Weinfass beute

  • Hallo zusammen,


    tolles Forum. :daumen:


    Meine Geschichte. Ich bin anfaenger mit zwei "Bienenkisten", seit diesem dezember :). Aber ich war mal Weinbergbesitzer, habe es aber der Bienen zuliebe aufgegeben(pestizide...., habe nie insektizide benutzt!!!). Und mir sind einige Weinfasser geblieben. Also meine Frage.


    Koennte man ein Weinfass als Beute benutzen, Stabilbau oder Rahmen? Zwei kleine Faesser aufeinander?
    Oder 2 Faesser auf halber hohe durchscneiden? Also 4 Halften? Oder liegend als eine? Und nuer das halbe Fass nehmen. Dan ist es aber mehr eine Top Bar Hive. Aber ohne Rahmen. Und mit Trenschied. Um den Honigraum zu trennen. Aber vielecht waeren Rahmen von vorteil? Denke schon.


    Und noch eine moeglichkeit von hinten zu oeffnen wie bei der Bienenkiste um die Varoa kontollieren zu koennen?


    Was halt ihr won dieser Idee? Und das Hauptziel ist nich Honiggewinnung sondern Bienen naturnah halten und 5 kg Honig.


    Mich wuerde mehr praktische loesungen interesieren. Die groesse? Die aufstelung? Liegend oder stehend? Und ich brauche einen Boden um die Varoa zu kontrolieren und zu behandeln.......


    Danke fuer eure anregungen und nicht boesse sein. Es ist eine Idee. Eine gute eine schlechte? Keine ahnung. Es ist mehr ein Projekt um die Bienen zu verstehen. :Biene:


    Simon

  • Moin Simon - und willkommen hier.


    Die Bienen kannst Du überall unterbringen - selbst im Kaninchenstall.
    Hast Du schon Erfahrung mit Bienen?
    Sonst würde ich empfehlen, Dir erst das Wissen anzueignen und Bienen erst mal konventionell zu halten.


    Schreib mal was in Dein Profil.
    Macht schon einen Unterschied, ob Du in der Taiga oder in Afrika imkern willst... ;-)

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Radix () aus folgendem Grund: Nachtrag


  • Hast Du schon Erfahrung mit Bienen?
    Sonst würde ich empfehlen, Dir erst das Wissen anzueignen und Bienen erst mal konventionell zu halten.


    Macht schon einen Unterschied, ob Du in der Taiga oder in Afrika imkern willst... ;-)


    Hallo Radix :)


    Bin Anfaenger,


    Anfangen will ich in der Bienenkiste. Aber auch in den Weinfaessern.
    Konventionell will ich nicht. Wissen habe ich theoretisch einiges. Werde mir einen Patten noch suchen.


    Imnern will ich in Slowenien. Mehr schon die Pannonische ebene. Heisse Sommer. Hohe 220 meter ueber dem Meer. Nahe Kroatien und Ungarn.
    Das Klima ist sehr aehnlich wie in Freiburg. :)


    Gruesse

  • Zwei Gedanken.


    Gedanke 1: In den alten Büchern über Zeidlerei werden Eichenbäume vermieden. Beispiel:


    Zitat

    Bloß der Eichbaum ist ganz untauglich, denn dieser entläßt einen sauern und schwarzfärbenden Saft, der das Gewirk verderbet.


    Vermutlich ist mit dem schwarzfärbenden Saft die Gerbsäure der Eichen gemeint.


    Soweit mir bekannt, sind viele Weinfässer aus Eiche - gerade wegen der Gerbsäure.



    Gedanke 2: Falls in den Weinfässern bereits Wein hergestellt worden ist, sind diese mit Weinhefen versehen - wie wirkt sich das auf die Mikrobenwelt im Bienenstock aus? Eventuell gründlich reinigen und von innen mit einem Propolis-Wachsgemisch auspinseln.


    Hier hat David Maloney eine Weinfassbeute als TopbarHive umgebaut:





    Die erfahrenen Topbarhive-Imker haben ihm allerdings schon Probleme vorhergesagt, wegen der Breite und den Abmessungen. Siehe Thema:
    http://www.biobees.com/forum/viewtopic.php?t=4716


    Als Beispiel ist hier die Ernte genannt, da durch die große Breite Honig und Brut auf einer Wabe sein werden.


    Bernhard


  • Hallo Bernhard


    Zum Gedanken 1. Hat mir heute ein Freund das selbe gesagt. Auch aus alter Quelle. Er weiss es aber leider nicht wo er das nachgellesen hat.


    Zu der Groesse :). Es gibt auch kleinere Fasser :).




    Bernhard eine Frage an dich direkt. Wie viel Stunden brauchst du pro Beute pro Jahr?


    Ich finde deine Beute(Warre) und die Bienenkiste als das idealste fur Hobbyimker und fuer Anfaenger.


    Hab eure diskusionen gerne und genau nachgelesen :lol:.


    Aber ich denke beide Beuten sind unkompliziert. Der Honigertrag sehr Ahnlich. Das sistem gleicht sich. Aber eins ist horizontal und eins vertikal. Sonst fast gleich.


    Kann mich zwischen eueren zwei Beuten nicht entscheiden. Denke fange mit beiden an. Mal zwei.

  • Bernhard eine Frage an dich direkt. Wie viel Stunden brauchst du pro Beute pro Jahr?


    Den Schwarm einlaufen zu lassen dauert etwa 10 Minuten bis 1 Stunde, ganz zu Anfang. Das Erweitern im Frühjahr dauert mit dem Unterstellen nur wenige Minuten, das Ernten dauert am Volk ebenfalls so fünf bis zehn Minuten (je nachdem, wie neugierig ich das Wabenwerk betrachte und wie die Bienen drauf sind). Das Ausschneiden der Waben zuhause und das Auspressen, sowie das Einfüllen in die Honiggläser benötigt den größten Teil der Zeit. Mit einer Obstpresse geht das schneller, Auspressen von Hand entsprechend langsamer. Das Ansetzen von Met rechne ich jetzt mal nicht dazu und das Kerzenziehen mache ich, wenn ich Zeit habe. Alles Daumenwerte.


    In einem auf 10 Jahre angelegten Versuch von Guillaume wurden die Warre und Langstrothbeuten exakt miteinander verglichen. Das Ergebnis findest Du hier als Excelliste:


    http://spreadsheets.google.com…y=r6hdpJBk0wUgiP5WGZEo81A


    Guillaume gibt etwa 4 1/2 Stunden pro Warre und Jahr an.


    Ich denke, dass dieser Wert representativer da exakter und umfänglicher ist.


    Ansonsten muss der Imker zum Bienenstocksystem passen, eine Lösung für alle Imker gibt es nicht. Auch nicht die berühmten Weinkisten ... (wer hatte nochmal Weinkisten verwendet? Langstroth?) :wink:


    Liebe Grüße


    Bernhard


  • Guillaume gibt etwa 4 1/2 Stunden pro Warre und Jahr an.


    Ich denke, dass dieser Wert representativer da exakter und umfänglicher ist.


    Ansonsten muss der Imker zum Bienenstocksystem passen, eine Lösung für alle Imker gibt es nicht.


    Mit 4,5 Stunden ist das sehr interessant. Werde es mit Erhard Maria Klein Bienenkiste versuchen. Mit zwei Warrebeuten. Und 2 Weinfasser. Auch wenn kein Honig anfaehlt.


    Aber meine Angst ist es das die Bienen es nicht uberleben in Fass.
    Das will keiner :-(. Also brauche ich erfahrungswerte und eine 99,9% bestatigung das es den Bienen gut geht darin.


    Ich werde das Fass erst gut durchborsten. Im Fass werde ich kurz Feuer machen fuer paar minuten. Damit es ihnen verkohlt. Dan mit Propolisanstrich streichen.


    Die Eisenbänder auswechseln durch sintetische. Damit habe ich eine Fass der ihnen ok sein muesste.


    Der deckel muss gut atmen konnen. Oben vieleicht wie bei der Warrebeute mit Stroh ausfuellen.


    Und ihnen 2,3,4 Raeume machen. Oben zwei kleinere Honig raume. Unten zwei groessere Raume. Sollte doch sehr nahe an die Warre kommen.


    Schoene Gruesse


  • Und ihnen 2,3,4 Raeume machen. Oben zwei kleinere Honig raume. Unten zwei groessere Raume.


    So kompliziert? Wenn ich ein Weinfaß hätte, würde ich sie in diesem Faß einfach machen lassen, was sie wollen. Also das Faß nicht noch unterteilen.
    Und einige Waben vom Rand - so wie es heute noch in Klotzbeuten gemacht wird - zur Ernte ausschneiden. Das gibt Honig und gutes, sauberes Wachs.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • So kompliziert? Wenn ich ein Weinfaß hätte, würde ich sie in diesem Faß einfach machen lassen, was sie wollen. Also das Faß nicht noch unterteilen.
    Und einige Waben vom Rand - so wie es heute noch in Klotzbeuten gemacht wird - zur Ernte ausschneiden. Das gibt Honig und gutes, sauberes Wachs.



    Kann dir nur recht geben. Das waere das beste.
    Den Boden offen oder geschlossen?


    Wieviel gibt so eine Klotzbeute? 3-5 kg sind da drin?

  • ...Wenn ich ein Weinfaß hätte, würde ich sie in diesem Faß einfach machen lassen, was sie wollen...


    Wenn ich ein Weinfaß hätte, würde ich Wein drin vergären...:wink:


    Hallo Simon,


    ich weiß nicht, ob das mit dem Ausbrennen eine so gute Idee ist.
    Für Whisky lasse ich es ja gelten, aber für den Honig...?
    Ich fürchte, da erhält Dein Honig - trotz Propolis-Anstrich - einen sehr rustikalen Touch.


    Aber probier`s - wird vielleicht der Renner...
    Viel Erfolg!:daumen:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich liebe Barrique-Honig, dunkel ausgebaut mit einer Restsüsse von 56 % und einer deutlich ausgebildeten Burgundernase. Dann kann ich wohl jetzt auch aus meinen alten Pioneer-Boxen eine Beute bauen. Die allseits beliebte CS 922-Beute und beim probieren fühlt man immer wieder so einen Hauch von Manfred Mann und Supertramp.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Dann kann ich wohl jetzt auch aus meinen alten Pioneer-Boxen eine Beute bauen. Die allseits beliebte CS 922-Beute und beim probieren fühlt man immer wieder so einen Hauch von Manfred Mann und Supertramp.
    Viele Grüße
    Wolfgang


    Bienenköniggibmirhonig hat gesprochen. Jetzt nur noch die Friedenspfeife.


    Ich mag Kritik. Aber konstruktiv.


    Du kanst sagen das ist schwachsinn. Oder das koennte gehen ....


    Habe nichts dagegen. Und ein altes Weinfass ist schlechter als Kunststoff? Oder andere synthetische Materialien? Als gepresste holzplatten mit Formaldehid und anderen Schadstoffen.


    Ich bin ein Mensch der Natur. Die Natur ist einzigartig. Und sehr viel anpassungsfaehiger als wir denken. Die Bienen haben tausende Jahre ohne uns ueberlebt.


    Warum sollten sie es nicht in einem Weinfass? Das einzige was dort drin war ist Schwefel. Und Wein und Wasser. Ich sehe hier einen unterschied zur einer Pionier Box.


    Und wenn ich kurz Feuer drin mache es ausbuerste mit einer Drahtbuerste und dan anstreiche. Was kann da den Bienen oder den Honig schaden? Verbrantes Holz?


    Also bitte "BienenKoenigHonig".... Es ist eine Frage, es ist eine Idee. Und ich Frage euch weil ihr mehr Wissen und Praxis habt.



    p.s. Die Pionier Beute wird sicher ein hit.

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  • Hallo Flipper,
    war wieder mal nicht böse gemeint. So ähnlich wie dir gehts mir auch. Früher als Jugendlicher war ich ein HIFI-Freak, mit Tonbändern und eben diesen Pioneer-Boxen. Jetzt gehen mir die Höhen ab, die Membranen lösen sich auf und aus meinem Receiver kommen nur noch Verzerrungen. Ob ich jetzt einen Hasenstall draus baue oder eine Bienenbeute.:-). Ich kann mir viel vorstellen, was man aus alten Weinfässern machen kann. Und wenn man ein Bastelfreggel ist kann man das sicherlich hinkriegen. Falls ich Dir aber einen Ratschlag geben müsste ( Du schreibst, dass Du Anfänger bist ) würde ich dir raten, eckige Kisten zu benutzen und Standardrähmchen, weil es einfach einfacher ist. Du hast deinen Wein sicherlich auch nicht in LEGO-Steine eingefüllt, nur weil Du aus deiner Jugend noch welche übrig hattest. Sehen wirklich gut aus, deine Fässer, aber Honig ist eine ganz schön klebrige Angelegenheit und aus runden Körpern etwas rauszuschneiden um es dann mit bloßen Händen über einem Honigglas auszuquetschen, das ist bestimmt wie das Ausbeinen einer kleinen Wachtel.
    Viele Grüße
    Wolfgang
    PS. Mein größtes Problem ist ein psychologisches. Weil es meine großen CS 922 er Pioneers es nicht mehr tun, höre ich jetzt Musik aus kleinen, miesen, geschenkten RFT-Regalboxen.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.