neuer Jungimker mit vielen Fragen

  • Hallo liebe Forumsgemeinde,
    ab dem Frühjahr 2010 werde ich mit dem Imkern anfangen und freue mich schon tierisch ( im warsten Sinne des Wortes ) auf diese Herausforderung.
     
    Natürlcih stehe ich am Anfang und habe viele offene Fragen, die gerne beantwortet werden wollen.
     
    Ich fang am besten mal oben an :-)
    Ich habe angefangen viel im Internet zu lesen und mich mit Informationen zu versorgen.
    Da sind schon die ersten Fragen aufgetaucht.
    Mit welchen Beuten fange ich am besten an, wie viele Völker sollte ich zu Anfang nehmen und lauter solcher Sachen.
     
    Als nächstes habe ich den hiesigen Imkerverein angeschrieben und mich zum "Anfängerlehrgang" 2010 angemeldet.
    Natürlich bin ich dem gleich beigetreten.
     
    Es fällt mir schwer bis Februar zu warten und am liebsten möchte ich sofort anfangen.
    Natürlich steht eine Frage ganz oben und die werde ich mir wohl erst beantworten können, wenn ich dabei bin und zwar, ob mir das Imkern überhaupt gefällt ?
    Davon mal ausgehend...
     
    Nu gehts auch schon mit der Fragerei los.
    Ich habe beschlossen mit drei Völkern im nächsten Jahr zu starten.
    Nach vielem Lesen im Internet macht es wohl fü mich am meisten Sinn mit dem Segeberger Beuten anzufangen.
    Was brauche ich grundsätzlich für den Anfang ?
    Erwartet man von mir, daß ich gleich investiere und mir alles zulegen muß oder hilft der Verein ?
    Eine Schleuder stellt für mich schon eine große Investition dar...
     
    da Flensburg aber nunmal am A***** der Welt ist und die angebotenen Beuten meist in Süddeutschland angeboten werden, ist es nicht wirklich einfach über das Internet gebrauchte Beuten abzuholen.
    Könnt Ihr/Sie mir eine Alternative nennen, wo ich günstig was bekommen, bzw. kaufen kann ? und dabei meine ich nicht nur Beuten, sondern auch für andere Dinge, die ich noch so benötige.
    Welcher Anbieter hat ein gutes Preis- Leistungsverhältnis ?
     
    Smoker und Anzug habe ich schon gefunden.....
     
    Der Kommerz steht für mich an aller letzter Stelle, für mich ist es wichtig Spass daran zu haben und der Natur zuzusehen.
    Ich würde lügen, wenn ich sagen würde , daß ich mich über Honig und Wachs nicht freuen würde.
     
    Ich habe sogar schon mit dem Bauern in der Nähe gesprochen und habe die Erlaubnis bekommen bei ihm drei Beuten aufstellen zu dürfen.
    Als Miete müchte er nur im Herbst ein bischen Honig haben.
     
    Wie viel Platz benötige ich ungefähr im Schuppen ?
     
    Ich freue mich schon darauf zu lesen, was Sie/Ihr mir ratet.
     
    Viele Grüße aus dem hohen Norden
    Thomas

  • Also es gibt Anbieter die liefern z.B. ab 150 Euro versandkostenfrei. Bei dem Zeug was du für 3 Völker brauchst kommst du da locker drüber. (im Einzelnen spreche ich hier gerade von www.bienenweber.de). www.Holtermann-shop.de ist da auch mit dabei. Übrigens versprich keinen Honig - du weißt nicht ob du welchen im Herbst hast.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Also es gibt Anbieter die liefern z.B. ab 150 Euro versandkostenfrei. Bei dem Zeug was du für 3 Völker brauchst kommst du da locker drüber. (im Einzelnen spreche ich hier gerade von www.bienenweber.de). www.Holtermann-shop.de ist da auch mit dabei. Übrigens versprich keinen Honig - du weißt nicht ob du welchen im Herbst hast.
    Olli


     
    Hallo Olli,
    sollte ich keinen Honig selbst haben, kaufe ich ihm gerne ein Glas :evil:

  • Hallo liebe Forumsgemeinde...


     
    Servus! Ich versuche jetzt mal ein paar Deiner Punkte aus Flensburg abzuarbeiten :lol: (ok der war nicht gut...)
     
    Super ist momentan, dass Du noch sehr viel Zeit hast zu lesen und zu lernen, denn vor Anfang April würde ich kein Volk erwerben. Erst da kann man einigermaßen sicher sein, dass das erworbene Volk auch den Winter gut überstanden hat. Ich habe vor vier Jahren mit nur einem Volk angefangen. Das beste sind aber drei. Getreu dem Motto: Eines schaut man tot, ein zweites stirbt weil man irgendeinen anderen Fehler macht und das dritte bringt einem den ersten Honig, Wachs und Freude an den Bienen. Bei einem Volk ist die Enttäuschung evtl. gleich sehr groß wenn es eingeht und man soll ja nicht gleich alles wieder hinwerfen wenn mal was nicht klappt. Sogar den erfahrensten Imkern sterben hin und wieder Völker.
     
    Die Beute:
    Da gibt es nun viele verschiedene. Ich glaube es würde zu lange dauern darüber zu philosophieren und letztendlich ist es wohl eher eine Frage mit was man persönlich am besten zurecht kommt. Ich schwanke selbst noch zwischen Zander und Dadant. Am besten schicke ich mal ein paar links, so kannst Du lesen was es alles gibt. Nur bitte beachte eins: Lass Dir kein altes und versifftes Zeugs am besten noch in einem seltenen Maß andrehen, damit wirst Du nicht glücklich. Erkundigen würde ich mich auch noch nach finanziellen Unterstützungen. In Bayern werden manche Anschaffungen finanziell durch den Staat unterstützt und man kann sich gleich ein wenig Geld sparen.
     
    Links zu den Beuten:
     
    Magazine z.B. Dadant, Zander, Langstroth:
    www.magazinimker.de
     
    Golz bzw Bremerbeuten:
    http://www.peter-adams.de/
     
    Warre:
    http://www.atramentum.de/Downl…nhaltung_fuer_alle_V3.pdf
     
    TBH:
    http://www.top-bar-hive.de/


    Bienenkiste:
    http://www.bienenkiste.de/
     
    Lese ein wenig und mach Dir einfach ein paar Gedanken was am besten zu Dir passen könnte. Für fast alle Beuten gibt es auch Bauanleitungen. Du bist also nicht zwangsläufig auf Verkäufer angewiesen. Aber hier ein paar Beispiele für Anbieter:
     
    http://www.holtermann-shop.de/
    http://www.bienen-ruck.de/
    http://www.bienenweber.sagehost.de/
    http://www.imkertechnikwagner.de/
    http://massivholz-tischler.at/xt/index.php?language=de
     
    Und wenn Du ein wenig googelst findest Du wahrscheinlich noch hundert weitere. Kaufst Du Magazine, dann bitte immer ohne Falz!
     
    So jetzt noch zur Grundausstattung:
    http://www.imker-viechtach.lvbi.de/imv-wie-imker.html
     
    Kommt natürlich alles drauf an wie Du imkerst und welche Beute Du haben möchtest. Bei uns gibt es z.B. eine Honigschleuder und Mittelwandgießformen beim Verein. Evtl. kannst Dich auch mit anderen zusammen tun und mal ne Schleuder kaufen. Bei den links zu den Beuten sind allerdings auch Methoden dabei, bei denen Du nicht unbedingt eine Schleuder brauchst.
     
    Zu guter letzt die Biene:
    Auch wieder so eine Glaubensfrage. Am einfachsten ist es, mit der Biene zu imkern die es bei Euch gibt und die Deine Nachbarimker auch halten. Hier mal ein paar Beispiele der am meisten verbreiteteten Rassen:
     
    Carnica:
    http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4rntner_Biene
    Buckfast:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Buckfastbiene
    Dunkle Biene:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Biene
     
    Mein Tipp an Dich! Lesen so viel wie es geht über das Thema. Anfängerbücher gibt es zum Beispiel im ebay billig und haufenweise. Auch der Verein hat evtl. welche zu verleihen. Zu einem solchen würde ich auch unbedingt gehen. Dort hast Du dann oftmals auch gleich mit der Mitgliedschaft eine Versicherung für die Bienen inklusive. Einen Anfängerkurs unbedingt machen und wenn möglich einen Imkerpaten suchen der mal hilft und den man fragen kann wenn man mal nicht so recht weiter kommt. Zur Not schreibst es ins Forum. Aber das alles hast Du eigentlich soweit schon alles gemacht, finde ich sehr gut!
     
    Ok jetzt hast mal ein wenig was zu lesen. Wenn Du fragen hast kannst Dich gerne melden!
     
    Gruß Christian

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 Mal editiert, zuletzt von gast70 ()


  • Hallo Thomas ,Du solltest erst mal im Verein fragen .Dort bekommst Du auch die nötige Unterstützung zu deinem Start .Viele Vereine geben auch einen oder zwei Ableger an Anfänger kostenlos ab .Und nimm erst mal die Beuten die im Verein üblich sind ,dann kann man Dir besser helfen. Schleuder kann man sich leihen oder mit ( Imkerpaten brauchst Du zum lernen ) zusammen schleudern .
    Und die ersten Bienen solltest Du frühestens Ende März anschaffen ,denn dann ist das Volk schon über den Winter .


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Thomas,


    erst mal willkommen im Forum. Mit den Segebergern,hast du für deine Gegend eine gute Wahl getroffen. Natürlich kannst du die auch in einen Schuppen stellen oder einen einfachen Unterstand, Segeberger kannst du auch im Freien an einem geschützten Ort aufstellen, die Standfläche sollte wenigstens die Stärke einer Palette haben. Die Beuten haben eine qudratische Fläche 50 mal 50.
    Hoffe das du auch schon ein gutes Bienenbuch dein eigen nennst, das bildet immer eine Wissensgrundlage.
    Viel Glück.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Drobi ()

  • Hallo Thomas Wie der bocholder schon geschrieben hat solltest du noch einige Zeit warten und sivoll nutzen. Ich selbst habe voriges Jahr begonnen und bin mit der Unterstützung meines Vereins und Imkerpaten sehr zu frieden. Einen Kompromiss bedeutet es sicherlich auf ein vorhandenes Sistem zu setze, aber so weist du schon einmal ob es dir gefällt oder nicht. Auch bei der Beschaffung von gebrautem Werkzeug findest du dort sicher Hilfe. In Brandenburg wird die Neuanschaffung nur teilweise Gefördert und es gib Vorschriften für das verwendete Neumaterial. So habe ich darauf verzichtet und nur die mögliche Vörderung für Neuvölker und Medizien genommen. Beim ersten Durchlenzen deines Imkerpaten solltest du die Nase schon einmal ins Volk stecken um nach der Taufe etwas schlauer zu sein. MfG stöckchen

  • Hallo Flensburger,
    über das massenhaft anfallende Wachs brauchst Du dir in den ersten zwei Jahren wirklich keinen Kopf zu machen. Also Mittelwandgießform, Sonnenwachsschmelzer, Bessemerbirne und Kerzengießformen haben noch richtig viel Zeit. Wenn Du anfängst müssen die Bienen erst mal ihre 2 - 3 Zargen ausbauen und wenn Du vernünftiger weise viele Ableger bildest brauchst Du auch bereits gebaute Rähmchen, also keine Gelegenheit, viel Wachs zu ernten. Schleier und für mich auch Vollschutz ist wichtig, weil es dich an den Bienen ruhiger und konzentrierter arbeiten lässt. Zum Angeber mit Boxershort und Basecap kannst Du noch mutieren, wenn Du viel Erfahrung hast, die sanftesten Bienen und eine Schmerzunempfindlichkeit gegen gelegentliche Stiche. Alles andere der vorliegenden Antworten unterschreibe ich.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sich auf seinen Vollschutzanzug " Feigling " draufflocken lies.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ...mensch das ist ja toll, daß in so kurzer Zeit so viele Zeit gefunden haben, mir Tips und Hilfestellungen zu geben.
     
    Ich werde mich wohl als erstes davon verabschieden, daß ich im ersten Jahr irgend einen Ertrag haben werde.
    Dafür werde ich sicherlich viel lernen und hoffen meine Mädels gut über den nächsten Winter bringen zu können..
    Ich konzentriere mich erstmal auf den Kurs anfang Februar.
    Mal gucken, ob die evt. was im Gebrauchtmarkt haben ?
     
    Vielen Dank schonmal dafür.
     
    Gruß
    Thomas

  • Hallo Flensburger ,


    den gut gemeinten Bemerkungen von " Honiggib.usw" möchte ich doch eine Erkenntnis hinzufügen .
    Imkere jetzt seit 5 Jahren und habe festgestellt das man im zeitigen Frühjahr doch geschützt zu den Bienen gehen sollte . Sobald sich die Tracht entwickelt ( meine Erfahrung ) , werden die Mädels bedeutend umgänglicher. Das geht dann nachher soweit wenn die Tracht voll im Gang ist ( dann ist ja in der Regel auch die Temperatur annähernd Backofen ) das man sich nur noch leicht bekleidet in die bisherige Gefahrenzone bewegen kann . Kurze , bzw. Badehose , aber immer die Haare irgendwie abgeschottet , ist dann meine bevorzugte Montur. Bei so einer Hitze, wie in manchen Jahren, ist es nämlich angenehm beim Nachsehen der Beuten von den Bienen befächelt zu werden.
    Eine Frage wollte ich aber an dieser Stelle mal loswerden , da ja auch andere sich hierzu ihre Gedanken machen ?!
    Wenn es richtig heiß ist , ich bin bei den Bienen mit freiem Oberkörper ( ein bischen Nervenkitzel ist dann dabei , aber immer ,nicht nur gespielte Gelassenheit )es passiert nichts bezüglich Angriff. Oder , es kommt mal vor das eine Dame ganz speziell etwas gegen dich hat . Dann läßt man sie eben ins Verderben rennen.
    Ich habe den Eindruck das die Ausstrahlung einer absoluten Sicherheit , wohlgemerkt in dieser Zeit , eine Barriere gegen Angriffe ist .
    Wenn man natürlich irgendwelche Fehler macht ( Bienen quetschen , hecktisch hantieren , etc. ) ist natürlich der Ärger vorprogrammiert . Bin dann auch schon mal mit 7-8 Schlägen , zurecht eingefangen , zur Frau ins Bad abgedriftet . Aber die eigentlichen Leidtragenden waren dann ja auch wieder die unschuldigen Bienen.
    Wie sieht man so etwas in der Imkerschaft allgemein ? Gruß hannes

  • Erstmal herzlich Willkommen und guten Abend !


    Nun ich bin jetzt auch erst gut zwei Jahre bei diesem Hobby und schwöre immer noch auf einen Vollschutz. Nicht weil ich jetzt soo große Angst vor gelegentlichen Stichen habe (die bekommt man eh meist bevor man den Anzug komplett an hat oder nachdem man fertig ist und heim gehen will) sondern weil ich für mich selber ein ruhigeres Arbeiten an den Bienen habe.
    Ist letztendlich Kopfsache aber ich kann nur zu einem Vollschutz empfehlen.


    Zum Honig....
    Nun ich hatte auch gehofft noch in dem Jahr Honig zu schleudern in dem ich meine Völker bekommen hatte. Nur wie es eben so ist wurde daraus leider nichts. Rechne nicht mit Honig den du nicht hast. Dieser Grundsatz gilt auch für Nachbarn/Bekannte/Freunde/Familie. Gibt nichts blöderes als wenn man vorher jedem erzählt man hätte zum ende des Jahres Honig und dann muss man den Leuten erklären dass man doch keinen hat.
    Manchmal gibts Honig in hülle und fülle und manchmal geht man zu seinem Stand und hebt einen Honigraum nur um festzustellen das dieser leer ist.
    Gerade 2009 war so ein etwas "spezielles" Jahr. Ich denke die meisten Imker hier werden mir da beipflichten.
    Klar für einen angehenden Imker ist das keine Motivation wenn man selbst im Sommer nur sehr wenig bis keinen Honig erntet weil die Bienen fast nichts eintragen, aber da muss man durch. Wie sagt mein Imker-Pate so schön "Ein schlechtes Jahr und ein gutes Jahr ... immer diesen Rhythmus beachten!"


    Ziele für 2010 ?!
    Gibt so einige. Aber das Hauptziel sollte sein die Völker so gut es geht auf den Winter vorzubereiten und eben schauen das möglichst alle durchkommen.