Neueinstieg ohne Anfängerkurs?

  • Hallo Jungimkerinnen und Jungimker


    Jetzt muss ich aber einmal eine Lanze für die älteren Imker brechen! Rentner die Ihre Zeit für Vereinsarbeit zur Verfügung stellen, müssen nicht inkompetent sein. Hallodri-Imker gibt es auch junge.


    Ich kann mich erinnern, dass mir am Anfang von Flugschlitzen über die ganze Breite und offenen Gitterböden abgeraten wurde, obwohl das Ende der 80er Anfang der 90er durchaus von modernen Imkern propagiert wurde.


    Wohl aus der Erfahrung heraus, dass dann doch einmal vergessen geht, die Keile wieder zu montieren wenn die Volltracht zu Ende geht und zumindest im Bienenhaus die Gitterböden sehr schnell zu Kinderstuben der Wachsmotten werden.


    Das nur als ein Beispiel weil ich hier, als ich auf dieses Forum gestossen bin, festgestellt habe, dass durchaus jüngere Imker Thesen vertreten, die ich vor 20 Jahren von Imkern gehört habe, die heute schon gar nicht mehr leben.


    PS: Und von den anderen kann man immerhin lernen wie man es NICHT macht.

    • Offizieller Beitrag

    Das ist sowas wie Skype bzw eher wie CB Funk. Eher für Gamer entwickelt hat man damit eine Art Audiochat.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo beetic,


    du hast ja nun viele Meinungen gelesen und sie haben alle recht.
    Habe viele Jahre ohne Verein geimkert und bin seit 1 Jahr wieder dabei. Mir ging es auch um die Schäden durch die Landwirtschaft, da ist man mit versichert. Vereinsarbeit sollte man mitgestalten,so Zeit ist, dann bringt es was. Natürlich kostet es auch die Beiträge.
    Ohne Verein anfangen ist kein Problem, aber einen guten Imkerfreund, dem du mal über die Schulter schauen kannst, solltest du schon haben.
    Lesen und das Forum hilft ungemein, aber alle Ratschläge sind nicht unbedingt für deine Gegend anwendbar.
    Viel Gück und finde deinen Weg und mit den Bienen lernst du jedes Jahr dazu.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo beetic,


    hier nun noch eine Meinung eines Anfängers:


    Bei uns hier in der Gegend gibt es Anfängerkurse, da findet an einem Samstag im Januar eine Einführungsveranstaltung statt und dann 8 Mal in der Zeit von März bis November immer Dienstags ab 18 Uhr, ca. 1 h praktische Vorführung und 0,5 -1 h Theorie und Fragen beantworten.
    Das sind dann Vorführungen und Theorie, zu immer den Sachen, die jetzt gerade zu machen sind.


    Der Praxis- und Theorieteil wird von Dr. Gerhard Liebig durchgeführt. Es ist sehr unterhaltsam und informativ.
    Das macht er bei vielen Vereinen hier in der Gegend, immer an einem anderen Wochentag. Und für wenig Geld kann man dann noch ein Volk, Ableger oder Jungvolk erwerben.


    Die Teilnahme geht mit, aber auch ohne Vereinsmitgliedschaft.
    Ich finde, ein Kurs ist unerläßlich. Allein schon wegen der Kontakte, die man knüpfen kann.


    Gruß Ralf

    Hohenheimer Einfachbeute, Zander - Aufstellort: Streuobstwiese - ca. 450 m ü. NN

  • Ich oute mich jetzt einfach mal als Nichtwissender:


    Das mit dem Teamspeak is ja vielleicht ganz gut,
    wenn man denn weiss, wie das ganze funktioniert.
    Was mach ich mit der dollen IP und was passiert danach.


    MiG André



    Hallo zusammen,
    ich möchte einmal versuchen euch Team Speak näher zu bringen.
    Bei Team Speak handelt es sich um ein kleines Programm was man im Internet unter folgenden Link kostenlos herunterladen kann.


    http://www.chip.de/downloads/TeamSpeak_22362339.html


    Wenn ihr also das Programm auf dem PC habt geht es folgendermaßen weiter:


    1. Team Speak öffnen
    2. Nach dem das Programm geöffnet hat geht man oben links auf Connection
    3. Es hat sich jetzt ein Fenster namens Connect To Server geöffnet
    4. Dort wählt man links das Local Adressbook
    5. Rechts findet man nun ein paar Zeilen und Kästchen von denen aber erst einmal nur folgende wichtig sind:


    In die Zeile Server Adress wird die Adresse des jeweiligen Team Speak Servers eingetragen in unserem Fall (wie auch im Kalender zu finden)
    85.214.130.109:8767


    In die Zeile Nickname trägt man einen beliebigen Namen z.B. seinen Vornamen ein.


    Darunter stehen die Punkte Anonymous und Registered da ihr ja noch nicht registriert seit wählt ihr Anonymous, jetzt einfach ganz unten auf Connect klicken.


    Jetzt seid ihr schon einmal drinnen.


    Letzter schritt ist jetzt das ihr mit einem Doppelkick auf Imkerstammtisch geht und somit falls ein Head Set vorhanden ist mit uns sprechen könnt.
    Dort sind wir dann natürlich auch bei der Registrierung behilflich. (ist aber nicht unbedingt notwendig sich zu registrieren).


    Wir freuen uns über jeden der auf unserm TS Server mal reinschaut. :daumen:

  • Hallo beetic ,


    denke das es in Deinem Fall angebracht ist mal einen zugänglichen , möglichst erfahrenen Imker aus der Nachbarschaft zu kontaktieren . Besser wäre es gleich mit mehreren zu sprechen und sich dann eine Meinung zu bilden .
    Da Du ja schon mal eine allgemeine " Verwendbarkeit " nachgewiesen hast , wird das auch noch mit den Immen hinzukriegen sein . Bin mir da ziemlich sicher.
    Also , nicht lange fackeln .
    Spätestens 2011 schleuderst Du Deinen 1. Honig .


    Gruß hannes

  • Wenn man keinen Imkerpaten hat sollte man auf jeden Fall einen Anfängerkurs besuchen. Als Mindestanforderung. Auf sich allein gestellt zeigen einem die Bienen bald dass man noch nichts weis.


    Nebenbei noch eine kleine Statistik. Bei zwei Kursen im Jahr gibt es hier in Wien ca 100 Teilnehmer. Die Hälfte davon sind Partner eines Imkers bzw Imkerin. Zehn sind es vielleicht die ganz neu anfangen. Einer wird wahrscheinlich dauerhaft dabei bleiben.


    Das kann ja nur ironisch gemeint sein.
    Remstalimker schreibt:

    Zitat


    Die hier gerne gewünschte Einvolkimkerei hat keine Vergangenheit, deshalb gibt es da auch keine Paten, weil alte Imker in ihrer Einfalt denken, das geht nicht


    Von wehm gewünscht ?


    Es kann aber zumindest Gründe geben nur mit einem Volk anzufangen. Für (Jung)Imkerförderungen mit drei kompletten Beuten, drei Reinzuchtköniginnen, drei Völkern etc. und vielleicht auch noch die Schleuder, müssen aber dann auch die Bienen da sein, und nicht wie ich schon gesehen habe dass da vier nagelneue Beutentürme stehen und das ganze Jahr fliegen die Bienen nur bei einem Stock aus und ein.

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo Jungimkerinne und Jungimker,
    das wird so lange bleiben, so lange die netten, kompetenten und jungen Imkerinnen und Imker sich der Gemeinschaftsarbeit verweigern. Ihr seit die Veränderung! Nutz Eure Chance, bringt Euch ein.
    Fröhliche Weihnachten
    Eisvogel




    Wenn ich da mal als Neu- (nicht Jung-)Imker einhaken darf: Auch wenn ich erst nächstes Jahr mit der Bienenhaltung beginnen werde, werde ich mich irgendwo irgendwie auch organisatorisch einbringen. Als Ex-Gärtner weiß ich, wie wichtig eine flächendeckende Bienenhaltung für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen ist.
    Imkern gilt nicht ganz zu Unrecht als Hobby alter Männer (Durchschnittsalter im DIB anscheinend 68) und mit meinen 46 Jährchen komme ich jetzt langsam in das Alter anfangen zu können...:cool:
    Aber ich sehe Imkern nicht nur als Hobby, sondern auch als Aufgabe, Natur, Landwirtschaft und Gartenbau zu fördern und zu erhalten. Letztlich sind Bienen eine der wichtigsten Stützen der Produktion von vielen Lebensmitteln, denn nicht nur Obst braucht Bestäuber, auch viele Pflanzen, die von künftigen Steaklieferanten verspeist werden, können sich ohne Bestäubung schlecht bis gar nicht vermehren.
    Die Öffentlichkeitsarbeit der Imker zur Nachwuchsrekrutierung läßt sehr zu wünschen übrig. Und genau deshalb halte ich aktive Vereine für unabdingbar, die Bienenhaltung nicht nur zu verwalten, sondern wieder flächendeckend mit Imkernachwuchs aufzufrischen. Möglichkeiten gibt es sicher viele, man muß nur wollen.
    Und genau deshalb sehe ich mich auch in der Pflicht, mich organisatorisch einzubringen, wie auch immer. Anfängerkurse halte ich für sehr wichtig, ebenso die Bereitschaft aktiver Imker ihr Wissen zu teilen und Neuimker zu gewinnen. In der Firma, in der ich arbeite, gibt es bereits zwei Kollegen, die Interesse am Imkern haben und die gesagt haben, daß sie es von mir lernen wollen, wenn ich fit bin. Und auch wenn das noch lange dauern wird, habe ich mir vorgenommen, daß ich meine Bienen jedem Interessierten zeigen werde und Informationen, die ich jetzt selbst noch nicht habe, auf Wunsch immer weitergeben werde. Es kann nie genug Imker geben und besser flächendeckend viele Kleinimker mit 1 bis 10 Völkern, als punktuell wenige Mittel- und Großimker mit 10 bis 10000 Völkern.

    In diesem Sinne grüßt Euch

    Martin

  • Es kann nie genug Imker geben und besser flächendeckend viele Kleinimker mit 1 bis 10 Völkern, als punktuell wenige Mittel- und Großimker mit 10 bis 10000 Völkern.


    Bei uns sind die Gebiete mit den Kleinimkern die grössten Sauerbrutgebiete.


    Die Kleinimker "vergessen" viel öfter, dass sie noch irgendwo ein paar Völker haben als die mit 30 und mehr Völkern.

  • Hallo Nigra,

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich nur wenige Völker habe, ist mir jedes Einzelne wichtig und ich kümmere mich drum. Wenn ich viele Völker an mehreren bis vielen Standorten habe, laufe ich viel eher Gefahr, welche zu vergessen.
    Ich könnte mir höchstens vorstellen, daß manche Kleinimker die Bienenhaltung eher gedankenlos, eben als Hobby in der Freizeit betrachten. Dann stimmt aber die gesamte Einstellung nicht. Das ist dann die Sorte Mensch, die Verantwortung nicht erkennt und praktiziert. Also Leute, die z.B. einen Hund vor dem Urlaub aussetzen, Goldfische in den Stadtteich geben oder Wellensittiche fliegen lassen.
    Egal ob Imker, Kleintierzüchter oder sonst was: Es muß immer vermittelt werden, daß Tierhalter auch Verantwortung tragen und daß Leben nie vergessen werden darf. Wenn ich meinen Salat vergesse zu gießen, vertrocknet er. Und so muß man sich um jedes Leben kümmern, für das man Verantwortung übernommen hat.
    Verantwortungsbewußtsein hat in den letzten Jahrzehnten leider sehr nachgelassen. Früher war Tierhaltung und Gartenbau Lebensgrundlage und Vernachlässigung oder Vergessen bedeutete oft auch Hunger. Heute kann man alles kaufen und gerade wenn man einen naturfernen Job hat, besteht oft keine Beziehung mehr zum Leben, zur Natur, aber auch zur Verantwortung für selbiges.
    Gerade dieses Verantwortungsbewußtsein muß Neu- und Jungimkern eingeimpft werden. Und da steht jeder aktive Imker in der Pflicht.

    Liebe Grüße,

    Martin