Königinnen aus Südamerika

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    Und ich wünsche mir, daß endlich jemand diejenigen verklagt auf Schadenersatz, die die Varroa & Viren hier eingeführt haben!:evil:


    Hallo Sabiene,
    das ist schon vor langer Zeit geschehen. Damals, kurz nach der Entdeckung der Milben in Deutschland ist ein Institut verklagt worden. Nach meiner Erinnerung wurde es auch zumindest in einem Prozess zu Schadensersatz verurteilt. Genaueres ist mir aber nicht erinnerlich. Aber da müßte es bestimmt bei den Juristen Material darüber geben.


    Andererseits:
    Würde das ganze heute eventuell anders bewertet.
    Inzwischen wissen ja viele, das die Geschichte mit den Instituten als böse Importeure so einfach nicht ist.
    Die Imker in der ehemaligen DDR müßten zum Beispiel wohl die ehemalige Sowjetunion verklagen.
    Bei denen wurde die Milbe angeblich zum ersten Mal im Umkreis von sowjetischen Militäranlagen gefunden. Denn die Soldaten brachten wohl auch einmal ein Völkchen aus der Heimat mit.


    Auch ist bekannt, das die Milbe schon lange auf dem Weg nach Westen war. Ohne irgendwelche Importe wäre sie nur einige Jahre später hier eingetroffen.
    Gekommen wäre sie wohl auf jeden Fall.
    Was die Milbe für ein Ausbreitungs Potential hat, haben ja damals alle erlebt.
    Von Grenzen und Ausrottungsversuchen hat die sich nicht aufhalten lassen.


    Gruß Hubert

  • Eines ist noch zu bedenken, wenn man Bienen aus anderen Klimazonen importiert, auch wenn diese gesund sind.
    Eine Standbegattung so wie ich sie mache, um eine möglichst angepasste Biene zu erhalten, sind dann für die Katz, wenn am Nachbarstand Südamerikaner fliegen.:roll:

  • Mallo Klaus Maresch,

    Zitat

    ch hatte da viel "Vergnügen" mit Imkern, die noch Wochen danach anriefen und wissen wollten, ob sie nun mit ein oder zwei Mittelwänden erweitern müßten...

    So ungern telefonierst du eigentlich nicht. Die Sache mit den Mumienimkern ist bei dir nicht ganz neu. Bei unserem letzten Aufeinandertreffen im Landtag BW habe ich allerdings keine Abneigung gegen die anwesenden Mumien erkennen können. Wir waren da allerdings in der absoluten Mehrheit.


    Ich imkere dir zum Trotze, der du die ewige Jugend gepachtet hast, weiter. Hoffentlich erlaubst du mir wenigstens weiter für die Rechte der Imker ein zu stehen.


    Remtalimker, wie immer mit freundlichen Grüßen

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • :eek: Ist aber ziemlicher Blödsinn, den Du da schreibst.


    Nach meiner Meinung ist es einfach Zeitverschwendung und hat keine Perspektive, wenn man als Rentner mit der Imkerei beginnt...



    Schon mal was davon gehört, daß es Hobby-Imker gibt?
    Sollen Rentner, die fit sind, in`s Altersheim für die nächsten 25 Jahre?
    Einen Malkurs zu belegen macht dann auch keinen Sinn mehr - kostet nur.


    Zitat

    Jemandem 3-4 Jahre ohne Perspektive etwas nebenher beizubringen, das ist Zeitverschwendung.


    Ich bin Rentner und lerne gerade englisch. Dauert auch so seine 3 - 4 Jahre.
    Reine Zeitverschwendung, gelle?


    Zitat

    ...wenn er dann soweit ist, baut er körperlich schon wieder ab... [QUOTE]


    Mit Golz oder Sabines Klein-DN imkerst Du noch mit 100.


    [QUOTE]...daß eine rentable Imkerei auch Investitionen erfordert, die man über einen gewissen Zeitraum abschreibt.


    Seit wann muß ein Hobby rentabel sein? Es sind doch hier fast alle Hobbyimker.
    Es soll Leute geben, die in Autos oder Briefmarken investieren - einfach nur so aus Spaß.
    Rentiert sich noch ein neues Gebiß mit 65 oder eine Hüftprothese?


    Denk mal über den Begriff "Lebensqualität" nach...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,
    ich habe verstanden das Klaus hat Berufsimkerei gemeint.
    Tausende von Imkeren hatten schon bewiesen das Berufsimkerei ist auch in Europa möglich.
    Auch wenn die Betriebweisen und das Denken von Hobby-Imkern und Berufsimkern können sehr unterschiedlich sein, das Land und das Volk braucht beides!


    mfg
    Ainars

  • Das Gelände kann man hier sehen, dabei handelt es sich um einen ehemaligen Bundeswehrschießstand mitten im Natuschutzgebiet.


    Ich wünsche Dir, dass Dir dort deine Nachbarimker die Bienen nicht versauen, offensichtlich werden da deine Bienen nicht mehr "belästigt".


    Ich bitte Dich um ein Kommentar zu einer Gegendarstellung aus dem Jahr 2003. Siehe:


    Zitat

    Bitte lesen Sie sehr kritisch die Aussagen von Herrn Maresch. Er hatte Bienen aus Neuseeland gekauft und will jetzt wieder die Schuld am Bienensterben bei anderen ausmachen. Und glauben Sie nicht, das Bieneninstitut Oberursel, die Landwirtschaftskammer Münster oder Dr. Otten in Mayen seien dumm. Dazu auch die Stellungnahme von Dr. Koeniger, Oberursel.


    Weiter geht es hier:


    http://www.biohonigbonn.de/Akt…tungsartikel.html#GAZ5403


    Sowie:


    Zitat

    Sie haben kürzlich in einem Artikel über die Verluste von Bienenvölker einen Imker zitiert, der angeblich von unserm Institut eine Auskunft über die Unbedenklichkeit von Bienenimporten aus Südamerika erhalten haben will.


    In krassem Gegensatz zu der Aussage des o.a. Imkers sind wir, wie auch die Kollegen aus den anderen Bieneninstitute der Ansicht, dass Importe von Honigbienen aus Übersee generell mit großen und wenig abschätzbaren Risiken verbunden sind. Es gibt in Europa nur unzureichende Quarantäneeinrichtung und daher bedeutet jeder Import eine Gefährdung der heimischen Bienen durch Einschleppung von exotischen Krankheiten und „neuen“ Parasiten.


    http://www.biohonigbonn.de/Akt…l/zeitungsartikel.html#NK



    Des Weiteren erlaube mir die Frage, in welchem Zustand Bienen aus Übersee hier ankommen? Werden die über den See- oder Luftweg geschickt?


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Auch wenn die Betriebweisen und das Denken von Hobby-Imkern und Berufsimkern können sehr unterschiedlich sein, das Land und das Volk braucht beides!


    Ainars,


    du erlaubst hoffentlich schon, dass ich das fuer Deutschland anders sehe. Die Probleme, die wir in der deutschen Imkerei hatten und haben gehen nach meinen Erfahrungen in der grossen Mehrzahl von Erwerbsimkern aus. Wir haben einen Deutschen Imkerbund mit ca 80.000 Mitgliedern in seinen angeschlossenen Vereinen, in der Satzung steht u.a.:


    "Zweck und Aufgaben
    § 3
    Zweck des „Deutschen Imkerbundes e. V.“ ist es, die Bienenhaltung zu fördern und zu verbreiten, damit durch die Bestäubungstätigkeit der Honigbiene an Wild- und Kulturpflanzen eine artenreiche Natur erhalten bleibt."


    Die weitaus meisten der organisierten Imker haben weniger als 20 Voelker, dem stehen ca. 600 Berufsimker, die in nicht wenigen Faellen auch Abfueller sind, gegenueber. Dass die Berufsimker einen Markt sehen und versuchen die "Hobbyimker" zu verdraengen ist eine Sache, ob das im Sinne der Umwelt und der Bienen waere, eine andere.


    Im uebrigen, wenn du in einem von Berufsimkern dominierten Land waerst, z.B. USA oder Neuseeland, wuerdest du dir ueber Bienenimporte keine Gedanken machen muessen, weil es schlicht verboten ist, und die wissen warum. Nur in der EU darf jeder mit seinen Bienen und den Bienen der Nachbarimker russisches Roulett spielen.


    Gruss
    Heinrich

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Melli-Baer () aus folgendem Grund: Leerzeile

  • Hallo Klaus Maresch,


    das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt – ist ein deutsches Bundesgesetz, das Benachteiligungen aus Gründen der „Rasse“, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll. Zur Verwirklichung dieses Ziels erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber und Private, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen.


    Gegner des Gesetzes
    Das Gesetzesvorhaben war und ist scharfer rechtspolitischer Kritik seitens der Wirtschaftsverbände sowie seitens der FDP ausgesetzt.


    Angaben nach Wikipedia, dort umfassende weitere Darlegungen.


    Auch Sie werden einmal über 45 Jahre alt sein. Was machen Sie dann?


    Fragt ein ratloser Bienen-Freund


  • Die Aussage: "Ich tue etwas für Bienen, also bin ich für die Natur" ist der Aussage: "Ich tue etwas gegen das Waldsterben, in dem ich einen Baum pflanze." gleichzusetzen. Sie ist genauso unsinnig ....


    Klaus,


    du erlaubst mir in diesem Fall, dass ich deine Aussagen auch als unsinnig erachte. Fuer mich macht es durchaus Sinn, dass ich Bienen halte, damit einheimische Pflanzen, die auf Bestaeubung angewiesen sind, eine Ueberlebenschance haben. Dazu gehoert auch, einheimische Bienen zu halten, die andere Pflanzen befliegen als eingefuehrte Rassen.



    Was ökologische Tierhaltung ist, das wurde nach Absprache mit den Verbänden und Fachleuten auf europäischer Ebene geregelt. Wenn man diesen Anprüchen nicht genügen kann oder will, ist es natürlich eine beliebte Masche, die eigene Betriebsweise als höherwertig darzustellen und den Rest als Tierausbeuter zu klassifizieren. Gelinde gesagt, empfinde ich das als ziemlich verschroben.


    Wen willst du damit fuer dumm verkaufen? Deine "Verbaende und Fachleute" sind schlichte Lobbyisten. Man hat festgestellt, dass man mit gutglaeubigen Verbrauchern richtig Geld verdienen kann. Damit man aber in die Massenproduktion einsteigen konnte, mussten die Bestimmungen gelockert werden.
    Wie das in Bruessel laeuft, kann man hier an einem andern Beispiel sehen. http://www.spiegel.de/wirtscha…ice/0,1518,665569,00.html


    Vielleicht haben Bio und Bayer ja auch mehr gemeinsam, als dass sie mit B anfagen.



    Ich glaube, daß es angesichts der Varroaproblematik eher auf eine professionellere Imkerei hinauslaufen wird. Auch der Verbraucher merkt allmählich, daß Bienen nicht an der Varroa sterben müssen.


    "Die Varroa stellt kein Problem dar, die Imker haben das mit Unterstuetzung der Industrie voll im Griff."
    Diese Aussage stammt so sinngemaess vom Vorsitzenden des DBIB, ist aber bereits etwa 25 Jahre alt. Nimm die deutsche Kosmetikindustrie oder Lebensmittelhersteller die enorme Mengen an Wachs verbrauchen, aber wegen der Rueckstandsproblematik keinen aus Deutschland. Es ist, wenn weiter so unkontrolliert und ueberzogen Varroa bekaempft wird, - der Klein- oder Hobbyimker bezieht brav sein Oxuvar vom Imkerverein, fuer den lohnt sich kein Verdampfer, nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis der Ruf von Honig aus Deutschland auch hin ist.


    Wege, um nicht dahin zu kommen, waere z.B. gnadenlose Einfuhrbeschraenkungen, um wieder lokale angepasste und vitalere Oekotypen zu haben, und extensive stressreduzierte Betriebsweisen, sowie Abstand von intensiv landwirtschaftlich genutzten Flaechen und Aufteilung auf Kleinstaende.


  • Hallo!
    Ich wohne und imkere zwar nicht in Deutschland, aber bin in diesem Forum, lese "ADIZ", "Deutsches Bienenjournal" und "Bienen aktuell"(nicht deutsches, aber deutschsprachig). So darf auch ich meine Meinung haben. :) Es gibt auch Allgemeines, dazu in Lettland ist nicht viel anders, auch wenn die Masstaben kleiner sind. Auch bei uns die Hobby-Imker sagen das Berufsimker machen die Preise kaputt, weil die an Abfüller billig verkaufen und Berufsimker sagen das die Hobby-Imker drücken die Preise weil die auf dem Markt oder ab Hof der Honig billig verkaufen, ohne Steuern und brauchen keine Investition um geeignete Schleuderräume und Lagerräume zu bauen.
    Man darf nicht der Hobby-Imker dem Berufsimker gegenüberstellen. Auch wenn die Interessen, die Ziele, die Betriebweisen sind oft anders, der Hauptziel ist eins und wir sitzen in einem Boot. Wenn wir versuchen der Loch in andere Teil des Bootes zu bohren, es wird so wie so das ganze Boot sinken und nicht die Hälfte!
    Wir können viele "Beweise" finden das die Probleme von Berufsimkern kommen. Und umgekehrt. Zum Beispiel, der Arbeit von Koithan Fritjhof (Giessen, 2002) über AFB Ursachen und Ausbreitung.
    Gegenseitige Bekämpfung - es ist das schlechteste Variant.


    Es sind auch die Länder in der Welt, wo Imkerei anders strukturiert als in Europa ist. Kanada erlaubt Importe aus Südamerika. Australien für Kanada war Problem wegen Beutenkäfer. Neuseeland ist Insel und hat sehr strenge Regeln. Du kannst da nicht mal einen Apfel einführen.


    Sorry for "off-topic". :)


    Und schönes Wochenende!


    Ainars


  • "Zweck und Aufgaben
    § 3
    Zweck des „Deutschen Imkerbundes e. V.“ ist es,


    Wenn zitieren, dann auch bitte vollständig! - In Ziffer 4 heißt es nämlich z.B.:

    Zitat

    4. Die Förderung gewerblicher eigener Interessen sowie diejenigen seiner Landesverbände, der Orts-/Kreisvereine sowie deren Mitglieder.



    Die weitaus meisten der organisierten Imker haben weniger als 20 Voelker,


    ca. 8,5 nach meinem Kenntnisstand...


    Dass die Berufsimker einen Markt sehen und versuchen die "Hobbyimker" zu verdraengen ist eine Sache, ob das im Sinne der Umwelt und der Bienen waere, eine andere.


    Selbst wenn man wirklich böswillig und verschwörungstheoretisch gesteuert argumentiert, kann man bei einer Versorgungsquote von 20% in D nun wirklich keine Gefahr der Verdrängung durch Berufsimker sehen...


    Im uebrigen, wenn du in einem von Berufsimkern dominierten Land waerst, z.B. USA oder Neuseeland, wuerdest du dir ueber Bienenimporte keine Gedanken machen muessen, weil es schlicht verboten ist, und die wissen warum. Nur in der EU darf jeder mit seinen Bienen und den Bienen der Nachbarimker russisches Roulett spielen.


    Ist falsch: ebenso wie in der EU ist es lediglich streng reglementiert. Wer sich an die Regeln hält kann importieren.

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Gilt das auch für Umwege über andere EU-Länder? Also in ein anderes EU-Land importieren lassen und dann "innerhalb" der EU als EU-Import einführen?


    Bernhard