Verkauf von Honig auf Weihnachtsmarkt

  • Hallo zusammen,


    meine Schwester und ich sind erst ganz am Anfang der Imkerei. Da unsere Ernte dieses Jahr wieder gut war, sehen wir langsam vor lauter Honig das Brot nicht mehr und haben uns überlegt wie wir unseren Honig vermarkten könnten. Da wir die Adresse für einen Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr kennen, auf dem noch kein Honig und auch keine Bienenprodukte verkauft werden, überlegen wir dieses zu tun. Hat jemand Erfahrung damit gesammelt? und wieviel Honig verkauft man?


    Freu mich über Antworten.


    Danke!

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  • Hi,


    also ich hab vor zwei Jahren das erste mal auf einem Weihnachtsmarkt (Kleiner Ort mit ca. 3.300 Einwohner) einen Stand gehabt. Auf Anhieb habe ich gleich beim ersten mal ca. 50 kg Honig verkauft. Man muss dazu sage, dass es den ganzen Tag in strömen bei knapp über Null Grad geregnet hat.
    Auf Weihnachtsmärkten zu verkaufen läuft in der Regel sehr gut, so ist meine Erfahrung. Ein Zuckerschlecken ist es aber nicht manchmal bis zu 10 Stunden in der Eiseskälte rumstehen zu müssen.

  • Kann ich nur zustimmen - Weihnachtsmärkte laufen prima; allerdings auch viel Arbeit. Und auch die Kosten nicht vergessen; die Standmieten sind oft nicht unerheblich!
    Daher auch die Preise nicht zu knapp kalkulieren; hier in Berlin haben die Kollegen 325 g-Gläser für 6 € verkauft; 60g für 2,50 € und 3x60g im Geschenkpaket mit Zellophan und Schleifchen für 7,50 €...ging sehr gut!


    Es lohnt sich m.E. nur bei wirklich größeren Mengen - ideal ist natürlich noch die Ergänzung mit Kerzen, Bärenfang und anderem Bienenzeug...
    Spaß macht es aber auch; von der Kälte mal abgesehen...


    Melanie

  • Hallo Kirsten,


    eine Gegenfrage. Was nützt Dir die Antwort (1 Tag, 2 Tage,... ), ohne konkrete Rahmenbedingungen. Mein Eindruck ist, das Melanie die Weihnachtsmarktbedingungen gut geschildert hat. In einem Ort kann man sicher > 100 Gläser am Tag vertickern, im nächsten Ort eben nicht.


    Viele Grüße
    Stefan

  • ich war schon mit verschieden Dingen auf Weihnachtsmärkten, auch mit Honig. Es ist wie beim Angeln: entweder sie beißen oder sie beißen nicht
    Viel Spaß Susanne

  • Ich hatte in diesem Jahr meinen ersten Weihnachtsmarkt beschickt. Honig ging gut, mein Lagerbestand ist (leider) ausverkauft. Vom benachbarten Imker (meinem Marktvorgänger) habe ich Rapshonig angeboten, der hierzulande (westliches Ostwestfalen) überaus beliebt ist. (Warum eigentlich?)


    Überaus erfolgreich war das Verkostungsangebot: Raps, Frühjahrsblüte, Sommertracht (mit viel Blatth.-anteil), in dieser Reihenfolge angeboten. :wink:
    Die Rapsophilie erlitt bei vielen Kunden einen Knacks. Gerade der Sommerhonig war sehr aromatisch und fand bei allen Gefallen. Viele wurden unsicher --- und da waren sie froh, dass ich auch den hübsch bunten 3er-Karton vom DIB im Angebot hatte. Er fand reißend Absatz - schließlich konnte der Kunde 50 Ct sparen und hatte auch noch den hübschen Karton...


    Bienenwachskerzen gingen einigermaßen, Pflegeartikel (außer Lindesa), Met & Bärenfang (Ausschank & Flachen) haben gefloppt. Rechne ich 0,- € Stundenlohn und nur die Kosten für die Fahrten zum I-Fachhändler um die Komissionsware zu holen und die Reste zurückzubringen, dann bin ich mit einer schwarzen Null herausgekommen.


    Damit war das Nahziel erreicht - vielen wurde (m)eine neue Imkerei bekannt. Noch 2-3 W-Märkte und der H.-Absatz dürfte mit den sich mehrenden Völkern wachsen.


    Bis auf Freß- und S***-Buden stehen alle Stände in unserem Sport- und Begegnungszentrum, siehe http://sub-westenholz.com/index2.html. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber den beiden zeitgleichen(!) Outdoor W-Märkten in zwei anderen Ortsteilen (wenn mal schlechteres Wetter ist, als 2009). Andere Beschicker haben ob der Umsatzrückgänge gestöhnt. Wie gesagt - wenn man die Sache als Werbeaktion sieht - dann hat es sich gelohnt. Verkaufen auf dem Markt war für mich ein völlig neues Erlebnis - was soll ich sagen - der Spaßfaktor war enorm.


    *edit* wen's interessiert: Raps 4,- , "mein" Honig 4,50. Obwohl hier eine I-Rentnermafia den H. für 3,- bis 3,50 verschleudert, hat sich nur ein alter Knopp über die Preise beschwert - ich habe ihm nach unergiebigem Argumentieren die weitgereiste 2,89€ Blütenmischung vom ALDI Nord empfohlen.

  • Also hier in Baden-Württemberg gehst auf kleinen Weihnachtsmärkten, am besten im eigenen Wohnort, kein großes Risiko mit den Standgebühren ein. Meist zahle ich nur 2 Euro pro Meter Standfläche. Mit zwei verkauften Gläser Honig sind diese Unkosten schon mal gedeckt.
    Ich sehe Weihnachtsmärkte auch als sehr effizient wirkende Eigenwerbung. Im Laufe des Jahres kommen viele Besucher von Weihnachtsmärkten als neu gewonnene Kunden auf einen zu und bleiben einem Treu.
    Natürlich brauch man einen ansprechenden Verkaufsstand. Nur paar "Bierbänke" aufstellen und dann meinen, hier den großen Umsatz machen zu können, das zieht bei Honigkunden wenig. Honigkunden sind bei mir zu 90 % weiblich, über 50 Jahre alt und gehören finanziell zu der gehobenen Mittelschicht der Gesellschaft. Entsprechend wird auch ein Stand von den Kunden erwartet. Ich hab mir selber einen Stand entworfen und gebaut - im Stecksystem und kann von mir alleine ohne fremde Hilfe aufgebaut werden. Seither ist der Umsatz mehr als doppelt so hoch geworden. Kannst hier mal schauen:


    http://galerie.buehlertalhonig.de/#5.2


    Aber das sind alles meine gemachten Erfahrungen. Das kann von Region zu Region unterschiedlich sein.

  • Moin Andreas,


    gute Ideen in Deinem Stand verwirklicht :daumen:
    Die Dreibein-Architektur auf Deinem Verkaufstisch > genial platzsparend.:u_idea_bulb02:


    Kleine Korrektur: Letztes Bild "Drohnen" Schreibfehler...:wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo !
     
    > an (@) Buehlertalhonig.de
     
    Sehr schöner Verkaufsstand, gefällt uns echt gut.
    Hast Du vielleicht noch ein Bild von dem nicht zusammengebauten Elementen (wie weit kannst Du den Stand demontieren ?) oder im Aufbau begriffenen Stand ?
     
    Ich habe mal ein Gewächshaus mit solchen Eckverbindern (vor ca. 5-6 Jahren) gebaut.
    Schnell fertig ... hat aber trotz dessen, das es nicht ständig auf und abgebaut wurde (nur einmal jährlich) ... schnell seinen Geist aufgegeben. Die Ecken halten nicht richtig beieinander und brechen dann!
    Ein Stoß bring insb. die Ecken schnell aus der Fassung.
     
     
     
    > an (@) Radix
     
    Wie hast Du da ein Bild so groß bekommen um etwas lesen zu können, selbst wenn ich die Bilder runterlade kann ich die Bilder nicht entsprechend entziffern.
    Die kleinen Dreibeine (raket) habe ich doch schon mal bei dem blaugelben Möbeldiscounter gesehen ...
     
     
    Gruß
    Bienen.Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bienenknecht ()

  • Wie hast Du da ein Bild so groß bekommen um etwas lesen zu können, selbst wenn ich die Bilder runterlade kann ich die Bilder nicht entsprechend entziffern.



    :lol::lol: Tja, langjährig geschulte Rentneraugen... :wink:


    Klick mal hier:


    http://www.buehlertalhonig.de/


    und weiter mit "Bilder" und dann ganz unten...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hi!


    Die Mini-Malerstafetten habe ich selber gebaut. Nix vom Möbeldiscounter. Ist wirklich kein Hexenwerk.


    > an Bienenknecht:
    Aufgebaut wird der Stand nicht mit Steckverbindungen sondern zusammengeschraubt ohne Werkzeug mit normalen Flügelschrauben. Da bricht nix aus und hält zusammen.