Wie öffne ich eine vereiste Beute?

  • Erst mal allen hier ein frohes neues Jahr 2010!


    Als ich heute an meinem Außenstand OS träufeln wollte, musste ich leider abbrechen, da sämtliche Beuten total zugefroren sind!


    Die Beuten sind aus Styropor und mit grober Gewalt wollte ich es daher nicht versuchen. Außerdem weiß ich ja nicht, wie die Bienen auf so was reagieren, bin schliesslich noch blutiger Anfänger.


    Auf den Beuten ist eine ganz dünne Eisschicht. Die ist wohl schon mal angetaut und neu gefroren, da die Schicht ganz glatt ist. An den Seiten ist auch etwas Wasser runtergelaufen, was dort gefroren ist. Nicht mal der Stein oben drauf lies sich anheben.


    Die Außentemperatur war heute ca. -1°C. Dummerweise soll es jetzt wieder kälter werden.


    Hat jemand einen guten Tipp, wie ich den Deckel möglichst sanft öffnen kann? Mit viel warmen Wasser vielleicht? Vorher vielleicht ein bisschen Salz darin auflösen?

    There are 10 kinds of people. Those who understand binary and those who don't!

  • Ich würde es mal mit einem Pflanzensprüher und Salzwasser probieren oder auch mit Spiritus im Sprüher.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  • Hallo Staddler um OS zu träufeln solltest Du warten bis ca.5 Grad Plus ist ! ! !


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • [quote='derbocholter','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=215130#post215130']Hallo Staddler um OS zu träufeln solltest Du warten bis ca.5 Grad Plus ist ! ! ! /QUOTE]



    Hallo und frohes Neues!


    lt. Infobrief Nr.26 ist eine OS-Behandlung auch um den Gefrierpunkt möglich


    http://www.apis-ev.de/index.php?id=infobrief


    Grüße
    Andreas

  • [quote='derbocholter','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=215130#post215130']
    lt. Infobrief Nr.26 ist eine OS-Behandlung auch um den Gefrierpunkt möglich


    Hi,


    Verdampfen sicherlich eher als Träufeln. Auch wenn es möglich ist, wird vermutlich der Wirkungsgrad runtergehen. Aber es ist immer noch besser, als gar nicht zu behandeln.

  • [quote='Spessartimker','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=215241#post215241']
    ... Auch wenn es möglich ist, wird vermutlich der Wirkungsgrad runtergehen. Aber es ist immer noch besser, als gar nicht zu behandeln.


    Wiederspruch,


    genau hier liegt eines der Probleme beim/mit dem Behandeln. Wenn es nicht korrekt gemacht wird, so dass eine möglichst hoher Wirkungsgrad entsteht, idealerweise nahe 100%, sind die Folgen fatal. Die Resistenzbildung geht rasend schnell und die Varroa ist der Gewinner.


    Gruß
    Werner

  • Oxalsäureresistenz? - Das wäre mir wirklich neu...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Bisher gibt es keinerlei Berichte darüber, dass AS oder OS Resistenzen hervorrufen. Das ist Wunschdenken der Nichtbehandler. Ausserdem gibt es meines Wissens nach, in der Natur bei keinem Organismus eine Resistenz gegenüber Säuren. Es sei denn, er verändert seine Biologie derart. Aber dann verliert er auch seine übrigen Eigenschaften, unter anderen, die Krankmachende.

  • Hallo,


    wenn ich mich recht erinnere, stand es auf der Seite von Hohenheim, nur ein kleiner Nebensatz.
    Die Seite ist allerdings neu aufgebaut worden, so dass ich es, zumindest auf die Schnelle, nicht finde.


    Aber auch durch Selberdenken kommt man auf den Schluss: Es überleben welche. Die haben Eigenschaften, die ihr Überleben möglich gemacht hat. Diese Eigenschaften werden weitervererbt.


    Resistenz ist Anpassung an die Umgebungsbedingungen. Auch wir Menschen sind resistent gegen vieles:wink:.


    Mit Säuren fällt mir in der Natur im Moment nichts ein, aber es gibt genügend Lebensräume, die wir als lebensfeindlich ansehen und es gibt dort doch Leben: Salzwasser (selbst im toten Meer) heiße Umgebung (Vulkane unter- und über Wasser) Trockengebiete, Kälte usw. Die Liste ist endlos, für saure Umgebung fallen mir im Moment nur Einzeller ein.


    Aber ich will keinen vom Behandeln abhalten, nur zu. *ausklink*


    Gruß
    Werner

  • Hallo zusammen,


    Eine Resistenz gegen Säuren ist derzeit nicht bekannt, wird aber mittlerweile auch von einigen Wissenschaftlern nicht mehr vollständig ausgeschlossen, wobei man bei Säuren eigentlich nie von einer Resistenz sondern allenfalls von einer höheren Toleranz ausgehen kann (zumindest habe ich Dr. Wallner von der Uni Hohenheim so verstanden). Was die Wirkung der Oxalsäure anbetrifft, kann es da zum Träufeln eigentlich garnicht zu kalt sein. Je enger die Traube sitzt, um so besser ist der Wirkungsgrad bei der Träufelbehandlung (Beim Verdampfen gerade umgekehrt). Tiefe Temperaturen sind nur deshalb problematisch, weil da Bienen die auffliegen oder durch die Unruhe aus der Wintertraube fallen nicht mehr zurückkehren können und verklammen.

  • Hallo zusammen,


    das Os -Träufeln ist nach meiner Erfahrung auch bei tieferen Temperataturen ohne Schaden für die Völker möglich, wie die Behandlungen in den Vorjahren zeigten (minus 3 bis minus 5 Grad) . Der Vorteil ist, dass die Traube sehr eng sitzt. Dieses Jahr habe ich aufgrund des Witterungsverlaufes erst am 05.01.2010 bei minus 6 Grad geträufelt. Die Säure selbst hatte rund 20 Grad.


    Gruß Marcus