• @edda:
    was genau ist da nicht zu verstehen??



    Ich schreib es jetzt zum gefühlten 700sten mal:
    "Eine Königin bringt die größte Leistung im Jahr NACH ihrer Geburt".


    Warum?
    Weil sie im Normalfall aus dem Wintervolk wieder ein "volles Volk" macht, dann mit der Hälfte des Volks mit dem Vorschwarm abgeht, und diesen Vorschwarm wieder zu einem überwinterungsfähigen Volk aufbaut, und diesen Zyklus unter guten Bedingungen bis zu 2 bis 5 mal durchläuft....
    :Biene:).

  • Hallo, Piper,
    dein Wissen in Ehren,
    aber hier gehts doch um den Zeitpunkt des Umweiselns, den Austausch einer
    "verbrauchten" Königin für eine Neue.
    Was du beschreibst, hat eher mit wesensgemäßer Bienenhaltung zu tun, die ist
    ja auch eigentlich am einfachsten und sinngemäß.
    Aber paßt gerade nicht.
    Liebe Grüße, Edda

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • :lol: Liebe Leute,
    der zitierte Satz ist NICHT von mir, sondern von Karl Kehrle aka Bruder Adam.
    Der wußte es besser, als Einjährige abzudrücken.:lol:
    Und imkerte ebenfalls ziemlich schwarmfrei, weil er erst im Frühjahr umweiselte, mit schon vorgeprüften eben fast Einjährigen.
    Ob und wann man umweiselt, ist Ansichts/Wissenssache, weil es davon abhängt, was man will.
    Ich möchte diese enorme Leistungsfähigkeit nutzen, also mache ich kleine vorweggenommene KS-Schwärme mit den "alten" Königinnen zur Schwarmzeit, die dann zum 2.Brutpeak des Jahres durchstarten - nix brütet so gut und bringt soviel Honig wie ein sehr früher Schwarm, wenn denn das Wetter paßt.
    Und ja, ich verwerte Schwarmzellen, wenn denn welche da sind (dieses Jahr keine einzige!) - das Schwärmen ist ein so elementarer Trieb der Bienen, es ist nutzlos, ihn "bekämpfen" zu wollen - man hält auch keine Geburt auf...:wink:
    Und nein, meine Bienis werden dadurch nicht zu "Schwarmteufeln", das ist einfach ein Vorurteil bei den heutigen Bienen.


    Und wann eine Königin nicht mehr taugt, können die Bienen viel, viel besser beurteilen als ich.
    Alle Vorgänge im Stock sind dermaßen fein abgestimmt, daß es beileibe nicht so oft die Schuld der Königin ist, wenn die Ernte nicht imkererwartungsgemäß ist, wie der Imker denkt.:wink:


    Und ganz nebenbei ist es ziemlich mechanistisch, von "verbrauchten" Königinnen zu reden - ein Königinnenwechsel ist nicht bloß dasselbe wie ein Motorwechsel beim Auto, sondern es ändert die ganze Genetik des Volks.
    Und das ist ein extrem schwerwiegender Eingriff in die Adaption an lokale Verhältnisse - ich will gar nicht wissen, wie viele Königinnen umgeweiselt wurden, die aus tausend verschiedenen Gründen nicht die gewünschte "performance" zeigten, und nicht zeigen konnten, aber eben dem Imker nur als "nicht ausreichend" auffielen.:roll:


    In diesem Jahr hätte ich ja locker Nachzuchten von allen Völkern als "extrem schwarmträge" verkaufen können - bloß lag das nicht an den Bienis, sondern am Wetter und dem Wasserhaushalt des Bodens.


    Wenn es um "verbrauchte" Königinnen ginge, würden es die meisten Züchter nicht schaffen, ihre besten über längere Zeit (3-5 Jahre) überhaupt am Leben zu erhalten, weil die Bienen sie sofort ersetzen würden, wenn sie deutliche Mängel zeigen würden.
    Und auch zwei Dutzend Zuchtkriterien des Imkers treffen immer noch nicht wirklich die Bedürfnisse der Bienen, sonst würden sich manche Völker nicht so vehement gegen Umweiselungen wehren bis zum sicheren Tod....


    Ein Bienenvolk ist keine Maschine, in der man beliebig Teile tauschen kann.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wenn Drohnen vorhanden sind, bringen die Bienen viel eher die zugesetzte - fremde - Königin um und ziehen aus einem Ei eine Neue, die dann ja auch von diesen Drohnen begattet werden kann. Wenn keine Drohnen da sind ,überlegen sich das Bienen mit dem Umbringen genauer......


    Eine Frage dazu, findet die Begattung dann im Stock statt oder auch draußen, wie sonst auch?


    Grüße
    Jo

  • Bravo, Sabine,:p_flower01:
    schließe mich voll deinen Ausführungen an.
    Muß jeder selber wissen, was und wie er bei den Bienen handelt.

    Liebe Grüße, Edda:Biene:

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo