Wie träufelt man Oxalsäure bei zweiräumiger Überwinterung

  • Hallo,


    ich überwintere dieses Jahr das erste mal mehrere Völker zweiräumig.
    In 1-2 Wochen denke ich sind alle Völker brutfrei und ich möchte daher Oxalsäure träufeln. Leider habe ich dies bei zweiräumigen Völkern noch nie gemacht. Um die Bienen nicht unnötig lange zu stören möchte ich mich daher gerne vorher erkundigen, wie ich am besten vorgehe.
    Ich wäre dankbar, wenn mir evtl. wer kurz seine Vorgehensweise erklären bzw. mir sagen könnte, ob es Unterschiede zur Behandlung von einräumigen Völkern gibt.


    Muss ich die zwei Räume voneinander trennen? Meist sitzen sie doch ziemlich in der Mitte oder?
    Wieviel sollte man träufeln?


    Liebe Grüße,
    die Feuerwehrbiene

  • Hallo !
     
     
    Erstmal muß man schauen ob eine Behandlung notwendig ist !
     
     
    Wenn Du entscheidest das es notwendig ist:
     
    > Brutfreiheit feststellen.
    > Zargen trennen - ich kenne es, das die Völker jetzt meist unten sitzen
    > entscheiden ob die Winterkugel oben oder unten ist
    > mit einer Schwanenhalsflasche oder Einhandspritze notwendige Menge träufeln
    > ins Behandlungsbuch eintragen
     
     
    Hier S.20/21 - kannst Du einiges Nachlesen was die Bieneninstitute so raten !
    Was wie zugelassen ist, wie sie die Behandlung empfehlen, wie man dort Milben zählt u.s.w.
     
     
    Gruß
    B:K

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Weil ich jetzt kurz vor der Behandlung mit Oxalsäure stehe möchte ich noch einmal auf die Frage (n) von Feuerwehrbiene zurück kommen.


    @ Bienenknecht: Bei der Beschreibung des "Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen" konnte ich auf diese Frage keine Antwort finden.


    Wie gehe ich beim Träufeln vor, wenn das Volk bei zwei Zargen wowohl in der oberen als auch in der unteren sitzt? Ich möchte die Traube nicht auseinander reißen. Genügt es, nur in die obere zu träufeln?


    Und wie kann man erkennen, ohne alle Zargen abzunehmen, ob die Traube in der oberen, der unteren oder in beiden sitzt? Kann ich das eindeutig erkennen, wenn ich nur von oben rein gucke, vielleicht mit einer Taschenlampe? Am Gemüll erkenne ich die Position in der horizontalen, aber natürlich nicht der vertikalen.



    Holbee


  • Wie gehe ich beim Träufeln vor, wenn das Volk bei zwei Zargen wowohl in der oberen als auch in der unteren sitzt? Ich möchte die Traube nicht auseinander reißen. Genügt es, nur in die obere zu träufeln?


    ich habe gestern bei einem meiner drei mehrzargigen Völker von oben in die zweite Zarge geträufelt, nachdem ich durch kurzes Anheben der oberen Zarge gesehen habe, dass die Traube über beide Zargen geht. Ich schätze mal, dass ein Drittel in der oberen Zarge saß.
    Ein Volk saß schon ziemlich oben, da war es klar. Eins saß ganz unten - das habe ich aber auch erst erkannt, als ich die obere Zarge abgenommen hatte.



    Und wie kann man erkennen, ohne alle Zargen abzunehmen, ob die Traube in der oberen, der unteren oder in beiden sitzt? Kann ich das eindeutig erkennen, wenn ich nur von oben rein gucke, vielleicht mit einer Taschenlampe? Am Gemüll erkenne ich die Position in der horizontalen, aber natürlich nicht der vertikalen.


    Mit Taschenlampe reinleuchten geht bei tief sitzenden Bienentrauben nicht immer gut. Beim Reinsehen und auch beim Träufeln stören nämlich oft die Verbauungen zwischen den Oberträgern oder gewölbt gebaute Waben.
    Da lobe ich mir doch meine Dadantbeuten, da gibts diese Frage und Probleme nicht :daumen:


    Schöne Feiertage noch
    Klaus

  • Ich empfehle Landesanstalt für Bienenkunde Universität Hohenheim und dann "Aktuelle Information" .....


    Danke für diesen Link, webee.
    Es ist schon ein schwieriges Unterfangen, die Oxalsäure zu träufeln, weil die Bienen direkt beträufelt werden sollen. Wenn man zwischen den Waben hindurch die Tropfen auf die unten sitzenden Bienen fallen lassen wollte, werden wohl nur wenige Tropfen richtig bei den Bienen ankommen. Also muss man es anders machen .......:roll:



    Holbee

  • Danke für diesen Link, webee.
    Es ist schon ein schwieriges Unterfangen, die Oxalsäure zu träufeln, weil die Bienen direkt beträufelt werden sollen. Wenn man zwischen den Waben hindurch die Tropfen auf die unten sitzenden Bienen fallen lassen wollte, werden wohl nur wenige Tropfen richtig bei den Bienen ankommen. Also muss man es anders machen .......:roll:



    Holbee


    Wieso träufeln? verdampfen ist viel besser, der Dampf kommt überall hin.
    Er zirkuliert durch die Wabengassen, der Staub bleib im Haarkleid der Bienen hängen. Die Bienen nehmen die Oxalsäure nicht auf, es ist ein reines Bienenpflegemittel und bedarf keiner Zulassung.
    Die Wikung ist super, ich habe im Moment keine Milben mehr, alle Völker sind in Ordnung.


    Der Varroatiger

  • "es ist ein reines Bienenpflegemittel und bedarf keiner Zulassung."


    Das ist mir neu...haben die nicht gerade erst die Träufelbehandlung zugelassen und das Bedampfen nicht da nicht "zulassungsfähig" (obwohl diese Schweizer Untersuchung ja wohl sehr schön zeigte, das die MAK nicht mal bei Anwendung im Bienenhaus erreicht wird)?
    Außerdem wäre ich etwas verhalten was das "nicht aufnehmen" angeht - m.E. nehmen die Bienen immer Oxalsäure auf - sei es durch Einatmen beim Verdämpfen oder oral beim Ablecken beträufelter Schwestern.


    Na egal, wie auch immer - ich träufele auch weil schlichtweg für mich einfacher zu bewerkstelligen (bin nicht so ein Techi der da mal so eben Verdampfer konstruiert, Autobatterien handhabt usw...).
    Da ich nur einräumig überwintern lasse, habe ich nun dieses 2-Zargen-Problem nicht. Allerdings etwas ähnliches - manchmal sitzen die Bienen so tief daß man eben von oben nicht sehen kann, wo sie überhaupt sitzen. Wenn man dann nicht Kondenswasser an der Folie hat, muß man leuchten und lauschen wo sie sitzen und dann zwischen die Gassen träufeln. Das ist aber sehr selten der Fall; meistens sitzen sie direkt unter dem Deckel.


    Melanie

  • Hallo Varroatiger


    Die Bienen nehmen die Oxalsäure nicht auf .....haste geschrieben aber woher willste das so genau wissen


    Dem ist aber nicht so denn meines Wissens versaut die Oxalsäure auch das Bienenblut b.z.w geht in den Stoffwechsel mit rein.Naja Jedenfalls gibts da Untersuchungen wo das auch nach zulesen ist
    imkerliche Grüße

  • Keine Milben ist natürlich immer relativ zu dem was vorher in den Völkern war.
    Unter 50 Stück sind zu erreichen und aus denen kann unter normalen Umständen eben erfahrungsgemäss bis nach dem Abschleudern im nächsten Jahr keine bedrohliche Population entstehen.


    Ebenso klar ist, dass die Bienen einen Teil OS aufnehmen können. Die Sterblichkeit erhöht sich dadurch aber nicht messbar. Bei 10'000 Bienen entspricht das eine ins Volk eingebrachte Gramm OS 0.1mg pro Biene


    Wenn die 100mg schweren Bienen also alle OS einnehmen würden, hätten sie anschliessend 1 Promille. Der eine oder andere Imker wird das über die Festtage ja auch haben:roll:

  • Hallo Holbee,
     
    eine Möglichkeit ist, eine große Einmalspritze (60ml) mit einem Stück Infusionsschlauch (mal bei Deinem Hausarzt oder in einem Krankenhaus fragen) in Zargenlänge zu versehen.
    Dann mit Taschenlampe und Feingefühl durch die Wabengassen ausbringen.
    Du musst übrigens nicht jede Biene einzeln treffen:lol:, sie verteilen das Zucker/OS-Gemisch in der Traube.
     
    Herzliche Grüße
    Thorben

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • Hallo Holbee !
     

    Weil ich jetzt kurz vor der Behandlung mit Oxalsäure stehe möchte ich noch einmal auf die Frage (n) von Feuerwehrbiene zurück kommen.
     
    @ Bienenknecht: Bei der Beschreibung des "Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen" konnte ich auf diese Frage keine Antwort finden.
     
    Holbee


     
    Richtig lesen kann Dir "Holbee" dabei helfen die Antwort zu finden:
     
    Seite 20 / Rechts oben / erster Abschnitt:
     
    Zitat:
    > Lösung mittels Spritze oder Tropfflasche
    auf die Bienen in den Wabengassen auf-
    träufeln, bei zweizarigen Völkern vor-
    zugsweise zwischen die Zargen.
    > Benetzen von Rähmchen und Wachs
    vermeiden.
     
    Vielleicht kannst Du es ja hier - jetzt für Dich "Holbee" extra groß geschrieben - besser lesen !
     
    Oder verstehst Du diese Aussagen dort nicht ???
     
    Gruß
    B:K

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo !
     


    Wieso träufeln?


     
    Weil es ein erlaubtes Verfahren ist !
     


    verdampfen ist viel besser, der Dampf kommt überall hin.
    Er zirkuliert durch die Wabengassen, der Staub bleib im Haarkleid der Bienen hängen.


     
    ... trotzdem ... oder deshalb ist es nicht zugelassen !
    Außerdem geht es in dem Thema nicht um das träufeln oder verdampfen von Oxalsäure - sondern wie richtig geträufelt wird !
     


    Die Bienen nehmen die Oxalsäure nicht auf, es ist ein reines Bienenpflegemittel und bedarf keiner Zulassung.


     
    Dem würden wohl alle einschlägigen Gutachter die ein Gericht dazu berufen würde wiedersprechen. Das hat nichts mit "Pflege" zu tun !
     


    Die Wikung ist super, ich habe im Moment keine Milben mehr, alle Völker sind in Ordnung.
     
    Der Varroatiger


     
    Glaube ich nicht .... ich kann keinem "Bienenhalter" glauben der mir erzählt er hätte keine Varroa D. Milbe mehr !
    Das gibt es praktisch nicht !
     
    ... und für den Fall das doch !
    Will ich keine Milben mehr ? Wo ich weiß das in einem halben Jahr der Stock wieder voll damit ist ?
    Oder will ich eine Biene die bis zu einer Schadschwelle weiß mit der Milbe umzugehen ?
     
    Gruß
    B:K

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.