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Lieber Wolfgang,


    Du wirst mit der Imkerei beginnen und feststellen, dass 14-tägige Besuche zu wenig sind, weil es ganz einfach unbefriedigend ist. Du wirst dann öfter in Dein Wochenendhaus fahren.


    Auch nicht schlecht, oder? :wink:

  • Für den "normalen" Anfänger sind 14 Tage unendlich lang. Aber bei den meisten Imkern wäre es vielleicht trotzdem besser nur alle 14 Tage nach den Bienen zu sehen, denn die Bienen machen unter Umsständen alleine weniger falsch als wenn ein Anfänger denkt, dass er ständig irgendwas im Bienenvolk regeln müsste. Weniger ist manchmal mehr. Zu der Auffassung bin ich inzwischen gekommen. Totgucken tut man die Bienen allerdings nicht, wenn man wirklich nur guckt (Fluglochbeobachtung).

  • Hallo Wolfgang,
    Bei Wochenendhaus denke ich immer an renovieren, Hecke schneiden rasen mähen .......
    Bedenke den zeitlichen Aufwand für das Haus und die Zeit, die Du dann noch hast für die Bienen :Biene:und evtl. Familie.


    Gruß,
    Jörg

  • Der zeitliche Aufwand war für mich bisher noch nicht relevant , soll heißen das ich mir noch kein großen Gedanken gemacht habe.
    Wichtig ist das es prinzipiel im Wochenendhaus artgerecht "klappen" würde.
    Jetzt wird gelesen , gelesen und danach gelesen.
    Im Internet fand ich div. über Warre ; gefiel mir als Laie sehr !!!!


    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    wenn Du mit Warré anfängst, reichen aus meiner Erfahrung 14-tägige Besuche völlig. Und Du wirst trotzdem noch jede Menge lernen. Ich würde Dir für den Anfang Fensterbeuten empfehlen.


    Du solltest aber bedenken, dass Du Deine Beuten dann mit frühen Naturschwärmen besiedeln müßtest, da Kunstvölker und späte Schwärme (vor allem bei schlechtem Wetter) stetig gefüttert werden müssen.


    Liebe Grüße
    Mandy

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)