Bienenstock-Selbstbau

  • Erstmal Hallo;)


    Mein Vater ist Imker (ich kann mich noch nicht soo dafür begeistern). Er hat jetzt 7 Völker und 2 sind schon etwas zu groß gewordern. Sprich mein Vater brauch 2 neue Bienenstöcke. Klar ich könnte jetzt in seinen Bienenstock seines Vertrauns gehen und für 400€ zwei Stück kaufen aber das wäre aus meiner Sicht, und aus der meines Vaters, Schwachsinn.
    Erstens gibt es ja nur noch diese Styropor Dinger aber da bekommt mein Vater schon beim gedanken daran Kopfschmerzen.Einerseits ist er der Meinung Natur zu Natur und zum anderen sehen die ja unfassbar kacke aus.
    und zweitens mache ich grad eine Ausbildung zum Schreiner:p
    Ich hab alles was ich brauch (und ich denke ich besitze auch das nötige Fachwissen) da und bräuchte nur eine Anleitung..
    Da hoffe ich das ihr mir weiterhelfen könnt.


    Liebe Grüße:daumen:

  • Auch Hallo und willkommen im Forum.


    Zitat

    Mein Vater ist Imker (ich kann mich noch nicht soo dafür begeistern)

    kann ja noch werden

    Zitat

    Erstens gibt es ja nur noch diese Styropor Dinger aber da bekommt mein Vater schon beim gedanken daran Kopfschmerzen

    Nö, Holzbeuten gibt es Massenhaft. Bei Kopfschmerz solltest Du/bzw. Dein Vater diese auch verwenden.:Biene:

    Zitat

    zweitens mache ich grad eine Ausbildung zum Schreiner

    Dann ist die Herstellung für Dich nicht schwer.

    Zitat

    Ich hab alles was ich brauch (und ich denke ich besitze auch das nötige Fachwissen) da und bräuchte nur eine Anleitung..

    Dann befrage Deinen Vater welche Beuten er bevorzugt. Zum Beispiel Zander, Deutsch normal, Dadant Langstroh usw. usw.
    Danach können wir über Anleitungen reden.
    -Schumi

  • oder seh dir die Beuten deines Vaters mal ganz genau an, vielleicht mit Hilfe eines Zollstocks und eines Bleistiftest. Schaffst Du es, die Dinger nachzubauen? Eh voila, eine Beute.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der immer neidisch wird, wenn einer keine zwei linke Hände hat, wie er.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo,


    da kann ich Schumi nur beipflichten, werde dir erst klar welches Maß du für deine Beute haben willst. Dann sie dir mal eine originale Beute ( Boden, Zargen und Deckel) an. Nimm dann die Maße ab und baue dann nach.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • :lol: Quatsch (sorry :oops:), man kann JEDE Beute um JEDES Rähmchen drumrum konstruieren (gern per PM, nur mit Zander mit langen Ohren geht das nicht sooo gut).
    Wichtig ist nur das Rähmchenmaß und die Anzahl der Rähmchen pro Zarge.
    Alles andere ist bloß Rechnerei.


    Und ich kann nur immer wieder betonen, daß keiner von uns jünger und stärker wird - 11 oder 12W Ganzzargen als HR oder auch als verhonigte BR sind MORD an den Bandscheiben, ebenso wie Griffmulden Schwachsinn sind für Imker, die keine LKW-Ladeflächen zum Wandern bestmöglich ausnutzen müssen.
    Fette Griffklötze für guten Halt sind da viel praxisnäher, ebenso Zargen mit nur 8 Waben, und dann eben 3 statt 2 Bruträumen.


    Dann imkert ihr auch noch mit 80 ohne viele Probleme, die aus diesen Riesenkisten herrühren.:wink:
    Und die Kinder/Jugendlichen haben es auch einfacher - welche/r 12jährige/r kann eine volle Segeberger mit 35kg stemmen?:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene,
    ich habe Respekt gegenüber deines Fachwissens.
    aber was soll das?

    Da möchte ein Sohn für seinen Vater ein paar Beuten zur Ergänzung seines Standes bauen und nichts anderes.
    -Schumi

  • Hallo Schumi,

    Zitat

    Da möchte ein Sohn für seinen Vater ein paar Beuten zur Ergänzung seines Standes bauen und nichts anderes.

    Da liegst du falsch. Ich musste auch lernen, dass ein Honigraum mit 12 Zanderwaben zu schwer ist und einer mit 12 3/4 Waben so langsam auch. Ich bin gerade bei 1/2 Zander, viel Holz aber tragbar. Der Vater wird auch älter. Ich kenne nur einen Imker, welchem ewige Jugend gegeben ist.:lol::lol::lol::lol:


    Gruß
    von der tief verschneiten Rems

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Gerade dann, wenn ein Sohn für seinen Vater zur Ergänzung ein paar Beuten bauen will ( schöner Gedanken, bald ist Weihnachten ), sollter er genau das Maß verwenden, das der Vater jetzt schon benutzt, es seihe denn, er will unbedingt ein neues Maß haben. Mit zwei, oder drei Maßen an einem Stand oder in einer Imkerei zu arbeiten ist auch unfug, grober.
    Viele Grüße
    Wolfgang, Großimker mit 1.563 Wirtschaftsvölkern, alle DNM :-)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Remstalimker,

    Zitat

    Da liegst du falsch. Ich musste auch lernen, dass ein Honigraum mit 12 Zanderwaben zu schwer ist

    Deshalb sollte er ja seinen Vater befragen, welche Beuten er bevorzugt.
    Einfach irgendeine Beute bauen und hoffen das es die Richtige ist, finde ich nicht gut.
    Und alles als quatsch zu bezeichnen ist wohl etwas übertrieben.


    -Schumi

  • .... Mit zwei, oder drei Maßen an einem Stand oder in einer Imkerei zu arbeiten ist auch unfug, grober.
    ...


    Dann komm mal in unser Alter:wink:. Der erste Bandscheibenvorfall hat mich zum Umdenken bebracht, als dann noch nach einer Kippkontrolle ein Schwarm abging war ich überzeugt - Ungeteilter Brutraum und 1/2 hoher Honigraum ist mehr als OK, macht aber bei deiner Imkerei, 1.563 Wirtschaftsvölkern auf DNM richtig Arbeit.


    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Auch ich werde nicht vom Alter verschont, und manchmal fühle ich mich schon ganz schön alt. Wahrscheinlich ist es mein fehlender Ordnungssinn, der mich von unterschiedlichen Maßen erzittern lässt. Und wenn ich erst anfange für die unstrittig notwendige Wabenerneuerung in meinem überdimensionalen Brutraum einzelne Waben herauszunehmen und auszutauschen, dann würde ich mich wohl lieber für die konsekwente Art entscheiden. Warum nicht, wenn es mein geliebtes Hobby ist und es mir schwer fällt Zargen zu transportieren. Hier möchte ich mich mal outen. Wenn ich Probleme bekomme, Zargen zu transportieren, wenn ich mit Hilfsmitteln aus der Apotheke, mit Seilzügen arbeite, wenn ich die Rähmchen nur noch einzel bewegen kann, es mir aber trotzdem noch Spaß macht, dann werde ich mir hier im Imkermarkt Hinterbehandlungsbeuten besorgen, und einen alten Bienenwagen. Oder ich baue mir ein gemütliches Bienenhäuschen. Ich konstruiere mir vielleicht einen weiteren Honigraum oben drauf und bearbeite alles bequwem von Hinten, auf einem alten Küchenstuhl sitzend. Was solls, ging hunderte von Jahren und wird immer funzen.
    Viele Grüße
    Wolfgang, noch Jungimker :-)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Zitat

    Ungeteilter Brutraum und 1/2 hoher Honigraum ist mehr als OK

    Wenn solche Beuten gewüscht sind, ist das alles kein Problem. Ich werde dann mit besten Wissen und Gewissen weiter helfen. Mir ist es egal mit welcher Kiste der einzelne Imker imkert. Das wir alle altern, darüber brauchen wir wohl nicht sprechen und war auch nicht die Anfangsfrage.
    Die Frage nach der besten Beute taucht immer wieder auf und kann mit Schicherheit nicht allgemeingültig beantwortet werden. Jeder muss seine Betriebsweise finden, auch wenn in ein paar Jahren etwas geändert wird.


    -Schumi