Herstellung und Verkauf von Met+Bärenfang etc.

  • Hallo Kollegen,
     
    weiss jemand (na gut, bestimmt wiess es jemand:lol:) wie der aktuelle Stand der Dinge ist in Sachen Herstellung und Vertrieb (im kleinen Stil ohne Marktbutze etc.) von eigenem Honigwein und Bärenfang ? Muss man da auch diese ganze nUmmer mit Gewerbe, Chargerückbehalt etc. pp. vornehmen lassen ?:confused:

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Ich weis wie die Produkte schmecken und je offizieller man den Vertrieb betreibt, desto genauer muß man auf die Details achten.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • weimaraner : das Zauberwort heißt "in Verkehr bringen" - egal, ob du es verschenkst oder verkaufst, ab dem Moment unterliegst du allen gültigen Bestimmungen.
    Das hat hier dazu geführt, daß es keine "in heimischer Küche" hergestellten Backwaren und Torten und sonstiges Essen mehr bei Kindergartenfesten, Bazaren, etc. gibt - entweder in einer abgenommenen Gewerbeküche hergestellt oder Zurückweisung, keine Diskussionen.
    So brutal sind sie hier allerdings erst geworden, als vorletztes Jahr ein Biolandwirt (mit Rohmilchkäseproduktion! = extrem gut geprüft) eine Grundschulklasse "Milch frisch von der Kuh" probieren ließ, und es bei 30 Kindern 6 Fälle von EHEC gab...
    Ich finde das immer noch maßlos übertrieben, denn dann dürfte kein(e) Hausfrau/mann mehr zuhause Essen kochen ohne Lebensmittelüberwachung...:roll:
    Aber zetern nützt nix, das sind die Bestimmungen, und erwischt zu werden, wird richtig teuer.
    Von daher würde ich den Weg des geringsten Widerstands einschlagen, und genehmigen lassen.
    Gewerbe brauchst du dafür aber trotzdem nicht anzumelden, du bleibst ja mutmaßlich unter 30% Umsatz-Zukaufproduktegrenze, oder?:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi,


    die gesetzlichen Regelungen habe ich gerade nicht drauf. Aber ich stand vor drei Jahren vor dem gleichen Problem. Ein wesentlicher Unterschied bzgl. der Verkaufshürden liegt darin, ob es ein ersterzeugtes Produkt ist oder ob es weiterverarbeitet wurde. Ich bin damals zu dem Ergebnis gekommen, dass das nicht gewerbsmäßige Inverkehrbringen von Honig (Ersterzeugung) relativ gut zu handeln ist. Die Weiterverarbeitung in Form von Bärenfang ist auf Grund der irren Auflagen jedoch für den Hobbyimker unrealistisch - insbesondere wo noch Alkohol im Spiel ist.

  • Moin Imkers!
    Ich habe 20 Jahre lang meine Drechselzeugnisse auf dem Markt verkauft, allerdings mit Gewerbeschein. Auf den meisten Märkten war immer eine Ecke wo Kleinsterzeuger ihr Obst, Gemüse und Eier verkauften, frei, ohne einen Gewerbeschein oder Marktausweis, nur Standgebühr. Fällt Honigverkauf von Hobbyimkern auch unter diese Regelung?
     
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Fällt Honigverkauf von Hobbyimkern auch unter diese Regelung?


    Moin Bernd,


    Du brauchst in unserem Landkreis keinen Gewerbeschein oder Marktausweis.
    Ob das eine bundesweite oder nur gemeindliche Regelung ist, weiß ich nicht.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.