Bienenbeute selber machen

  • Hallo ImkerInnen
     
    Ich imkere in der Schweiz auf 1200müM. und arbeite mit Schweizerkästen.Nun beabsichtige ich meine Bienenbeuten zu erneuern.
    Die Wand des Schweizerkasten ist in der Regel 24mm dick. Da ich mit den Bienen wandere, möchte ich die Beuten, damit sie leichter werden, mit 19mm Wandstärke bauen.
    Und nun zu meiner Frage: Kann das Probleme geben mit dem Wärmehaushalt der Bienen oder bedeutet dicke Wand gleich mehr Stabilität. Ich denke diese Frage kann man auf beliebige Bienenbeuten auslegen.
     
    Gruss Mario und frohe Festtage

  • Hallo Mario,


    meine Selbstgebauten sind 18mm dick. No Problemo...
    Allerdings wandere ich nicht.
    Den Bienen ist`s wurscht, hauptsache trocken und zugfrei.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Die Stärke der Wände ist für den Wärmehaushalt egal.


    Sie spielt aber für die Stabilität der Beute eine große Rolle in Abhängigkeit von der Holzsorte und -qualität.

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Je stärker das Holz = höheres Gewicht = höhere Stabilität. ( nur Anwendbar bei; gleicher Holzart,Herkunft und Jahrgang)
    Laut Meinung erfahrener Imker, ist den Bienen die Holzstärke egal. Ich habe 18mm verbaut und bin überzeugt, daß es für unsere Bienen und für die Stabilität der Beuten vollkommen ausreichend ist.
    -Schumi


  • Und nun zu meiner Frage: Kann das Probleme geben mit dem Wärmehaushalt der Bienen oder bedeutet dicke Wand gleich mehr Stabilität. Ich denke diese Frage kann man auf beliebige Bienenbeuten auslegen.


    Magazinbeuten ohne Fenster und Türen sind natürlich schon weniger heikel was den Verzug angeht.


    Ich habe im Sommer bei einem Zimmermann einfache Magazine im Schweizermass gesehen. Die sind aus 3-Schicht-Platten 18 Waben tief und hinten bis auf einen Schlitz unten geschlossen. Vorne ist das Bodenbrett zu einem Flugbrett verlängert und die Seitenwände ebenfalls ein Stück hoch. Einfach und stabil. Die unteren Tragleisten im Brutraum wurden bewusst weggelassen. Zur Not gibt es ja Verbindungsklammern.
    Honigaufsätze ohne Falz und ohne seitliche Führung ganz nach den Empfehlungen von magazinimker.de
    Den Wabenknecht braucht er nur noch selten, weil ja so ein grosser Brutraum nie voll ist und dann die Waben einfach nach hinten gezogen bzw. gehängt werden können.
    Die Kastenfront ist unbemalt, der Orientierung dienen auf die Flugbretter gelegte Steine. Ob das beim Wandern auch funktioniert, müsste man halt ausprobieren.


    Einziger Nachteil der Magazine: sie lassen sich halt einfach nicht stapeln.


    Was den Wärmehaushalt in Höhenlagen angeht, habe ich keine Erfahrung.
    Ich weiss jedoch von einem Imker, der in die Alpenrosen fährt, dass er ganz spezielle Hoffmann-Rähmchen im Schweizermass hat, die seitlich fast vollständig zu machen.

  • Du hast eine ganz gute Frage gestellt, die es lohnen würde, noch etwas näher anzugehen. Wichtig sind wohl Deine praktischen Ueberlegungen wie Mobilität, Gewicht und Lebensdauer der Magazine. Bei unseren CHer-Verhältnissen aber schon auch der Standort der Kästen/Magazine: Möglichst ein windgeschützter Ort, geschützt vor der Witterung. Denn in den Voralpen und Bergen mit stark schwankenden Temperaturen und Windverhältnissen im April/Mai können sich die Völker zusammenziehen. Die ungeschützten Brutflächen - natürlich neben anderen Faktoren wie fehlendem Pollen, Futtervorrat etc. -können so leider Krankheiten wie der Nosema oder Sauerbrut Vorschub leisten. Heute mag man schmunzeln, aber vor hundert Jahren (also noch vor der Klimaerwärmung) gab's freistehende Kästen mit Holzdicken bis 8 cm, Bretterunterlagen und Strohisolation...
    Weiterhin viel Freude mit den Bienen und gut Honig im nächsten Bienenjahr!

    Wenn jeder dem anderen helfen würde, wäre allen geholfen. (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Ich staple doch meine Magazine auch, leer wie im Einsatz:confused:


    Du stapelst sehr wahrscheinlich bloss die Zargen. Die richtigen Schweizerkästen und andere HBB stehen aber sehr oft mehrlagig in den Bienenhäusern. Die Schweiz ist klein und Bienenhäuser brauchen eine Baubewilligung. Also ist es nicht immer einfach das Bienenhaus so zu vergrössern, dass man die gewünschte Anzahl Völker unterbringen kann.